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Festivals in Nepal

Die Festivals in Nepal spielen eine große Rolle! Immer haben sie einen religiösen Hintergrund!
Da die Termine der Festivals im Vorhinein von den Astrologen festgelegt werden, fallen die Feiern
- wenn auch im gleichen Monat - so doch meist immer auf ein anderes Datum.

Es folgt nun eine "allgemeine Erklärung" der Festivals.
Die genauen Termine der jeweiligen Festivals kannst du hier nachlesen.

 Maha Shiva Ratri (Februar)
 Basanta Panchami und Saraswati Puja (Januar)
 Losar (Februar)
 Holi (März)
 Buddha Jayanti (Mai)
 Indra Jattra (September)
 Dashain (Oktober)
 Mani Rimdu (Oktober oder November)
 Tihar (November)
 Bala Chaturdarsi (Dezember) 
 Teej, das Fastenfest der Frauen (August / September)
 Janai Purnima (Mitte August)
 Raksha Bandhan (am gleichen Tag wie Janai Purnima)

 

Maha Shiva Ratri - Shivas Nacht (Februar)
  Lord Shiva ist einer der populärsten Götter in Nepal.
Während des Neumondtages wird "seine große Nacht", sein Geburtstag gefeiert.

Gläubige vom gesamten indischen Subkontinent kommen nach Pashupatinath
um ihm zu huldigen. Farbenprächtige Sadhus, "die Wanderer die Shiva nacheifern", reiben ihren Körper mit Asche ein, lehren die Gläubigen, meditieren, oder üben sich in den Yoga Praktiken.
Die Gläubigen beten um Mitternacht zu Shivas Bildnis, das sich im Tempel befindet.
Oft stehen sie mehrere Stunden in einer Schlange um ins Innere des Tempels zu gelangen.
Freudenfeuer werden entzündet, Nachbarn und Freunde teilen sich das Essen und die Gläubigen erfreuen sich zwei Tage und eine Nacht an Musik, Gesang und Tanz.
 
     
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Das Holi Fest, auch Fagu Purnima (März) genannt, ist eines der buntesten Feste Nepals.
 

Die mit bunten Fahnen verzierte Chirsäule wird am 1. Tag des Festival am Durbar Square in Kathmandu aufgerichtet. Vor allen Dingen die Kinder bewerfen – gerne auch Touristen – mit Farbbeuteln (Gulal) oder mit Ballons, die mit farbigem Wasser befüllt sind.

Am ersten Tag des Festes (es dauert in der Regel 5 Tage) entzündet man in der Nacht ein Feuer und verbrennt darin eine Figur aus Stroh, die so genannte Holika. Sie stellt eine furchterregende Dämonin dar. Das Holi Fest hat seinen Ursprung in Nord – Indien.
Wenn du Sorge um deine Kleidung hast, gehst du am besten nicht aus dem Haus!
Häufig sind - gerade Touristen - das "Angriffsziel". Obwohl: Wenn du nicht rausgehst, verpasst du jede Menge Spaß!

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Zum Fest Indra Jatra (September) gibt es eine kleine Geschichte:
Einmal benötigte Indras Mutter spezielle Blumen, die sie im Himmel nicht finden konnte. Ihr Sohn Indra wusste jedoch, das diese Blumen im Kathmandu - Tal zu finden waren. Er versuchte diese Blumen zu stehlen und wurde dabei von den Bewohnern des Tals erwischt. Nicht wissend wen sie da gefangen genommen hatten, wurde Indra eingesperrt. Wie es alle Mütter tun würden, suchte auch Indras Mutter nach ihrem Sohn. Erst als sie ihn im Kathmandu Tal gefunden hatte, wurde den Bewohnern bewusst, was sie da getan hatten. Sofort wurde Indra freigelassen. Ihm zu Ehren und als Entschuldigung für ihre Tat, widmeten sie dem Himmelsohn ein großes Fest – das Indra Jatra. Anlässlich des Festes werden Masken von Vishnu, Bhairab und Shiva zur Schau gestellt und die lebende Göttin Kumari zeigt sich bei diesem besonderen Anlass.


I
ndra ist der König des Himmels. Gleichermaßen ist er auch der "Herr des Regens". Der Monsun ändert sich seinem Ende und Indra hat noch einmal "die Felder gesegnet". Nun erwarten die Bauern eine reiche Ernte. Der Durbar Square in Kathmandu ist acht Tage lang der Mittelpunkt eines großen Festes. Indra zu Ehren wird am ersten Tag des Festivals die Dhwaj (Fahne) aufgerichtet.  



