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Round the Annapurna 2006
Von den Subtropen ins ewige Eis
Bhai Tikka & Newar New Year in Kirtipur

   


19.10. Abflug von Frankfurt 
 20.10. Ankunft in Kathmandu
21.10. Auf wilden Wassern
23.10. Im Oktober feiere ich in neue Jahr! Newar New Year in Kirtipur
24.10. Feuer, Farbe, Öl; Dhal Bhat, Tanz und „Sattra“ – Bai Tikka bei Govindas Familie
25.10. Der Trek beginnt; Besi Sahar (820m)
26.10. Bahundanda (1.270m)
27.10. Chamje (1.385m)
28.10. Bargachhap (2.160m)
29.10. Chame (2.670m)
30.10. Lower Pisang ( 3.200m)
31.10. Manang (3.540m)
01.11. Manang (3.540m)
02.11. Letdar (4.200m)
03.11. High Camp Thorong La (4.900m)
04.11. Thorong La (5.416m) - Muktinath (3.800m)
05.11. Kagbeni (2.800m)
06.11. Marpha (2.670m)
07.11. Ghasa (auch Ghansa geschrieben; 2.010m)
08.11. Tatopani (1.135m)
09.11. bis 14.11. Die letzten Tage


zur Karte

Ich hätte es nicht tun sollen! Bevor der geneigte Leser nun glaubt, ich meine damit meine Reise nach Nepal, sorge ich schnell für Aufklärung! Was ich nicht hätte tun sollen, war die Tatsache, dass ich 2 Tage Urlaub vor meinem Abflug nach Nepal genommen hatte. Eigentlich waren es sogar 4 freie Tage, wenn ich das Wochenende davor mitrechne.

Die Zeit wurde lang – zu lang. Als jemand der von sich behaupten darf schon einiges an Nepal - Erfahrung zu haben, war es kein Problem sich zu entscheiden welche Ausrüstung mit muss und welche nicht. Mit anderen Worten, dass Packen der Reisetasche war innerhalb von 2 Stunden erledigt.
Natürlich war es schön die vorerst letzten Tage zusammen mit der Familie zu verbringen – aber irgendwann nahm das Reisefieber dann doch pathologischen Charakter an. Meine Familie hatte es – glaube ich – nicht leicht, mich die letzten 24 Stunden vor dem Abflug zu ertragen.

Fazit: Im nächsten Jahr höchstens einen freien Tag vor dem Abflug.
Aber soweit bin ich ja noch nicht.

19.10. Abflug von Frankfurt
Frankfurt Flughafen. Ich stehe am Schalter der Qatar Airlines und wundere mich ein wenig, dass um mich herum jede Menge Trubel ist – alle Schalter sind geöffnet – nur nicht der der Qatar – Airlines?! Ich schaue auf die Uhr. Na ja, um 13.15 soll der Flieger gehen, jetzt ist es 9.30 Uhr – vielleicht macht der Schalter erst um 10 Uhr auf? Ich warte. Als sich auch um 10.15 Uhr noch nichts tut, schaue ich mal auf mein Flugticket. Was steht da? Star – Alliance! Lufthansa – Flug! Au weia! Zwar ist der Flug bei der Qatar gebucht – geflogen wird aber – zumindest bis Doha mit der Lufthansa. Star – Alliance eben. 

Also, Reisetasche nehmen – quer durch die Halle zum Lufthansa Schalter – in die lange Schlange eingereiht – "nein ich fliege nicht nach England oder Amerika" – und in relativ kurzer Zeit bin ich dann mein Hauptgepäck los. Bis zum Boarding bleibt mir noch Zeit über mich selbst zu schmunzeln! So was! Vom Flug kann ich nichts besonders berichten. Halt doch – unterwegs kommt die Durchsage, dass wir auch noch "für eine kurze Zeit" in Bahrain zwischenlanden. Na gut.
Ich bin schon ganz in Nepal Stimmung – der "Umweg" kann mich nicht erschüttern.
Kurzer Auftankstopp in Bahrain, dann weiter nach Doha.

     
Recht kühl ist es dort im Flughafen – zwei Stunden muss ich dort auf den Anschlussflieger nach Kathmandu warten. Jetzt ein Kaffee, denke ich. Aber nix ist mit Kaffee. In Doha müsste ich in einheimischer Währung oder in Dollars zahlen. Beides habe ich nicht. Also bleibt nur ein Schluck Wasser aus dem "Trinkwasser-Brunnen". Letztes Jahr in Abu Dhabi habe ich meinen Kaffee mit einem 5 Euro Schein bezahlt und sogar Euro Silbergeld zurückbekommen – da dachte ich: Geht auch in Doha….So kann es kommen.

