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Trekking 14.03. – 12.04.2002
Es geht ins Khumbu! Endlich ist die Entscheidung gefallen!
Von Jiri aus will ich zu den höchsten Bergen der Welt!


Aber der Reihe nach!

„Schuld“ an meiner diesjährigen Nepalreise ist eigentlich Jon Krakauer. Wie ja vielleicht bekannt, ist Krakauer der Autor des Buches "In eisige Höhen". Was habe ich diese Buch verschlungen! Wie hat es mich beeindruckt!

[Krakauer – für alle die das Buch nicht kennen – hat von dem amerikanischen "Outsite Magazin" den Auftrag erhalten über den Sinn oder Unsinn von Everest Besteigungen zu berichten. Wohl gemerkt. Von Besteigungen, die lediglich das finanzielle Interesse einiger "Bergsteiger Firmen" als Grundlage haben. Mehr oder weniger gut trainierte Personen, mit mehr oder weniger großer Bergerfahrung können sich für viel Geld in eine Everest-Expedition einkaufen. Dabei wird mehr auf den Geldbeutel, denn auf die Qualifikation der Personen beachtet. Letztendlich führte dann genau dies 1996 zur Katastrophe.]

Wie dem auf letztendlich sei, die Beschreibungen Krakauers haben mich so fasziniert,
dass ich unbedingt den Everest sehen wollte. 

14.03. 2002

Ich stehe am Terminal in Frankfurt und warte drauf via Sharjah nach Kathmandu einchecken zu können. Aus München stieß Winnie zu uns, einige andere hatte ich schon auf dem Hinbringerflug von Düsseldorf nach Frankfurt kennen gelernt. Auch ein weiterer "Bergfreund", ich nenne ihn im Folgenden einfach XY checkte mit mir ein. Im Vorfeld hatten wir uns schon persönlich kennen gelernt und einige wirklich schöne Touren unternommen; aus Spaß und um unsere Ausrüstung zu testen. Wir werden sehen, wie es weitergeht. 

Kathmandu. Am Flughafen werden wir abgeholt – großer Bus – alle Mann und Frau rein und ab geht’s ins Hotel. Hatte ich es schon erwähnt? Gebucht habe ich bei einem namhaften, großen Anbieter. Soweit so gut.
 

     
Aus dem Bus heraus mache ich die ersten Fotos in Kathmandu.

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Die beiden Tage in Kathmandu vergingen wie im Traum. Besonders in Erinnerung geblieben ist mit ein längerer Spaziergang auf einen "kleinen  Hügel" etwas außerhalb der Hauptstadt. Oben angekommen stehen wir vor einem Hinduheiligtum und genießen die Aussicht auf das Kathmandutal. 

   
Durchs Tal wandere ich zu einem örtlichen Heiligtum

 

   
Auf geht's in Richtung Jiri.

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Am 17.03. dann wird der Bus mit uns und unseren Trekkingsäcken beladen und wir düsen los in Richtung Jiri. Für die ca. 180 km benötigten wir ca. 9 Stunden. Unterwegs wundere und amüsiere ich mich darüber, dass unser Guide, ein Sherpa den Ausdruck: "Pippi – Pause" kennt.  In Jiri angekommen beziehen wir Quartier, sortieren nochmals unsere Sachen und legen uns dann ziemlich platt in unsere Schlafsäcke. Ich teile ein Zimmer mit XY. 

Die erste Herausforderung kommt dann am nächsten Tag. Das Steilstück von Jiri nach Shivalaya ist anstrengend und lang. Gnadenlos brennt mir die Sonne auf mein eh spärliches Haupthaar – ich muss mir unbedingt ein Kopftuch besorgen denke ich. 

In Shivalaya weht die Maoistenfahne am Eingang des Dorfes. Dies ist aber der einzige Hinweis auf die Maobadis den wir währen der gesamten Tour erkennen können.

     
Bananenstauden und die Maoistenfahne über Shivalaya. Während ich ein paar Sachen auswasche, wird nebenan eine Ziege geschlachtet.

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Über den Deorali – Pass mit seinen wunderschönen Mani – Mauern geht es weiter in Richtung Lukla. Die Gruppe lernt sich mehr und mehr kennen – wie das so ist, mit dem einen der der Anderen liegt man sofort auf gleicher Wellenlänge, mit den Anderen wird man nicht so recht warm. Das macht aber nichts – trotzdem verstehen sich alle gut. 