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Tihar – das Lichterfest wird im November zelebriert.
In ganz Kathmandu werden die Häuser mit Lichterketten geschmückt.
Das Tihar – Festival ist (wie viele Feste) in mehrere Tage unterteilt.

Am ersten Tag werden die Vögel geehrt, dann sind die Hunde dran anschließend die Kühe. Sie bekommen alle ein Tika auf die Stirn und werden ebenfalls mit besonderen Speisen verwöhnt. In der Nacht von Lakshmi Puja werden Girlanden aufgehängt und Lichter angezündet. Damit soll Lakshmi – die Göttin des Wohlstandes in das Haus eingeladen werden.

In die Zeit von Tihar fällt auch das Newar New Year. Am "Familyday" kommt die ganze Familie zusammen und wünscht sich Glück und Gesundheit für das neue Jahr. Bhai Tika, der letzte Tag von Tihar ist den Schwestern und Brüdern gewidmet. Eine Walnus wird aufgebrochen und Kränze aus Makhamaliblumen werden sich gegenseitig umgehängt. Das Umkreisen der Brüder mit Ringen aus Senföl soll diese vor Yama, dem Gott der Unterwelt schützen.

     

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Losar - das tibetische Neujahrsfest (Februar)
Losar ist das tibetische Neujahrsfest. Sherpas und (Exil,-) Tibeter begrüßen das neue Jahr mit Tanz und Besuchen bei den Verwandten. Die besten Kleider und schönsten Schmuckstücke werden angelegt. In den Klöstern führen Mönche buddhistische Tänze auf. An Losar, wird die Stupa von Boudhanath (und alle anderen Stupas auch) besonders hübsch mit Gebetsfahnen   verziert. Brauch ist auch, das neue Jahr zu begrüßen, indem man Tsampa (geröstetes Gerstenmehl) in die Luft wirft.

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Dashain - auch Dasain geschrieben (Oktober)
Das Dashain – Festival ist das beliebteste und auch längste Fest in Nepal. Es dauert insgesamt 15 Tage und wird als der Sieg des Guten über das Böse gefeiert.
Die Büros sind geschlossen. Jeder ist bei seiner Familie und im Radio wird die entsprechende Musik gespielt. "Drachen steigen lassen" ist an diesen Tagen "besonders in". Der Himmel ist voll davon. Die Bauern bieten ihre Büffel, Hühner und Ziegen zu Verkauf an – den in den Nacht von Kal Tari, sollen die Tiere der Göttin Durga geopfert werden. Die Göttin Durga hatte seinerzeit über das Böse gesiegt. Dashami wird der Tag genant, an dem jeder festliche Kleidung anzieht, den Familienältesten besucht und von ihm das rote Tika auf der Stirn empfängt. Die folgenden Tage von Dashain werden im Kreise der Familie zugebracht. Festmahlzeiten werden zubereitet und gemeinsam verspeist. Geschenke werden ausgetauscht und der Segen wird erteilt. Mit dem Vollmond endet Nepals beliebtestes Festival Dashain.
Mehr Erklärungen und Erläuterungen zu Dashain findest du hier

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Mani Rimdu (Oktober oder November)
Da der Termin für das Mani Rimdu anhand des tibetischen Mondkalenders festgelegt wird, kann das Festival auf Tage im Oktober wie auch im November fallen. Dies ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich.


Mani Rimdu ist ein Festival der Sherpa, das im Herbst am Kloster von Tengboche in der Everest Region gefeiert wird. Neun Tage lang versammeln sich Lamas und Sherpas, um "das Gute der Welt" zu feiern.

Foto: Paul Hahn

Es gibt Spiele, Maskentänze, Gebete und Festmahle. Die Dämonen werden vertrieben und das Gute belohnt. Die Tage sind bunt und Reisen zur Everest Region während der Festivaltage sind sehr lohnenswert.

Das Mani Rimdu Festival in Tengboche wird nach der Tradition von Mindroling gefeiert. Seinen Ursprung hat es im Rongbuk - Kloster in Tibet, welches nördlich von Tengboche liegt.
(Mindroling ist eine der sechs Unterschulen der Nyingma Schulen des tibetischen Buddhismus).

Der Name "Mani Rimdu" setzt sich aus "Mani", das ist ein Teil des Gesanges des Chenrezig und "Rilbu", das sind kleine rote Pillen, zusammen, die während der Zeremonie gesegnet und am Ende an die Anwesenden ver-teilt werden.