20.10. Ankunft in Kathmandu
Mit nur 45 Minuten Verspätung landen wir in Kasta Mandapa – so der ursprüngliche Name Kathmandus. Es ist 7.45 Uhr. Das übliche Prozedere beginnt. Mein Visum habe ich, die Embarcation – Card habe ich schon im Flieger ausgefüllt (gute Organisation der Qatar – die Cards wurden schon an Bord verteilt) – ich kann also so gut wie durchmarschieren und nachschauen ob mein Gepäck schon auf dem Band liegt.
Jawohl, auch meine Trekkingausrüstung ist auch vor Ort – alles ist schön.
Draußen wartet schon Bhai Govinda auf mich und natürlich ist auch Bhai Prasanta mit dabei.



(In Nepal wird sich in aller Regel nicht mit dem Vornamen angesprochen. Man sagt Bhai oder Dai, Bahini, Didi, Ba oder Ama. In dieser Reihenfolge heißt das: Jüngerer Bruder, Älterer Bruder, Jüngere Schwester, Ältere Schwester, Vater oder Mutter).

Die Wiedersehensfreude ist natürlich groß. Freundschaftliche Umarmungen – beide "Bhais" legen mir Blumengirlanden um den Hals. Ob des großen Trubels am Flughafen – alle wollen plötzlich meine Reisetasche tragen – verzieh ich mich schnell ins Taxi. Es ist gut wieder hier zu sein, denke ich als ich durch die quirligste Hauptstadt der Welt kutschiert werde. Govinda telefoniert schon wieder über sein Handy. Business – Man.

Nach kurzer Fahrt hält der Wagen vor dem "Hotel Manang". An einem der Enden (oder auch Anfängen, ganz wie man will) von Thamel gelegen bekomme ich abends dort nicht all zu viel mit von dem Lärm der teilweise in den "Hauptstrassen" des Touristenviertels herrscht.  

Kurz etwas frisch gemacht und schon bin ich auf dem Weg zu Govindas Büro.
Mein Bhai ist Eigentümer einer kleinen aber feinen Trekkingagentur. Ein Familienunternehmen – und ich darf behaupten, dass ich mittlerweile schon mit zur Familie gehöre. Dann im Büro der lang ersehnte "Aduwa Chiaya" zu deutsch: Ingwer Tee. Zwar koche ich mir den Tee auch regelmäßig zuhause – aber in Nepal schmeckt er mir halt doch noch besser.
Wir besprechen noch mal das Programm der nächsten 26 Tage. Zunächst geht es für 2 Tage zum Wildwasser Rafting auf den Seti – River.


Dann zurück nach Kathmandu; dort wollen wir "Laksmi-Puja" feiern, – in Kirtipur will ich das "Newar New Year" in seiner traditionellen Form erleben, Govinda hat mich zum "Bhai Tikka" nach Hause eingeladen – und dann geht’s zur Annapurna Umrundung. Trotz des umfangreichen Programms habe ich mich schnell wieder an die Lebensweise in Nepal "bistaare,bistaare" (langsam, langsam) gewöhnt und mit der nötigen inneren Ruhe genieße ich dann auch meinen ersten Tag in meiner zweiten Heimat. Nachmittags ergänze ich in Thamel für keine 14 Euro meine Ausrüstung um eine Fleece Hose – und eine ebensolche Jacke sowie eine Trinkflasche. Jacke und Hose werden mir abends in den Lodges gute Dienste leisten.

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21.10. Auf wilden Wassern
Ca. 5 Stunden dauert die Fahrt mit dem "Micro-Bus" bis Damauli unserem Startpunkt fürs Raften. Unterwegs bekomme ich eine Besonderheit der "Tihar" – Feiertage (Tihar ist das hinduistische Lichterfest, auch "Deepawali" genant und dauert 5 Tage) zu spüren. Es ist Brauch, dass die Frauen und die Jugend in den Dörfern an Feiertagen die Autos stoppen dürfen um eine Spende für das Dorf "einzutreiben". Da die Fahrt durch recht viele Dörfer geht, heißt es öfters: Rupies raus, spenden und freundlich sein. Die Spenden liegen bei 20 – 50 Rupies (ca. 30 – 60 Cent). Dafür gibt es dann auch schöne Quittungen.

  

Gegen 15 Uhr sind wir dann tatsächlich am Ziel – unter einer Brücke befindet sich unser Startpunkt. Als Wildwasserpaddler interessiert mich die Ausrüstung natürlich ganz Besonders. Mit Hilfe der Rafting – Crew sind unsere Sachen schnell in wasserdichte Säcke verpackt. Den Nachmittag verbringe ich in den Rapids des Mardi – River, der nach kurzer Zeit in den Seti – River mündet. Die Schwierigkeiten sind moderat (WW 3 – 4). An einer netten Sandbank setzen wir aus (es fängt bereits an zu dämmern) – schnell sind die Zelte aufgebaut und die Jungs um unseren Rafting - Guide Kamal bereiten ein super Abendessen. Kleine Snacks von Gemüse, Kekse und Tee machen Appetit auf mehr – das anschließende Dhal Bhaat (Reis mit Linsen, das nepalesische Nationalgericht) schmeckt nach der Paddelei ganz vorzüglich. Um 18 Uhr ist es stockdunkel; ich sitze am Lagerfeuer und bestaune den Sternenhimmel. Am gegenüberliegenden Ufer macht eine Affenbande ein Heidenradau.
Govinda, der natürlich auch mit von der Partie ist, macht sich am nächsten Morgen einen Spaß und seinem Dai eine Freude, als er mir – ganz nach alter Kolonial – Manier – einen Tee mit den Worten: "Good Morning Tea Sir" ins Zelt reicht.



