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Brahma - das Prinzip der Schöpfung

Brahma ist einer der Hauptgötter im Hinduismus.
Neben Vishnu (Erhaltung) und Shiva (Zerstörung) bildet Brahma die hinduistische Trinität (Trimurti).

Brahma stellt das Prinzip der Schöpfung dar.
In den indischen Puranas wird erzählt, dass die Schöpfung des materiellen Kosmos mit Brahma, dem ersterschaffenen Lebewesen beginnt.

Brahma ist ein Halbgott, der in der Regel mit vier Gesichtern dargestellt wird.
Er bewohnt den "höchsten Planten" des Alls - Brahmaloka genannt.
Brahma wird auch Pitamaha - das heißt Großvater - genannt, denn er gilt erstes Lebewesen überhaupt und zugleich als ursprünglicher Lehrer (Guru) der Weisen! Er ist der Urahn der Menschheit.

Sein Reittier ist die mystische Gans, mit der er geistesschnell an jeden beliebigen Ort des Universums fliegen kann. Historisch gesehen, stand Brahma - was sie öffentliche Anbetung angeht - immer hinter anderen Gottheiten zurück, mythologisch betrachtet, spielt er jedoch bis heute eine große Rolle!

Die Vaishanvas (Anhänger einer Religionsgemeinschaft, die Vishnu als höchsten Gott verehrt) betrachten Brahma als eine "Erweiterung des Herrn". In die dieser Sichtweise ist Brahma zuständig für die Erscheiningsweise der Leidenschaft. Brahmas leidenschaftliches Wesen findet seine praktische Anwendung in der Schöpfung. somit wird Brahma als Schöpfergott verehrt.

Die beiden anderen Götter, die zusammen mit Brahma die Trimurti bilden sind:
Vishnu als der Erhalter - Erscheinungsweise: Tugend
Shiva als der Zerstörer - Erscheinungsweise: Unwissenheit (Zerstörer der Unwissenheit)

Im Hinduismus gelten alle drei Götter ( Avatars) als gleichrangige Verkörperung ein und desselben Gottes.

Liest man die Schriften jedoch aufmerksam, zeigt sich jedoch, das Halbgötter wie Shiva und Brahma,
dem "höchsten Herrn" Vishnu, bzw. Krishna untergeordnet sind.

Brahmas Erleuchtung wird in dem Buch "Der verborgene Schatz Indiens"
(Steven J. Rosen ISBN 91-7149-438-3) S. 74 ff wie folgt beschrieben:

 

"Zu Beginn der Schöpfung wird er auf einer Lotusblume geboren, die dem göttlichen Nabel Vishnus entsprießt. Allein in der Fremde dieser neuen Welt, versucht er etwas über seinen eigenen Ursprung herauszufinden, denn er weiß weder, wer er ist, noch kennt er den Sinn des Lebens. So steigt er am Stängel des Lotus herab, findet aber keine Antwort auf seine Fragen.

Schließlich vernimmt der Stimme seines Herrn und Meisters Vishnu, der zwei Silben ausspricht: "ta-pa" (wörtlich: Askese und Buße).

Brahma, der die Bedeutung dieser Silben erkennt, fügt sich der Stimme aus dem All und versenkt sich für 1000 himmlische Jahre (das entspricht einigen Milliarden Erdenjahren) in Meditation.

Schließlich ist es ihm vergönnt, das Reich des Herrn und dann den Herrn selbst zu schauen. Der Höchste spricht darauf hin die vier ursprünglichen Verse des Shrimat Bhagavatam, die den Sinn des Lebens beschreiben. Die Läuterung die Brahma durch das Hören der Stimme des Herrn erfährt, ermöglicht es ihm, das materielle Universum zu schaffen".

 

Brahmas Erleuchtung und weitere Erzählungen, Gleichnisse und Dialoge sind im
"Shrimat Bhagavatam" niedergelegt. Das Shrimad Bhagavatam (Bhagavata Purana)
ist ein 18.000 Verse umfassender episch-philosophischer Klassiker der vedischen Literatur.

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