Weitere Erklärungen des Mani Rimdu Festivlas findest du auf der Seite des Klosters Tenboche.
www.tengboche.org

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Bala Chaturdarsi (Dezember)
Dieser einfache Festtag findet im alten Wald um den Tempel von Pashupatinath statt. Es ist eine der ältesten Traditionen im Tal. Familien, die eine geliebte Person im abgelaufenen Jahr verloren haben, bleiben die ganze Nacht im Wald, zünden Öllampen an und singen Lieder. Nach einem rituellen Morgenbad gehen die Leute durch den Wald und verstreuen sieben verschiedene Arten von Getreide als Opfergabe für Shiva. Gleichermaßen geschieht dies um die Verstorbenen zu ehren und um Bala, einen Mann aus der Mythologie, der in einen Dämon verwandelt worden war, von seinen Sünden zu befreien.

Basanta Panchami und Saraswati Puja (Januar)

   
 

Basanta, der Frühling, eröffnet die schönste Jahreszeit.
Massen von Menschen versammeln sich am Durbar Square in Kathmandu um die Jahreszeit begrüßen, während ein Musikkapelle das traditionellen Lied des Frühlings spielt.

Eine andere Feier findet bei Swayambhu und am Nil Barahi Shrine nahe Lazimpat statt. Saraswati, die Göttin des Lernens, der Künste und des Handwerks wird an und in ihren Tempeln angebetet. Künstler, Musiker, Lehrer und Schüler bringen ihr Blumen, ungeschälten Reis und andere Geschenke.

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Buddha Jayanti (Mai)
Der unsterbliche Buddha wurde in Nepal geboren; der Glauben, den er predigte, ist die zweithäufigste Religion im Himalaya Staat. Am sechsten Mai in einer Vollmondnacht wird die Geburt und die Erleuchtung von Buddha im Kathmandu Tal gefeiert. Die Stupa in Swayambhunath  und Boudhanath werden für die Festlichkeiten Tage im Voraus vorbereitet. Die Klöster werden besonders gereinigt und die Mönche bereiten Tänze vor. Vor Dämmerungsbeginn pilgern die Menschen zu den Stupas, um runden diese und bringen Lord Buddha Gaben dar.

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Teej, das große Fastenfest der Frauen (August / September) [Text und Fotos: Gritt Blechschmidt]

  Teej ist ein großes Fastenfest der Frauen im Monat BHADRA Es wird in der Regel einen Tag vor Ganesh Chaturthi, im August oder frühen September, gefeiert.

Der erste Tag von Teej wird "Dar Khane Din" genannt.
An diesem Tag treffen sich verheiratete Frauen auf Strassen und Plätzen in ihrer feinsten Kleidung. Viele lassen sich extra für Teej neue rote Saris nähen oder kaufen neue rote Armreifen.

Sie tanzen und singen religiöse Lieder. Am Abend treffen sich die Frauen innerhalb ihrer Familie mit den Schwestern, Müttern, Schwägerinnen zu einem großen Bankett, um bis nachts 0 Uhr zu essen, zu trinken, zu singen und sich zu amüsieren.

Der zweite Tag ist der "Fastentag". Einige Frauen nehmen an diesem Tag weder Essen noch Trinken zu sich, andere trinken ein paar Schlucke Wasser oder essen Früchte.
An diesem Tag kleiden sich die verheirateten Frauen mit ihren roten Saris, roten Armreifen, ihren Tilharis und all ihrem Hochzeitsschmuck, um vor allem im Kathmandutal zum Shiva Tempel nach Pashupatinath zu gehen und Shiva um ein langes Leben ihres Ehemannes und seine Güte und ein glückliches Familienleben zu bitten.

Am Shiva Tempel opfern die Frauen während ihrer Puja Blumen, Süßigkeiten und Münzen am Lingam, dem Symbol des Gottes Shiva. Ein wichtiger Teil der Puja ist die Öllampe, die die ganze Nacht brennen muss, damit alle Gebete erhört werden.

Der dritte Tag des Festes ist Rishi Panchami. Nach der Puja des vorherigen Tages huldigen die Frauen verschiedenen Gottheiten und baden im roten Schlamm aus den Wurzeln des heiligen Datiwan Strauches.

Diese Art der Reinigung ist das Endritual von Teej, nach welchem die Frauen von allen Sünden reingewaschen sein sollen. 