Gegen 9 Uhr sind wir schon wieder auf dem Wasser. Schnell – allzu schnell vergeht die Zeit! Lunchen am Ufer, Skorpione beobachten, Schmetterlingen hinterher schauen und vergeblich darauf warten, dass sie sich fotogerecht platzieren, eine Familie mit drei kleinen Kindern ein Stückchen im Boot mitnehmen (sie wollten ca. 10 KM flussabwärts ans andere Ufer) zwischendurch immer mal wieder das Raft mit einem Eimer leerscheppen – all das wird mir noch lange in guter Erinnerung bleiben. Der Seti mündet in den Trisuli. Noch einige hundert Meter und wir sind am Ziel. Am frühen Nachmittag fahren wir, diesmal mit dem Local – Bus nach Kathmandu zurück. Pheri bhetaaula (Auf Wiedersehen) Kamal!

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23.10. Im Oktober feiere ich ins neue Jahr! 
Newar New Year in Kirtipur

60 verschiedene Ethnien gibt es in Nepal. Eine davon sind die Newar. Ihr Jahreswechsel liegt immer innerhalb der Tihar – Feiertage. In Kirtipur, etwa 30 KM nordöstlich von Kathmandu – malerisch auf einem Hügel gelegen – wird das "Newar New Year" noch auf die "alte" Art gefeiert. Mit traditioneller Musik, in traditioneller Tracht. Zusammen mit diesen liebenswerten Menschen feiern wir den Beginn des Jahres 1127. Mandalas schmücken die Straßen, alles feiert, alles tanzt. Der Buddha wird durch die Straßen getragen und immer wieder werden an den Mandalas Opfergaben niedergelegt. Irgendjemand drückt mir einen Zettel in die Hand, auf dem das Abbild eines Mannes zu sehen ist. Als sich verständnislos schaue, bedeutet mir mein Gegenüber das Konterfei des Mannes an mein T – Shirt zu heften. Richtig, jetzt sehe ich es bewusst. Mit diesem Bildnis am Hemd laufen hier alle herum.



Govinda klärt mich auf: "Das ist Sankhadhar, der Gründer Kirtipurs". Wieder etwas dazu gelernt.

Noch einige Stunden genießen wir das Treiben, welches ein Mix aus Weihnachten und Karneval zu sein scheint – dann geht es zurück nach Kathmandu. Ich schlendere noch ein wenig durch Thamel, genieße den Trubel, besuche ein paar Ladeninhaber die ich von meinen letzten Aufenthalten kenne und gönne mir am Abend ein leckeres Steak im "Helenas" – dem höchsten Restaurant im Touristenviertel.

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24.10.  Feuer, Farbe, Öl; Dhaal Bhat, Tanz und "Sattra" –
Bai Tikka bei Govindas Familie

Gegen 12.30 Uhr holen Govinda und Prasanta mich aus dem Hotel ab. Durch den Trubel von Kathmandu – alle wollen heute zu ihren Familien – erreichen wir in 15. Minuten das Haus meines Bhai.

Auch hier ist die Wiedersehens Freude groß. Vater, Schwestern, Kinder, Cousins – alle sind da. Lediglich Govindas Mutter fehlt – sie ist zum Bai Tikka zu ihrer Familie gefahren.
Süßigkeiten werden gereicht – Kuchen, der fast wie weiße Schokolade schmeckt, Brot, scharf gewürzte Erbsen und Bohnen, Bananen (Keera), Orangen (Suuntaala) und eine besondere Frucht, von der ich nicht weiß wie sie heißt. Sie sieht ein wenig aus wie ein Stechapfel. Dann Dhaal Bhat in Mengen und Lassi. Ich lasse mir alles schmecken und genieße es, in einer Großfamilie zu sein.
Das kenne ich ja zu Genüge von zuhause. Als 4-facher Vater hat man da so seine Erfahrungen.  

Bupendra, ein Cousin von Govinda meint mit einem Mal zu mir, ich solle mich mit Prasantas kleiner Tochter (23 Monate) unterhalten. Auf meine Frage warum meint er schelmisch lächelnd: "Sie lernt auch gerade Nepali".

