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Festivals in
Nepal
Die Festivals in Nepal spielen eine große Rolle! Immer haben sie einen
religiösen Hintergrund!
Da die Termine der Festivals im Vorhinein von den Astrologen festgelegt
werden, fallen die Feiern
- wenn auch im gleichen Monat - so doch meist immer auf ein anderes Datum.
Es folgt nun eine "allgemeine Erklärung" der Festivals. Die
genauen Termine der jeweiligen Festivals kannst du
hier nachlesen.
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Maha Shiva
Ratri - Shivas Nacht (Februar) |
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Lord Shiva ist einer der populärsten Götter in Nepal.
Während des Neumondtages wird "seine große Nacht", sein Geburtstag
gefeiert.
Gläubige vom gesamten indischen Subkontinent kommen nach
Pashupatinath
um ihm zu huldigen.
Farbenprächtige Sadhus, "die Wanderer die Shiva nacheifern", reiben
ihren Körper mit Asche ein,
lehren die Gläubigen, meditieren, oder üben sich in den Yoga
Praktiken. |
Die Gläubigen beten um Mitternacht zu Shivas Bildnis, das sich im
Tempel befindet.
Oft stehen sie mehrere Stunden in einer Schlange um ins Innere des
Tempels zu gelangen.
Freudenfeuer werden entzündet, Nachbarn und Freunde teilen sich das
Essen und die
Gläubigen erfreuen sich zwei Tage und eine Nacht an Musik, Gesang
und Tanz. |
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Das Holi Fest, auch Fagu Purnima (März) genannt, ist
eines der buntesten Feste Nepals.
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Klaus und Goinda vergnügen sich beim Holi - Festival in
Thamel.
Die mit bunten Fahnen verzierte Chirsäule wird am 1. Tag des Festival am
Durbar Square in Kathmandu
aufgerichtet.
Vor allen Dingen die Kinder bewerfen – gerne auch Touristen – mit
Farbbeuteln (Gulal)
oder mit Ballons, die mit farbigem Wasser befüllt sind. |
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Am ersten Tag des Festes (es dauert in der Regel
5 Tage) entzündet man in der Nacht
ein Feuer und
verbrennt darin eine Figur aus Stroh,
die so genannte Holika.
Sie stellt
eine furchterregende Dämonin dar. Das Holi Fest hat seinen Ursprung in Nord
– Indien. Wenn du Sorge um deine Kleidung hast, gehst du am besten nicht aus
dem Haus!
Häufig sind - gerade Touristen - das "Angriffsziel". Obwohl: Wenn du
nicht rausgehst, verpasst du jede Menge Spaß! |
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Zum Fest
Indra Jatra (September) gibt es eine kleine Geschichte:
Einmal benötigte Indras Mutter spezielle Blumen, die sie im Himmel nicht
finden konnte. Ihr Sohn Indra wusste jedoch, das diese Blumen im Kathmandu -
Tal zu finden waren. Er versuchte diese Blumen zu stehlen und wurde dabei
von den Bewohnern des Tals erwischt. Nicht wissend wen sie da gefangen
genommen hatten, wurde Indra eingesperrt. Wie es alle Mütter tun würden,
suchte auch Indras Mutter nach ihrem Sohn. Erst als sie ihn im Kathmandu Tal
gefunden hatte, wurde den Bewohnern bewusst, was sie da getan hatten. Sofort
wurde Indra freigelassen. Ihm zu Ehren und als Entschuldigung für ihre Tat,
widmeten sie dem Himmelsohn ein großes Fest – das Indra Jatra. Anlässlich
des Festes werden Masken von Vishnu, Bhairab und Shiva zur Schau gestellt
und die lebende Göttin Kumari zeigt sich bei diesem besonderen Anlass. |
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Indra
ist der König des Himmels. Gleichermaßen ist er auch der "Herr des
Regens". Der Monsun ändert sich seinem Ende und Indra hat noch einmal
"die Felder
gesegnet". Nun erwarten die Bauern eine reiche Ernte. Der Durbar Square in
Kathmandu ist acht Tage lang der Mittelpunkt eines großen Festes. Indra zu
Ehren wird am ersten Tag des Festivals die Dhwaj (Fahne) aufgerichtet.
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Tihar – das Lichterfest wird im
November
zelebriert.
In ganz Kathmandu werden
die Häuser mit Lichterketten geschmückt.
Das Tihar – Festival ist (wie viele
Feste) in mehrere Tage unterteilt.