 
 
     
 

[Vielen lieben Dank an Gritt Blechschmidt
für Text und Fotos]


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Janai Purnima - Das Fest der "heiligen Schnur" (Mitte August)
Janai Purnima ist auch bekannt als das "Fest der heiligen Schnur".
Besonders die männlichen Brahmins und Chetris (aber auch alle anderen Hindu-Männer) begehen an diesem Tag den jährlichen Wechsel der Janai, einer gelben Baumwollschnur, die entweder um den Oberköper (Schulter) oder um das Gelenk der rechten Hand gewunden ist.

Diese Schnur, die nur Männer tragen, wird während einer langen und eindrucksvollen, religiösen Zere-monie erneuert. Diese Zeremonie wird "Bratabandhan" genannt.  Die Schnur erhebt sie zum Mann und erinnert den Träger daran, den Gesetzen der (Hindu-) Religion gewissenhaft zu folgen.

Von diesem Tag an muss die Schnur nun lebenslang getragen werden.

Diese 3-fache Schnur ist ein Symbol für den Körper, die Sprache und den Geist. Wenn die Knoten gebunden sind, sollen sie dem Träger die "komplette Kontrolle" über alles ermöglichen. Sie wird gewechselt, wenn sie ausgefranst ist oder verunreinigt wurde, zum Beispiel dann, wenn der Träger der Schnur eine Frau während ihrer Menstruation – sie ist nach Glauben der Hindus unrein – berührt hat.

Den Hindu – Regeln folgend, muss die Schnur an diesem Tag von einem Brahmanen gewechselt werden. "Janai" ist die "heilige Schnur" und "purnima" bedeutet Vollmond (eine besonders verheißungsvolle Zeit).

An Janai Purnima findet in Kumbeshwor (Lalitpur) eine große Versammlung (religiöses Festival) statt.
Die Gläubigen versammeln sich um Lord Mahadev (Shiva) zu lobpreisen und um sich die heilige Schnur um zu binden.

Am Tag vor der Zeremonie, reinigt sich der "Schnurträger" indem er sich die Barthaare rasiert und die Haare schneidet. Außerdem nimmt er ein Bad. Er hält an diesem Tag eine "eingeschränkte" Fastenzeit ab, indem er nur eine Mahlzeit zu sich nimmt – jedoch kein Fleisch, keine Zwiebeln und kein Knoblauch.

Am nächsten Morgen (also am eigentlichen Janai Purnima Tag) kommt der "Familien – Priester" ins Haus.

Die ganze Familie versammelt sich um ihn, während er aus dem heiligen Buch liest und eine Zeremonie praktiziert, um die neue Schnur zu segnen. Der Priester legt die Schnur um den Hals und um den Rücken des Empfängers. Als Bezahlung dafür erhält er Lebensmittel und Geld.

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Raksha Bandhan

Dies ist auch der Tag (zusammen mit Janai Purnima), an dem sich Männer, Frauen und Kinder unabhängig ihres Standes und ihrer Kaste eine heilige gelbe Schnur um ihr Handgelenk binden. Die Männer binden die Schnur um das rechte Handgelenk, die Frauen um das Linke.

Raksha bedeutet "Schutz" und Bandhan bedeutet "Bindung". Der Träger erhofft sich davon viel Glück.

Die Schnur wird an Laxmi Puja – dieses Fest wird drei Monate später begangen – wieder vom Handgelenk entfernt und an den Schwanz einer Kuh gebunden. Wenn der (die) Hindu stirbt – so der Glaube – hilft ihm die Kuh dabei den Fluss Bhaitarna zu überqueren, indem das Tier dem Träger erlaubt sich an ihrem Schwanz fest zu halten.

Am Morgen des Raksha Bandhan scharen sich die Gläubigen um den Brahmanen-Priester, der den gelben Baumwollfaden um das Handgelenk des Käufers bindet.

Dabei wird ein Gebet gesprochen:
"Ich habe das Raksha um dein Handgelenk gebunden, genauso wie es einst um den Arm des mächtigen Bali, König der Danavas* gebunden wurde. Möge es dich in alle Ewigkeit beschützen".

(*Danavas sind halb göttliche und halb dämonische Wesen, die von Indra in den Ozean verbannt worden sind).

Diese Zeremonie soll eine Mahnung an die Hindus sein, sich genauso von der Nächstenliebe leiten zu lassen wie einst König Bali. Dieser König hatte – so die Geschichte – alle Wünsche seiner Untertanen erfüllt. Deshalb wurde ihm ein großes Maß an Nächstenliebe nachgesagt.


Seine tiefe Hingabe und grenzenloser Güte brachte ihm einen (Himmels-) Platz ein, der sogar noch höher war, als der von Lord Indra.

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