Nach dem Essen beginnt die Zeremonie. Feuer wird um uns getragen, das vertreibt die bösen Geister, der Oberkörper, inkl. Kopf und Ohren werden mit Öl eingerieben. Prasanta hat schon die Bananenblätter vorbereitet, die für das Auftragen des Tikka auf die Stirn nötig sind.  Das Auftragen der Farbenpracht ist Sache der Frauen. Als alle "mit ihrem Tikka versorgt sind" wird zu religiöser Hindu – Musik getanzt. Ich bestaune die grazilen Bewegungen von Radhika – Govindas Frau.

Nachmittags spielen wir auf der Dachterrasse "Sattra"; Siebzehn also, ein Kartenspiel, das fast genauso wie unser "17 + 4" gespielt wird. Gegen Abend verabschiede ich mich dann von Govindas Familie. "Pheri bheataaula" bis zum nächsten Jahr. Bleibt gesund!

Auf dem Rückweg grüßt aus der Ferne die beleuchtete Stupa von Swayambunath. Morgen früh geht es los zu den Annapurnas. Noch haben wir kein Busticket. Wegen des Bai Tikka ging heute nichts!

Am Abend stelle ich fest, dass eine Schnalle meiner Sandalen gerissen ist. Also springe ich noch schnell in Thamel in einen entsprechenden Laden um mir ein paar neue "Latschen" zu besorgen.  


        

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25.10. Der Trek beginnt
Von Kathmandu nach Besi Sahar 820m
Heute also soll es losgehen zum Annapurna – Trek.
Ich wundere mich noch, dass der Taxi-Fahrer eine "4.Wheel Test Strecke" nimmt, da wird mir der Grund auch schon klar. Auf der Straße zum Busbahnhof brennen mehrere Autoreifen. Bhand! Streik also. Die letzten 500m zum Bahnhof müssen wir laufen. Vor 10 Uhr fährt heute kein Bus!
Der Hintergrund: Ein Mitglied der Maoisten ist wohl von einem Soldaten geschlagen worden – alle regen sich auf – der Verkehr wird kurzerhand lahm gelegt. Die Autoreifen stinken fürchterlich. Gott sein Dank – OM NAMAH SHIVAYA – scheint die Sonne und so kann ich mir die Wartezeit mit Tee und Keksen verkürzen. Ein Hindu – Priester (kein Sadhu!) kommt und segnet mich; ein Mantra gesungen, Tagetes ins Haar – dherai dhaanyabhaad. Shiva wird mich jetzt auf der rund 7-stündigen Fahrt (150 KM) von Kathmandu nach Besi Sahar beschützen.


 
 
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Wir sitzen im Local Bus. Es braucht eine gute dreiviertel Stunde bis wir aus Kathmandu raus sind. Einmal auf der recht guten Überlandstraße (Prithvi Highway) geht die Fahrt flott von statten. Nach einer guten Stunde halten wir an einem Rastplatz, es ist Dhaal Bhat Time. Ich habe noch keinen großen Hunger – esse ein paar Papad (frittiertes, dünnes Brot aus Weizen, gewürzt mit schwarzem Salz und schwarzem Pfeffer). Bai Govinda besorgt mir noch einen dicken und sehr leckeren Apfel und schon geht die Fahrt weiter.

Ich traue meinen Augen kaum, als ich bemerke, dass die Jungs die oben auf dem Busdach sitzen, während der doch recht schnellen Fahrt vom Dach in den Bus und wieder zurück klettern. Nepali Auto Surfen. Die deutsche Polizei hätte ihre Freude daran.

Nachmittags gegen fünf kommen wir dann in Besi Sahar an. Die Lodge ist schnell bezogen, Schlafsack aufs Bett, Rucksack auf, Tagebuch und Buch raus, Stirnlampe bereit gelegt – der Trekkingalltag hat mich wieder.

Govinda 2, der Cousin vom "großen" Govinda wird mich auf meiner Trekkingtour begleiten. Mit den beiden Govindas bespreche ich nochmals die Route. Der Erdrutsch bei Tal soll mittlerweile beseitigt sein. Wir werden sehen. Morgen laufen wir bis Bahundanda. Bis kurz vor Khudi werden mich Klaus und Govinda 1 begleiten. Dann trennen sich unsere Wege. Die Freunde starten zur Pilottour für das "Family- Trekking". 


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26.10. Bahundanda (1.270m)
8 Stunden brauche ich für den Weg von Besi Sahar nach Bahundanda. (Bahun ist ein weiterer Name für Brahma; Danda heisst soviel wie Hügel). Doch bevor wir Besi Sahar endgültig verlassen, wird mein TRC (Trekking Register Certificate) kontrolliert.

     
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Bis Khudi gehe ich mit Klaus und "dem großen Govinda" zusammen. Dann trennen sich unsere Wege. Die beiden Freunde werden die Pilottour zum "Familytrekking" gehen, welches dann neu ins Programm von HIMATREK mit ausgenommen werden soll.
Zusammen trinken wir noch eine Tasse Tee, dann sagen wir "Pheri bhetaaula". Vorbei an den ersten großen Christ-Sternen und den ersten Muli – Karawanen geht es bergauf. In der schönen Lodge in Bahundanda lässt es sich gut aushalten. Der "Aduwa-Chiaya" (Ingwer Tee) schmeckt vorzüglich.