Am ersten Tag werden die
Vögel geehrt, dann sind die Hunde dran anschließend die Kühe. Sie bekommen
alle ein Tika auf die Stirn und werden ebenfalls mit besonderen Speisen
verwöhnt. In der Nacht von Lakshmi Puja werden Girlanden aufgehängt und
Lichter angezündet. Damit soll Lakshmi – die Göttin
des Wohlstandes in das
Haus eingeladen werden.
In die Zeit von Tihar fällt auch das Newar New Year.
Am "Familyday" kommt die ganze Familie zusammen und wünscht sich Glück und
Gesundheit für das neue Jahr.
Bhai Tika, der letzte Tag von Tihar ist den
Schwestern und Brüdern gewidmet. Eine Walnus wird aufgebrochen und Kränze
aus Makhamaliblumen werden sich gegenseitig umgehängt. Das Umkreisen der
Brüder mit Ringen aus Senföl soll diese vor Yama, dem Gott der Unterwelt
schützen.

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Losar -
das tibetische Neujahrsfest
(Februar)
Losar
ist das tibetische Neujahrsfest. Sherpas und (Exil,-) Tibeter begrüßen das
neue Jahr mit Tanz und Besuchen bei den Verwandten. Die
besten Kleider und schönsten Schmuckstücke werden angelegt. In den Klöstern
führen Mönche buddhistische Tänze auf. An Losar, wird die Stupa von
Boudhanath (und alle anderen Stupas auch) besonders hübsch mit Gebetsfahnen
verziert. Brauch ist auch, das neue Jahr zu begrüßen, indem
man Tsampa (geröstetes Gerstenmehl) in die Luft wirft.
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Dasain
(Oktober)
Das Dasain – Festival ist
das beliebteste und auch längste Fest in Nepal.
Die Büros sind geschlossen. Jeder ist bei seiner Familie und im Radio wird
die entsprechende Musik gespielt. „Drachen steigen lassen“ ist an diesen
Tagen "besonders in". Der Himmel ist voll davon. Die Bauern bieten ihre
Büffel, Hühner und Ziegen zu Verkauf an – den in den Nacht von Kal Tari,
sollen die Tiere der Göttin Durga geopfert werden. Die Göttin Durga hatte
seinerzeit über das Böse gesiegt. Dashami wird der Tag genant, an dem jeder
festliche Kleidung anzieht, den Familienältesten besucht und von ihm das
rote Tika auf der Stirn empfängt. Die folgenden Tage von Dasain werden im
Kreise der Familie zugebracht. Festmahlzeiten werden zubereitet und
gemeinsam verspeist. Geschenke werden ausgetauscht und der Segen wird
erteilt. Mit dem Vollmond enden Nepals beliebtestes Festival Dasain.
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Mani Rimdu
(Oktober
oder November)
Da der Termin für das Mani Rimdu anhand des tibetischen Mondkalenders
festgelegt wird, kann das Festival auf Tage im Oktober wie auch im November
fallen. Dies ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich.
Mani Rimdu
ist ein Festival der Sherpa, das im Herbst am Kloster von Tengboche in der
Everest Region gefeiert wird. Neun Tage lang versammeln sich Lamas und Sherpas, um "das Gute
der Welt" zu feiern.
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Foto: Paul Hahn
Es gibt Spiele, Maskentänze, Gebete und Festmahle. Die Dämonen
werden vertrieben und das Gute belohnt. Die Tage sind bunt und Reisen
zur Everest Region während der Festivaltage sind sehr lohnenswert.
Das Mani Rimdu Festival in Tengboche wird nach der Tradition von
Mindroling gefeiert. Seinen Ursprung hat es im Rongbuk - Kloster
in Tibet, welches nördlich von Tengboche liegt.
(Mindroling ist eine der sechs Unterschulen der Nyingma Schulen
des tibetischen Buddhismus).
Der Name "Mani Rimdu" setzt sich aus "Mani", das ist ein Teil des
Gesanges des
Chenrezig und "Rilbu", das sind kleine rote Pillen,
zusammen, die während der Zeremonie gesegnet und am Ende an die
Anwesenden ver-teilt werden.