Am Deorali Pass. Auch Kinder malen Manis.

Am Eingangtor des Sagarmatha Nationalparks sammelt Chendu unsere Pässe ein und besorgt uns das Permit für den "Park". Immer weiter, immer höher steigen wir hinauf – zunächst in Richtung Namche. 

Namche Bazaar ist der Ort, wo mindestens ein Akklimatisationstag eingelegt wird. So machen wir es auch. Noch fällt das "Hinaufjoggen" der Treppenstufen zur Himalayan – Lodge ein wenig schwer – der Atem geht schnell – aber wir sind ja auch noch nicht lange in großen Höhen unterwegs. Die Himalayan Lodge ist klasse, Ang Phurba, der Besitzer ist ein netter Kerl. Von hier raus kann ich noch mal kurz nach Hause telefonieren. Meine Frau ist nicht da – so spreche ich ein paar Minuten mit meiner ältesten Tochter Inga. Es ist schon beruhigend zu wissen, dass auch zuhause alles ok. ist. 

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Durch Rhodondendron Wälder und über den Lamjura Pass (3.530 m) laufen wir nach Namche Bazaar.

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Von Namche aus folgen wir dem üblichen Weg. Station machen wir u.a. in Tengboche, Dingboche und Pangboche. Hier treffe ich auch Maria, eine Schweizerin, die schon seit Jahren in Amerika lebt. Sie hat sich für 65.000 Dollar (!!) in eine Everest Expedition eingekauft. 

Ach ja, eine tolle Sache ist uns noch in Namche passiert. Während ich so auf der Mauer vor der Lodge sitze und die Nachmittagsstimmung  genieße, tauchen plötzlich jede Menge Yaks auf, viele Leute, viel Gepäck. Unter den Reisenden erkenne ich mit einem mal Jamling Norgay und Peter Hillary. Sie sind auf dem Weg zur Sagarmatha. Im Auftrag des National Geographic Magazin planen sie eine Besteigung des Everest anlässlich des 50. Jahrestages der Erstbesteigung (29. Mai 1953). So kommt es, dass wir ein paar Tage mit den beiden Berühmtheiten zusammenlaufen und uns auch noch ab und an mit ihnen unterhalten können.

Immer am Dudh - Kosi, dem "Milchfluss" entlang.

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Wir unternehmen einen Abstecher nach Chukhung. Von dort aus soll es auf den Chukung Ri gehen. Morgens werde ich wach und denke: Das kann doch nicht wahr sein! Mein rechtes Knie ist total geschwollen und schmerzt. Erst im Frühjahr des vergangenen Jahres (also 2001) musste ich mich einer Knieoperation unterziehen. Durch einen total doofen Unfall, beim Tragen meines Wildwasserbootes bin ich mit lehmverschmierten Schuhen auf einer Baumwurzel ausgerutscht und habe mir das "Knie weggehauen" (Bänderriss, Meniskusriss).

   
Lodges unterwegs. Überall werden wir freundlichst aufgenommen.

Das war’s dann also. Das Laufen tut höllisch weh, eine kühlende Bandage hilft auch nicht viel – ich muss passen. Kein Chukung Ri und auch kein Everest Base – Camp. 

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Unterwegs im Himalaya. Der Nagartsangh-Peak ist immerhin schon über 5.000m hoch!

Ich steige mit einem Porter ab. Und genau diese Zeit, diese 4 Tage, die ich alleine im Khumbu unterwegs war, war mit die schönste Zeit, die ich je in Nepal verbracht habe. Kein Gruppendruck, kein Gehabe von XY, der mir mittlerweile gehörig auf die Nerven geht, kein "wir müssen über alles reden". Ich bin alleine und das ist gut so. Nur so kann ich die fantastische Bergwelt, die Ausstrahlung des Landes und der Einwohner wirklich erleben. 

In Namche warte ich dann auf die Gruppe.
Wir gönnen uns noch einen Tag der Ruhe und steigen dann ab nach Lukla. 

10.04.2002
Wir sind zurück in Kathmandu. Noch haben wir zwei Tage Zeit die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu genießen.
Am 12.04. geht es wieder in Richtung Heimat.

Schon auf dem Rückflug ist mir klar, dass ich unheilbar mit dem Nepal-Virus infiziert bin.

Pheri bhetaaula Nepal – Auf Wiedersehen in Nepal


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