     

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27.10. Chamje (1.385m)
Über Ghermu, Syange und Jagat steige ich heute vorbei an den typischen Reisterrassen nach Chamje.
Immer am Marsyandi – River entlang laufe ich in der ersten Tageshälfte im Schatten. In Jagat ist "Lunch – Time" angesagt, danach sind es noch einmal gute 1,5 Stunden bis zum heutigen Ziel. Das Laufen fällt heute schon wesentlich leichter – obwohl in der zweiten Tageshälfte die Sonne wieder ziemlich heiß vom Himmel brennt. Wie der Name unserer Lodge "Tibetean Hotel" vermuten lässt, haben wir nun den Einflussbereich des Buddhismus erreicht. Leider gibt es im "Hotel" keinen Strom und somit auch kein Licht auf den Zimmern. Also muss die gute alte Stirnlampe heute ihre Dienste tun. Govinda hat sich meinen MP3 ausgeliehen und hört mal wieder: "OM NAMAH SHIVAYA" von Krishna Das. Die Sohle meines linken Bergschuhs beginnt sich vorne ein wenig zu lösen. Morgen werde ich "Super Glow" kaufen um den Schaden zu reparieren.

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28.10. Bargachhap (2.160m)
Der Weg führt mich immer noch am Marsyandi entlang. Manchmal bringt der Wind vom Fluss eine kühle Brise herauf – das tut gut – denn auch heute zeigt die Sonne keine Ermüdungserscheinungen. Gegen 15 Uhr bin ich in Bargachhap. Die Lodge ist sehr abgelegen – dafür ist das Zimmer fast doppelt so groß wie normal. Der Erdrutsch bei Tal war doch noch nicht beseitigt. Arbeiter waren dabei oberhalb des Ortes eine neue Straße in den Fels zu hämmern. Da die alte Straße nicht passierbar war, müssen wir auf einer Länge von ca. 300m einen recht abenteuerlichen Weg direkt am Marsyandi lang gehen. Zunächst geht es eine aus Bambus angefertigte Leiter abwärts, dann über große Felsen wieder zurück auf den Hauptweg. Ein Fehltritt ist nicht erlaubt, ich würde unweigerlich ca. 10m tief direkt in den wild schäumenden Fluss fallen.

  

Gegen 17 Uhr messe ich 15 Grad Außentemperatur. Da werde ich den Schlafsack heute Nacht nicht wirklich richtig zu machen müssen. Ein kurzer Besuch am Kloster ist noch drin, bevor es gegen 17.45 Uhr dunkel wird. Ich umrunde das Kloster, drehe die Gebetsmühlen und denke dabei an die Lieben zuhause. Leider waren die Mönche nicht da; ich habe ein Foto vom Dalai Lama an der Klostertüre hinterlassen.
Die "Aktion Super – Glow" war übrigens ein voller Erfolg. Govinda war so freundlich und hat die Schuhe geklebt. Diese Reparatur geschah nicht ganz ohne Eigennutz. Bevor ich den Schaden an den Schuhen festgestellt hatte, habe ich meinen Bhai gefragt, ob er nach dem Trek wohl Verwendung für die Schuhe hat. Ein Strahlen ging über sein Gesicht. So hat Govinda heute quasi seine Schuhe geklebt.

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29.10. Chame (2.670m)
Bereits gestern konnte ich einen ersten Blick auf die Annapurna II (7.937m) erhaschen. Heute morgen erstrahlte der Berg in seiner ganzen Pracht während des Sonnenaufgangs. Gegen Mittag sind wir in Chame der "Hauptstadt" des Distriktes Manang. In Timang zeigt sich mir die Manaslu Range. In Koto muß ich noch einmal das Permit für den Annapurna Nationalpark (ACAP) vorzeigen. Das TRC will dort keiner mehr sehen. Die erste "Schwellenhöhe" (2.500m) ist überschritten, da ist es sinnvoll, mit einer vernünftigen Akklimatisation an zu fangen. So steigen wir am Nachmittag auf 2.910 m hoch und halten uns in dieser Höhe für ca. 1 Stunde auf. Der Weg ist nicht sonderlich schön, aber sehr steil und abenteuerlich. Govinda hat vorhin in Kathmandu angerufen und mit Prasanta telefoniert. Dort ist alles ok.
OM NAMAH SHIVAYA!