Weitere Erklärungen des Mani Rimdu Festivlas findest du auf der
Seite des Klosters Tenboche.
www.tengboche.org
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Bala Chaturdarsi
(Dezember)
Dieser einfache Festtag findet im alten Wald um den Tempel von Pashupatinath
statt. Es ist eine der ältesten Traditionen im Tal. Familien, die eine geliebte
Person im abgelaufenen Jahr verloren haben, bleiben die ganze Nacht im Wald,
zünden Öllampen an und singen Lieder. Nach einem rituellen Morgenbad gehen die
Leute durch den Wald und verstreuen sieben verschiedene Arten von Getreide als
Opfergabe für Shiva. Gleichermaßen geschieht dies um die Verstorbenen zu ehren
und um Bala, einen Mann aus der Mythologie, der in einen Dämon verwandelt worden
war, von seinen Sünden zu befreien.
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Basanta Panchami
und
Saraswati Puja
(Januar) |
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Basanta, der Frühling, eröffnet die schönste Jahreszeit.
Massen
von Menschen versammeln sich am Durbar Square in Kathmandu um die Jahreszeit
begrüßen, während ein Musikkapelle das traditionellen Lied des Frühlings spielt.
Eine andere Feier findet bei Swayambhu und am Nil Barahi Shrine nahe Lazimpat
statt. Saraswati, die Göttin des Lernens, der Künste und des Handwerks wird an
und in ihren Tempeln angebetet. Künstler, Musiker, Lehrer und Schüler bringen
ihr Blumen, ungeschälten Reis und andere Geschenke. |
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Buddha Jayanti
(Mai)
Der unsterbliche Buddha wurde in Nepal geboren; der Glauben, den er predigte,
ist die zweithäufigste Religion im Himalaya Staat. Am sechsten Mai in einer
Vollmondnacht wird die Geburt und die Erleuchtung von Buddha im Kathmandu Tal
gefeiert. Die Stupa in Swayambhunath und Boudhanath werden für die
Festlichkeiten Tage im Voraus vorbereitet. Die Klöster werden besonders
gereinigt und die Mönche bereiten Tänze vor. Vor Dämmerungsbeginn pilgern die
Menschen zu den Stupas, um runden diese und bringen Lord Buddha Gaben dar.
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Teej, das große Fastenfest der Frauen
(August / September) [Text und
Fotos: Gritt Blechschmidt] |
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Teej
ist ein großes Fastenfest der Frauen im Monat BHADRA Es wird in der Regel einen
Tag vor Ganesh Chaturthi, im August oder frühen September, gefeiert.
Der erste Tag von Teej wird "Dar Khane Din" genannt.
An diesem Tag treffen sich verheiratete Frauen auf Strassen und Plätzen in ihrer
feinsten Kleidung. Viele lassen sich extra für Teej neue rote Saris nähen oder
kaufen neue rote Armreifen.
Sie tanzen und singen religiöse Lieder. Am Abend treffen sich die Frauen
innerhalb ihrer Familie mit den Schwestern, Müttern, Schwägerinnen zu einem
großen Bankett, um bis nachts 0 Uhr zu essen, zu trinken, zu singen und sich zu
amüsieren.
Der zweite Tag ist der "Fastentag". Einige Frauen nehmen an diesem Tag weder
Essen noch Trinken zu sich, andere trinken ein paar Schlucke Wasser oder essen
Früchte.
An diesem Tag kleiden sich die verheirateten Frauen mit ihren roten Saris, roten
Armreifen, ihren Tilharis und all ihrem Hochzeitsschmuck, um vor allem im
Kathmandutal zum Shiva Tempel nach Pashupatinath zu gehen und Shiva um ein
langes Leben ihres Ehemannes und seine Güte und ein glückliches Familienleben zu
bitten. |
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Am Shiva Tempel opfern die Frauen während ihrer Puja Blumen, Süßigkeiten und
Münzen am Lingam, dem Symbol des Gottes Shiva. Ein wichtiger Teil der Puja ist
die Öllampe, die die ganze Nacht brennen muss, damit alle Gebete erhört werden.
Der dritte Tag des Festes ist Rishi Panchami. Nach der Puja des vorherigen Tages
huldigen die Frauen verschiedenen Gottheiten und baden im roten Schlamm aus den
Wurzeln des heiligen Datiwan Strauches.
Diese Art der Reinigung ist das Endritual von Teej, nach welchem die Frauen von
allen Sünden reingewaschen sein sollen. |

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[Vielen lieben Dank an Gritt Blechschmidt
für Text und Fotos] |
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Janai Purnima - Das Fest der "heiligen
Schnur"
(Mitte August)
Janai Purnima ist auch bekannt als das "Fest der heiligen Schnur".
