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Khumbu - Trekking 2005
14.10. - 04.11. 2005
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[ohne Bilder] downloaden
Nach meiner ersten Reise in das faszinierende
Hindukönigreich Nepal stand meine Entscheidung schon in Nepal fest!
Ich komme wieder! Na ja, die Umsetzung war dann doch nicht ganz so
einfach.
Als 4-facher Vater und Ehemann hab ich ja nun auch noch andere
Pflichten.
Familie geht vor!
Immer! Auch was Nepal angeht.
Wie dem auch sei, die Entscheidung ist schon mal "die halbe Miete"
und mit der gefallenen Entscheidung fing auch schon - kaum hatte ich
wieder deutschen Boden unter den Füssen - die Vorfreude an.
Mit den allerersten Planungen konnte sofort begonnen werden - vor
allen Dingen musste ich aber erst einmal das Geld für eine weitere
Nepalreise verdienen.
Was die Familie dazu sagt will die geneigte Leserin / der geneigte
Leser wissen - das "Familienoberhaupt" fährt alleine nach Nepal und
lässt die Lieben zuhause allein?
Ja, das mache ich. In Absprache und mit "Erlaubnis" meiner besseren
Hälfte und der Kinder.
Mit Hilfe von Klaus Töpfer
HIMATREK DEUTSCHLAND und Govinda Poudel
HIMATREK INTERNATIONAL wurden dann die Planungen Ende 2004 /
Anfang 2005 konkret.
Das Ziel war klar, es sollte wieder in das Khumbu Gebiet gehen.
Am 14.10.2005 startete die Maschine der Gulf-Air vom Frankfurter
Flughafen. Via Bharain, via Abu Dhabi landete ich am 15.10. um 15.45
Uhr auf dem Tribhuvan International Airport in Kathmandu.
Prasanta, Mitarbeiter und Schwager von HIMATREK Chef Govinda holte
mich am Flughafen ab.
Ich war endlich wieder in Kathmandu.
Das übliche Programm lief an. Ab ins Hotel (Vaishali / Thamel).
Eine kleine Erfrischungsdusche musste sein und dann ab ins Getümmel
von Thamel.
Boudhanath wollte ich unbedingt wieder sehen, auch Patan und
Pashupatinath. Und so saß ich dann am 16.10. gemütlich, zufrieden
und glücklich auf der Dachterrasse des "Stupa- View" genoss die
Nachmittagssonne und den den Ausblick auf Buddhas Augen. Die
Wettergötter waren mir wohl gestimmt. Oberhalb der Dunstglocke von
Kathmandu strecken die Himalaya-Riesen ihre weißen Häupter
kraftstrotzend in den Himmel.
Was für ein Anblick!
Am 18.10. - Klaus
und Dorlis waren mittlerweile aus Lumbini eingetroffen, flogen Klaus
und ich nach Lukla.
Dorlis, Klaus Frau flog weiter nach Pokhara und genoss dort ein paar
Tage.
Von nun an war ich also mit Klaus Töpfer unterwegs. Wir kannten uns
schon aus Deutschland (er wohnt in Gelsenkirchen, ich in Essen) und
so wussten wir, dass wir uns auf den anderen verlassen konnten. 40
Minuten brauchte die Maschine der Shangri-La Airlines um uns nach
Lukla zu bringen. Ich war endlich wieder im Khumbu!
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Die
Trekkingstationen:
Lukla – Phakding: 2840m – 2610m
Die Kalar Pathar Lodge in Phakding ist ok. Gutes Essen, gute Zimmer. Es
empfiehlt sich ein Aufstieg zum Kloster, gelegen oberhalb von Phakding. 285
HM. Gehzeit von Lukla 3,75 Stunden, davon 0,75 Std. Pause. Die neue
Hängebrücke ist endlich fertig.
Den mühsamen Umweg durch den
Rhododendren-Wald kann man sich nun sparen.
Pahkding
-
Namche 2610m – 3440m
Gehzeit 8 Stunden, davon 2 Stunden Pause
Teepause in Jorsale.
Die Lodge "Hotel" Norling ist sehr neu und unbedingt zu empfehlen.
Freundliche Leute, tibetischen Ursprungs, sehr sauber, sehr schön. 3 Etagig.
3 geflieste (!!) Toilettenräume, davon einer mit Dusche. Etwas oberhalb
links der "Einkaufsmeile" von Namche gelegen. Man befindet sich also nicht
mitten im Getümmel. In Namche selbst Telefon und Internet möglich
(Internet 20 NRPS pro Minute). Da es sich bei dem Telefon um ein
Sattelitentelefon handelt, ist mein Rat, es nur im Notfall zu benutzen. Ich
hab's einmal ausprobiert und bereut. Sehr schlechte Verbindung, sehr teuer
(wenn ich mich richtig erinnere hab ich 250 Rupies pro Minute gezahlt!!).