30.10. Lower Pisang (3.200m)
Heute merke ich zum 1. Mal auf meiner Tour, dass die Annapurna Runde mit zu den beliebtesten Treks in Nepal gehört. Es ist voll unterwegs. Auch eine recht große deutsche Reisegruppe fällt auf. An der Stupa bei Talekhu das übliche Touristengehabe: "Mach mal ein Foto von mir, bla bla, bla…". Ein paar Meter weiter, läuft einer in roter, kurzer Sporthose. Sonst nix. Fehlt nur noch, dass er eine leere Bierdose in die Gegend wirft. Nicht zu fassen. Warum fahren diese Leute nach Nepal? Sie haben nichts vom Land verstanden.

Unterwegs kann ich immer mal wieder Blicke auf die Annapurna II werfen. Durch lichten Tannenwald geht es - fast eben - immer weiter. In Bhratang halten wir dann unsere Mittagspause ab. Es ist fast schon ein Ritual geworden: Eine Rara – Noudle Soup und eine Cola. Dort, in Bhratang, treffe ich dann auch ein – nach eigenen Aussagen – "altes Ehepaar".

"Sie" ist 70, "Er" 72. Beide sind zum 15ten (!!) Mal in Nepal und Tibet unterwegs. Da die Frau die größeren Höhen nicht verträgt, wollen sie nur bis Manang gehen. Die beiden kommen aus Hamburg und sind mir sofort sympathisch. "Marke Knollengesicht". Man sieht, dass sie viel draußen sind.

Gegen 15 Uhr sind wir in Lower Pisang. Ich schmeiße schnell meinen Rucksack ins Lodgezimmer und trinke einen Tee. Mein Bhai scharrt schon mit den Hufen. Er will zur Akklimatisationstour aufbrechen. Also steigen wir nach Upper Pisang auf und gehen von dort aus weiter zum Kloster. Insgesamt kommen wir so auf 250 HM. Alles Vorbereitung für den Thorong La – die Schlüsselstelle auf unserer Tour.

Die "MAYA" Lodge ist rappelvoll. Franzosen und Deutsche überwiegen; an meinem Tisch sitzt ein Paar aus Griechenland. Zum ersten Mal auf der Tour sitze ich später am Kanonenofen; das Wachholderholz, mit dem der Ofen befeuert wird, verbreitet den typisch würzigen Geruch. Gestern Abend, in Chame, habe ich mir zum ersten Mal "taato pani" heißes Wasser in meine Alu-Flasche gefüllt und sie mit in den Schlafsack genommen. Heute Abend werde ich es genauso machen. Es ist so bollig warm im Dining Room, dass ich zwischendurch mal raus an die frische Luft muss. Über dem Pisang Peak scheint der Mond.

Hier in Pisang, so erzählt mir Govinda, aber auch in Manang und ebenfalls in den Ortschaften hin bis zum Pass sind die Gurung zuhause. Allerdings hat sich diese Volksgruppe mit den Flüchtlingen aus Tibet vermischt. Ein sehr dunkelhäutiger, freundlicher Menschschlag.
Neben mir am Tisch sitzt eine Gruppe von 15 Franzosen. Bei aller Liebe zu Nepal und zum Trekken. Eine Tour in einer solch großen Reisegruppe wollte ich nicht geschenkt haben.


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31.10. + 01.11. Manang (3.540m)
Es hatte heute nach Minusgrade draußen.
Das Holz des Geländers ist mit Raureif überzogen.

Unser Ziel heißt heute Manang – der letzte größere Ort vor dem Thorong La. Bis Humde geht es zunächst abermals durch Wacholderwald. Die Annapurna III grüßt, ebenfalls macht uns der Chulu East seine Aufwartung. Drehe ich mich ein wenig nach links, kann ich den Tilicho Peak bewundern. Vor Humde geht es kräftig bergan. Oben am "Topp" haben geschäfttüchtige Tibeter gleich mehrere Stände aufgebaut. "Keera kahane?, Suuntaala kahane"?, so werden wir gefragt. "Willst du Bananen essen? Willst du Mandarinen essen?". Wir entscheiden uns dann letztendlich für kleine, aber sehr leckere Äpfel. So gestärkt, geht es steil hinunter nach Humde. Am Ende des recht großen Dorfes gibt es einen Checkpoint – diesmal wird wiederum das Permit für die Annapurna Runde kontrolliert.

        
        
In 2,5 Stunden geht es via Bhraka nach Manang. Nun herrscht schon "Wüste" vor. Kein Baum, nichts Grünes ziert unseren Weg. Nur noch Staub in allen Gelb- und Brauntönen. Um unsere Akklimatisation zu fördern, werden wir auch den kompletten nächsten Tag in Manang bleiben. Heute steigen wir, nach dem obligatorischen Tee, auf 3.850m auf. Morgen wollen wir zum Fuß des Gangapurna Gletschers auf 4.200m. Richtige Akklimatisationstaktik- und Technik ist lebenswichtig!

   klicke auf die Grafiken!