Besonders die männlichen Brahmins und Chetris (aber auch alle
anderen Hindu-Männer) begehen an diesem Tag den jährlichen Wechsel
der Janai, einer gelben Baumwollschnur, die entweder um den
Oberköper (Schulter) oder um das Gelenk der rechten Hand gewunden
ist.
Diese
Schnur, die nur Männer tragen, wird während einer langen und
eindrucksvollen, religiösen Zere-monie erneuert. Diese Zeremonie
wird "Bratabandhan" genannt. Die Schnur erhebt sie zum Mann und
erinnert den Träger daran, den Gesetzen der (Hindu-) Religion
gewissenhaft zu folgen.
Von diesem Tag an muss die Schnur nun lebenslang getragen werden.
Diese 3-fache Schnur ist ein Symbol für den Körper, die Sprache
und den Geist. Wenn die Knoten gebunden sind, sollen sie dem
Träger die "komplette Kontrolle" über alles ermöglichen. Sie wird
gewechselt, wenn sie ausgefranst ist oder verunreinigt wurde, zum
Beispiel dann, wenn der Träger der Schnur eine Frau während ihrer
Menstruation – sie ist nach Glauben der Hindus unrein – berührt
hat.
Den Hindu – Regeln folgend, muss die Schnur an diesem Tag von
einem Brahmanen gewechselt werden. "Janai" ist die "heilige
Schnur" und "purnima" bedeutet Vollmond (eine besonders
verheißungsvolle Zeit).
An
Janai Purnima findet in Kumbeshwor (Lalitpur) eine große
Versammlung (religiöses Festival) statt.
Die Gläubigen versammeln sich um Lord Mahadev (Shiva) zu
lobpreisen und um sich die heilige Schnur um zu binden.
Am
Tag vor der Zeremonie, reinigt sich der "Schnurträger" indem er
sich die Barthaare rasiert und die Haare schneidet. Außerdem nimmt
er ein Bad. Er hält an diesem Tag eine "eingeschränkte" Fastenzeit
ab, indem er nur eine Mahlzeit zu sich nimmt – jedoch kein
Fleisch, keine Zwiebeln und kein Knoblauch.
Am nächsten Morgen (also am eigentlichen Janai Purnima Tag) kommt
der "Familien – Priester" ins Haus.
Die ganze Familie versammelt sich um ihn, während er aus dem
heiligen Buch liest und eine Zeremonie praktiziert, um die neue
Schnur zu segnen. Der Priester legt die Schnur um den Hals und um
den Rücken des Empfängers. Als Bezahlung dafür erhält er
Lebensmittel und Geld.
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Raksha Bandhan
Dies ist auch der Tag (zusammen mit Janai Purnima), an dem sich Männer, Frauen und Kinder
unabhängig ihres Standes und ihrer Kaste eine heilige gelbe Schnur
um ihr Handgelenk binden. Die Männer binden die Schnur um das
rechte Handgelenk, die Frauen um das Linke.
Raksha bedeutet "Schutz" und Bandhan bedeutet "Bindung". Der
Träger erhofft sich davon viel Glück.
Die Schnur wird an Laxmi Puja – dieses Fest wird drei Monate
später begangen – wieder vom Handgelenk entfernt und an den
Schwanz einer Kuh gebunden. Wenn der (die) Hindu stirbt – so der
Glaube – hilft ihm die Kuh dabei den Fluss Bhaitarna zu
überqueren, indem das Tier dem Träger erlaubt sich an ihrem
Schwanz fest zu halten.
Am Morgen des Raksha Bandhan scharen sich die Gläubigen um den
Brahmanen-Priester, der den gelben Baumwollfaden um das Handgelenk
des Käufers bindet.
Dabei wird ein Gebet gesprochen:
"Ich habe das Raksha um dein Handgelenk
gebunden, genauso wie es einst um den Arm des mächtigen Bali,
König der Danavas* gebunden wurde. Möge es dich in alle Ewigkeit
beschützen".
(*Danavas sind halb göttliche und halb dämonische Wesen, die von
Indra in den Ozean verbannt worden sind).
Diese Zeremonie soll eine Mahnung an die Hindus sein, sich genauso
von der Nächstenliebe leiten zu lassen wie einst König Bali.
Dieser König hatte – so die Geschichte – alle Wünsche seiner
Untertanen erfüllt. Deshalb wurde ihm ein großes Maß an
Nächstenliebe nachgesagt.
Seine tiefe Hingabe und grenzenloser Güte brachte ihm einen
(Himmels-) Platz ein, der sogar noch höher war, als der von Lord
Indra. |
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