Ansonsten ist Namche ja immer Reise wert. Der übliche Handel, die üblichen
Yaks und Dschogpas die nicht dahin wollen wo der Treiber sie haben will. Ein
lustiges und buntes Durcheinander. Ach ja, auch Wäsche waschen lassen (Laundry
– Service) ist in Namche möglich. Einzig die am Ortsrand Handel treibenden
Tibeter (Khampas) schienen unzufrieden zu sein. Auf mich machten sie einen
relativ gleichgültigen Eindruck. Ich spreche hier bewusst nicht von
„Verwahrlosung“. Meiner Beobachtung nach, fehlt aber nicht viel….
Um so trauriger, wenn man die stolze Vergangenheit der
"tibetischen Krieger"
der Khampas bedenkt.
Der Tag
nach dem recht anstrengenden Aufstieg von Phakding nach Namche empfiehlt
sich als
Ausruh – und Akklimatisationstag – wie der Nepalreisende weiß.
Ein Ausflug zum Everest – View Point tut Not. Es sind zwei Wege möglich: Der
Anstrengende rechts herum, steiler Anstieg, vorbei am Sherpa – Museum. Oder
der nicht ganz so Anstrengende, vorbei am Kloster und dann in kleinen
Serpentinen hinauf zur Landebahn von Syangboche. Von dort aus mehr oder
weniger weiter geradeaus bis zum Everest View Point.
Ob man in
das Everest View Hotel hinein muss oder nicht, muss jeder für sich selbst
entscheiden. Ich habe mich überreden lassen und es bereut. Es fehlt nicht
viel und es geht dort zu wie auf der Plattform der Zugspitze. Au weia. Die
neuesten und besten Sonnenbrillen werden zur Schau getragen, das "Everest" –
Bier fließt in Strömen, die Fotoapparate klicken und, und, und… Na ja, wie
gesagt – jeder muss es selbst wissen. Ein paar Meter weiter kann man sich
mitten in die Natur setzen, hat alle Ruhe der Welt und kann die Sagarmatha,
den Lohtse und die Ama Dablam in Ruhe bewundern. Wer mag, dankt seinem Gott
das er hier sein darf.
Dann -
nach der Rückkehr von unserem Akklimatisationsspaziergang (das ist mal ein
gutes Wort für Scrabble..:)) Regen, Regen, Regen!! Verdutzt schauen wir aus
der Lodge. Es regnete so sehr, dass wir die Befürchtung hatten am nächsten
Morgen nicht nach Tengboche aufbrechen zu können. Hat dann aber doch
geklappt.
Namche
– Tengboche 3440m – 3860m
Wegstrecke: ca. 7 Stunden; Teepause in Sanasa
Rara – Noodlesoup in Phunki Tenga.
Es ist ein wunderschöner Höhenweg der von Namche – der "Hauptstadt" der
Sherpas zum "Naturmandala" Tengboche führt. Unterwegs gleiten die Blicke
immer wieder hinauf zu den Eisriesen: Thamserku, Ama Dablam und in die
Südwand des Lhotse. Auch kann man den einen oder anderen Blick auf den
Sagarmatha (tibetisch: Chomolongma) erhaschen – so es denn die Wettergötter
erlauben. Telefonieren ist in Tengboche möglich – aber teuer (300 Rps. /
Minute). Die Zimmer der Gompa – Lodge sind ok. Das Essen ließ sehr zu
wünschen übrig. Das mag an der Vielzahl der Besucher gelegen haben. Der
Kanonenofen ballerte abends wie verrückt – ich schätze mal die Temperatur
im Dining – Room auf 30 Grad. Dafür stand man dann draußen abends bei
nahezu 0 Grad in den Wolken. Die Temperatur am nächsten Morgen im Zimmer
betrug ca. 9 Grad – das lässt sich ertragen.
Als die Sonne aufging hatte es
ca. 5 Grad draußen.
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Das
nächste Etappenziel war Pheriche.
Tengboche – Pheriche 3860m – 4240m
Gestartet sind wir in Tengboche um 8.20 Uhr. Bis Pangboche (Superblick auf
die Ama Dablam) braucht es ca. 1,75 Stunden. Um 12.10 Uhr dann Teepause in
Shomare (4040m). Ankunft in Pheriche um 14.45 Uhr (4240m). Neben dem
Superblick auf die Ama Dablam (Mutter des Amuletts) gelingen immer wieder
gute Aufnahmen vom Taboche. Heute wird unser Weg von vielen Mani – Steinen
und ebenso vielen Mani – Mauern gesäumt.
Dann in Pheriche – Station in der Pumori – Lodge.
Auch diese Lodge ist ok. Hier werden wir – aus akklimatisationstechnischen
Gründen – für zwei Tage sein. Ein Besuch im Krankenhaus von Pheriche ist
obligatorisch. Sehr lobenswert der Einsatz der (z.Zt.) amerikanischen Ärzte,
die jeden Abend die Lodges in Pheriche aufsuchen und Reisende nach Problemen
mit der Höhenkrankheit fragen. Dann abends in Pheriche! Klaus hat von
zuhause Schinkenspeck mitgebracht! Was für ein Fest!! Glücklich und
zufrieden sitzen wir im Dining – Room und verspeisen genüsslich die
Delikatesse aus Deutschland.