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02.11. Letdar (4.200m) 
Gegen 8 Uhr in der Früh verlassen wir Manang und brechen nach Letdar auf. In Yak Kharta (4.000m) halten wir unsere Teepause ab. Kaum haben wir unsere Pause beendet, fängt es an zu schneien. Zunächst nur ein wenig, dann wirbelt die weiße Pracht doch recht stark vom Himmel. Ich hoffe sehr, dass wir ohne "großen Schnee" über den Pass kommen. Mittags gegen 2 Uhr kommen wir in Letdar an. In der Lodge ist es saukalt. Hoffentlich wird bald der Ofen angemacht. "In 48 Stunden", so denke ich, "sind wir schon in Muktinath".

  

03.11.
High Camp Thorong La (4.900m)
Zum Glück hat es heute Nacht nicht all zu viel geschneit. Aber durch den teilweise schon platt getretenen Schnee ist der Weg glatt geworden. Es gilt ein paar heikle Passagen zu überwinden – auch hier ist ein Fehltritt nicht erlaubt. Gut dass ich die Stöcke habe. Gegen 11 Uhr erreichen wir Thorong Phedi. (4.450m) Ich esse eine Kleinigkeit, trinke mehrere Tassen Tee und steige dann den langen und mühsamen Weg zum High – Camp rauf. Unterwegs fängt es wieder an zu schneien und der Weg will kein Ende nehmen. In Gedanken bin ich bei meiner Familie, insbesondere bei meiner Frau, denn sie hat heute Geburtstag. Irgendwann erreiche ich dann die High – Camp Lodge. Morgen also soll es über den Pass gehen. In Muktinath – dort "wo Shiva auf Buddha trifft" sieht die Welt dann schon wieder ganz anders aus. Ich freue mich auf ein paar Farben und darauf nicht mehr so viel Zeugs anziehen zu müssen.

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04.11. Thorong La (5.416m) – Muktinath (3.800m)
Als Sir Edmund Hillary und der Sherpa Tenzin Norgay am 29. Mai 1953 die Sagarmatha (Everest) zum 1 (?) Mail bezwungen hatten, schrieb Hillary in einer Depeche an die englische Krone: "The Bastard, we knocked him out"!.
Nun, so bezeichnet man meines Erachtens nicht den höchsten Berg der Welt.
Ich schreibe heute lieber: "Lha gyalo! Die Götter haben gesiegt!" Ich habe den Thorong La überquert!

Ich sitze auf der Dachterrasse des "Royal Mustang Hotel" in Muktinath und trinke einen Nepali Milk Tea. Gegenüber spielt jemand auf der nepalesischen Fiedel (Sarangi) – Kinder und Alte sitzen zusammen vor dem Haus. Ein Motorrad knattert durch den Ort. Das sind die ersten "Zivilisationsgeräusche" die ich seit Manang höre.
Um 6 Uhr sind wir heute morgen vom High Camp aufgebrochen und waren gegen 9.00 Uhr am Pass. Dann der lange, glatte und teilweise steinige Abstieg nach Muktinath, das wir gegen 15 Uhr erreichen.  



  

Wir hatten noch Glück mit dem Wetter! Blauer Himmel und vor allen Dingen nicht all zu viel Schnee. Teilweise war der Weg total vereist und die Absturzgefahr auf dem 50 – 60cm breiten Weg war recht hoch. Konzentriertes Gehen war angesagt.

Müde und glücklich genieße ich die Annehmlichkeiten der Lodge in Muktinath. Gegenüber im Kloster beginnt gerade die allabendliche Zeremonie.

Ich höre den Klang der großen Hörner bis hier hin. Morgen früh ist ein Besuch im Tempel geplant, dann steigen wir weiter ab nach Kagbeni.
 


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Muktinath – fast schon klingt das wie ein Zauberwort. "Wo Shiva auf Buddha trifft" – diese geniale Reportage von Dieter Glogowski hatte ich mehrmals im TV sehen können – und immer wurde dabei meine Neugier und die Vorfreude auf meinen persönlichen Besuch größer. Wie schon auf der gesamten Strecke nach dem Pass, spüre ich hier eine besondere Spiritualität. Aus jedem der 108 Wasserspeier tropft etwas Wasser auf mein lichtes Haupthaar. Dabei muss ich vorsichtig sein, denn das Wasser auf dem Boden ist zu Eis gefroren.


05.11. Kagbeni (2.800m)
Bereits um 7 Uhr morgens pilgere ich den kurzen Weg zum heiligen Tempelbezirk von Muktinath. Dieser Besuch war sicherlich – neben der Überquerung des Thorong La – ein Höhepunkt der Reise.

Auf dem Weg nach Kagbeni suche ich für ca. 1 Stunde Saligrams im Flussbett des Kali Gandaki. Govinda findet 3 oder 4 und macht sie mir zum Geschenk. Der Dhaulaghiri (8.167m) ist nun mein Begleiter und er präsentiert sich mir im schönsten Sonnenlicht.

  

Am frühen Mittag erreiche ich Kagbeni. Dieser schöne Ort ist ganz tibetisch geprägt. Hier, unterhalb von 3.000m ist es nun wieder so warm, dass ich nachts wieder im offenem Schlafsack nächtige.

06.11. Marpha (2.670m)
Bevor wir das "weiße Dorf" Marpha erreichen, passieren wir Jomosom. Hier stornieren wir die Flüge nach Pokhara. Gebucht waren sie auf den 9.11. Jetzt sind wir 3 Tage früher da als geplant und der Entschluss doch weiter zu laufen ist gefallen. Kurz unterhalb von Jomosom bekommen wir den unerbittlichen Wind zu spüren, der das Kali Gandaki Tal hinauf bläst. Dieser Wind ist übrigens auch häufig genug der Grund dafür, dass die Flüge ab Jomosom ausfallen müssen. Wie dem auch sei, wir sind ja nun zu Fuß unterwegs – aber ob des Staubes, den der Wind mitbringt, sind wir gezwungen mit einem Tuch vor dem Mund zu laufen. Marpha ist ein sehr sauberes und hübsches Dorf. Bekannt ist dieses Örtchen für seine Apfelplantagen.



Für meinen Vater, der 2003 hier Station gemacht hat, kaufe ich eine kleine Flasche "Marpha Apfel Brandy" als Mitbringsel. Na denn, Prost

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07.11. Ghasa (auch Ghansa geschrieben; 2.010m)
Via Kobang und Kokethanti laufen wir heute nach Ghasa. Noch einmal fordert mich heute der Trek, denn die letzten 1,5 Stunden sind wirklich ein Hammer. Zwar wusste ich von Govinda, das der Weg unterhalb von Kalopani schwierig werden sollte, aber das hätte ich nun doch nicht erwartet. Steine, Steine, Steine…Zwar sehen auf den Trekkingtouren viele Wege so aus, aber dieser hier hat es besonders in sich. Ich quäle mich die letzen Kilometer sehr und bin froh, als ich mir in der "National Guesthouse Lodge" die Schuhe ausziehen kann. Übrigens – bis auf das Unwetter am 20.10. in Kathmandu (wie lange ist das her!!) hatten wir heute unseren ersten Regentag!

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08.11. Tatopani (1.135m)
Das "taato pani", das heiße Wasser tut den müden Knochen und auch der Seele gut.

Das kleine Dorf Tatopani ist bekannt für seine heißen Quellen. So sitze ich nachmittags zusammen mit meinem Bhai in den Becken, direkt am Ufer des Kali Gandaki und genieße das wohlverdiente Bad.

Ein wenig wehmütig bin ich, denn heute ist – bis auf die 2,5 Stunden Fußmarsch morgen (bis Tiplyang) unser letzter Trekkingtag. Aber schlechte Laune lasse ich deswegen nicht aufkommen. Noch liegen ja Pokhara und der Phewa See, wie auch noch 3 Tage in Kathmandu vor mir. Außerdem konnte ich heute einen Blick auf die Annapurna I werfen! Abends sitze ich im "Biergarten" unserer Lodge und lasse mir wieder einmal mehrere Tassen Ginger – Tea schmecken.

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09.11. – 14.11. Die letzten Tage
Unser Trek ist zu Ende. Ich sitze wieder im Hotel in Kathmandu und schreibe diese letzen Zeilen in mein Reisetagebuch. Am 09.11. sind wir in abenteuerlicher Fahrt mit Jeep, Taxi und Bus von Tiplyang über Galeswhor nach Beni und von dort aus mit dem Local Bus nach Pokhara gefahren. Am 10.11. früh morgens stehe ich am Busbahnhof in Pokhara und komme nach rund 7stündiger Fahrt in Kathmandu an.
Noch stehen mir einige Tage zur Verfügung, die ich – obwohl ich schon mehrere Male dort gewesen bin – nutze, um Boudhanath, Pashupatinath, Swayambunath, Bakthapur und Patan meine Aufwartung zu machen.

Am Abend des 14.11. startet meine Maschine mit über 3 Stunden Verspätung nach Doha. Trotz dieses Umstandes erreiche ich den Anschlussflieger nach Frankfurt. Morgens um 7 Uhr bin ich wieder in Deutschland. Auch die Zugverbindung nach Essen klappte vorzüglich und gegen 10 Uhr konnte ich meine Frau in Essen am HBF in die Arme schließen.

In Kathmandu habe ich mir ein T – Shirt besticken lassen.
Darauf steht:
Nepal 2006
Pheri bhetaaula 2007! 

Während ich diesen Reisebericht geschrieben habe, hat Klaus mich angerufen!
Der nächste Flug ist bereits reserviert! Vom 01. – 26.10.2007 werde ich wieder in Nepal sein!
Lha gyalo!

Und last but not least…

Danke dir Govinda I und II, Prasanta, Bupendra und Rudra! In Gedanken bin ich häufig bei euch!
Wir sehen uns im nächsten Jahr!

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