Die Temperatur im Zimmer am Morgen: 2 Grad. Gefroren habe ich nicht – mein
Schlafsack hat mir schon bei wesentlich niedrigeren Temperaturen sehr gute
Dienste geleistet. Nur das "rauspellen" aus der warmen Hülle fällt dann
doch ein wenig schwer.
Wir nähern uns nun der tibetischen Hochebene. Die Ausläufer haben wir ja
schon vor unserer Haustür. Die Farben braun und grau überwiegen nun. Und
natürlich das gleißende Weiß der Gipfel. Am Vormittag des zweiten Tages
unternehmen wir dann noch einen ausgedehnten Spaziergang rüber nach Dingboche. An der kleinen Stupa oben am Kamm habe ich 2002 schon einmal
gestanden. Mit der Bitte an Buddha um Gesundheit und Glück lege ich für
jedes meiner Familienmitglieder einen Stein auf einen Felsblock. Es ist schön wieder hier zu sein!
Pheriche
– Dingboche 4240m – 4360m - über Dugla 4.600m
"Hotel" Family. Eine ganz neue und superschöne Lodge. Sehr große Zimmer
(mit eigener Toilette!!). Auf der anderen Talseite strotzt uns die Wand der Ama Dablam
(diesmal von der anderen Seite) entgegen. Die
großzügige
Terrasse lädt zum sitzen in der Sonne ein und wir warten auf unseren Ginger – Tee. Ja und
dann ist noch ein kleiner, persönlicher Traum in Erfüllung gegangen. Ich
sitze im Khumbu, unterhalb der Eisriesen und höre über meinen MP3 Krishna
Das. Davon habe ich zuhause geträumt.
Es ist nicht wichtig wie hoch oder wie weit du in Nepal kommst!! Das
DASEIN
ist wichtig!
Morgen steigen wir weiter ab nach Phortse.
Dingboche
– Phortse 4360m – 3810m
Die heutige Etappe war die anstrengendste. Schmaler Weg, viele Steine und
dann das Wetter – Nebel, Nebel, Nebel. Teilweise konnten wir gerade mal 20 –
30 m sehen. Von den Bergen keine Spur. Ich war froh, als wir dann in der "Namaste
– Lodge" ankamen. Hier wieder das Glücksgefühl. Du bist da. Warmer
Kanonenofen, schöne Zimmer.
Phortse
– Namche Bazaar 3810m – 3440m
Wir steigen weiter ab. Namche ist das Ziel. Unterwegs besuchen wir noch die
Stupa in Mong. Hier ist der Geburtsort eines reinkarnierten Lamas aus dem
Rongbug Kloster in Tibet. Ich spanne meine letzten Gebetsfahnen um die Stupa.
Nach mehreren Tassen Tee geht es dann weiter hinunter – unser Ziel ist
wiederum die Norling Lodge in Namche.
In Namche bleiben wir 3 volle Tage.
Relaxen, handeln, wieder relaxen, die Umgebung genießen, Hermans Kaffeeshop
besuchen und warmen Apfelstrudel essen – all das gefällt mir überaus gut!
Irgendwann muss natürlich auch das Faulenzen mal ein Ende haben.
Wir steigen weiter ab. Eine weitere Nacht in Phakding – dann geht es weiter
nach Lukla.
Bhai Govinda zaubert ein wenig und organisiert uns noch am gleichen Tag
einen Flug nach Kathmandu.
Ich erkläre daraufhin Govinda zum "Man of the
Year".
30.10. – wir sind zurück in Kathmandu
Wie schon erwähnt, wegen des defekten Generators der Klimaanlage im "Vaishali"
– beziehen wir im Gangjong Hotel in Lazimpat
unser Quartier.
Noch haben wir 4 Tage Zeit bis zum Rückflug.
Swayambunath und Bakthapur sowie ein Besuch des Hindu – Tempels im Dorf
Changu Narayan gehören
mit zu den Highlights der letzten Tage in Nepal.
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4.11. Rückflug mit der
Gulf - Air via Abu Dhabi - via Bharain nach Frankfurt
Abflug vom Tribhuvan Airport, am 4.11. morgens um 9.30 Uhr. Mir stehen 12
Stunden Aufenthalt in Abu Dhabi bevor. Das Tages - Hotelzimmer, welches die
Gulf - Air zur Verfügung stellt nutze ich nicht. Was soll ich dort auch
alleine? Im Transitbereich des Flughafens in Abu Dhabi ist natürlich
geschäftliches Treiben. Für meine Frau besorge ich noch ein arabisches
Parfüm im Duty-Free Shop. Das eine oder andere Gespräch ergibt sich immer im
Flughafen und so wird die Warterei nicht ganz so schlimm wie befürchtet.
Trotzdem hat es mir nach 12 Stunden gereicht! (Ankunft in Abu Dhabi um 12.45
Uhr;
Weiterflug nach Bharain um 0.30 Uhr)
Am 5.11.,morgens um 9.40 schließe ich meine Frau Britt und meinen jüngsten
Sohn Simeon (die anderen liegen noch zu Hause in den Betten) müde und um
viele schöne neue Erfahrungen reicher glücklich in die Arme.
Namastè Nepal -
ich komme wieder!
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