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Nepals
"Mid Western" 2007
Mit Mulis zum Rara - See
und der Besuch im Bardia - Nationalpark
Den Reisebericht als pdf
[ohne Bilder] downloaden
Der Tourverlauf
30.10. Kathmandu 1.300m
Dieser Nepalurlaub fängt ja
ungewöhnlich an, denke ich so für mich, als die Maschine der Qatar
fast 40 Minuten früher als geplant auf dem Rollfeld des Tribhuvan
Airport aufsetzt. Ob das so weitergeht? Früher als geplant? In
Nepal?
Man wird sehen...
Prasanta Bhai, der ja nun wirklich nicht zu den Riesen unter den
Menschen zählt, schafft es irgendwie sich im Getümmel bemerkbar zu
machen. Großes Hallo und Namaskar! Tapalai kasto chha? Tik chha? Wie
geht es dir? Ist alles ok? Diese Fragen stellen wir uns gegenseitig
und gegenseitig können wir uns auch eine entsprechend positive
Antwort geben.
Wir
warten noch auf zwei Rumänen, die auch bei
HIMATREK gebucht haben.
Wie ich erfahre, wollen die Beiden die Annapurna - Runde über den
Thorong La gehen. (Diese Tour bin ich 2006 gegangen). Sie müssen
etwas länger als ich auf ihr Gepäck warten - die Zeit verkürzen
Prasanta und ich uns mit einer Begrüßungszigarette.
Dann - ab ins wartende Auto. Irgendwie schafft man es immer das
Gepäck nebst den Fahrgästen auf den paar Kubikmetern Fahrgastraum
unter zu bringen - 40 Minuten Fahrt im üblichen Verkehrgetümmel und
wir stehen vor unserem Hotel.
"Kantipur - die Schöne" hat mich wieder.
Die beiden Rumänen sind zum 1.Mal hier und deshalb ganz froh, als
ich sie am Abend zum Dinner ins Kasta Mandap begleite. Bei einem
leckeren Essen kann ich ihnen viele Fragen über ihren geplanten Trek
beantworten.
Anschließend noch schnell eine Mail an die Lieben
daheim geschickt - nun bin ich rechtschaffen müde - Gute Nacht. Von
meinem Hotelfenster aus kann ich die hell angestrahlte Stupa von
Swayambunath sehen. Wenn das kein gutes Zeichen ist?
31.10.Kathmandu
1.300m
Ich habe Zeit! In Nepal muss
man Zeit haben! 8.30 Uhr ist es bereits, als ich mich über das
Frühstücksbuffet im Hotel (Manang) hermache. Anschließend geht's zum
Internetladen.
Es dauert eine Zeit bis ich heraus gefunden habe, ob die Betreiber
nun aus Korea oder aus China kommen. Letzteres trifft zu.
Ich zähle insgesamt 10 PCs, von denen alle mit Messenger -
Programmen wie Yahoo, ICQ oder Windows ausgerüstet sind.
Die Lieben zuhause schreiben, dass alles ok. ist. Gut so.
Um
10.00 Uhr ist "Office - Time". Ich treffe mich dort mit Govinda -
Freund und Boss von
HIMATREK Nepal. Wir kennen uns schon eine ganze
Weile und so fällt auch diese Begrüßung überaus herzlich aus!
Es ist
schon fast wie ein Ritual. "Dai", fragt Govinda, "aduwa chiaya
piunne?" Willst du Ingwer Tee trinken? Ich lasse mich nicht zweimal
bitten und Hari (ein Mitarbeiter) brüht mir einen frischen Tee auf.
Wir wollen heute meine Visitenkarten bestellen und auch ein Besuch
beim Ringmacher ist geplant. Ich bestelle mir einen schönen
Fingerschmuck mit einer Koralle
Am Nachmittag kommt Klaus aus Bhutan zurück. Um 15 Uhr warten
Govinda und ich auf den Freund, der auch pünktlich aus dem Land des
Donnerdrachens eintrifft. Er wird von drei weiteren Kunden begleitet
- die Herrschaften haben etwas mehr Geld als ich und "logieren" im
Hotel Annapurna. Klaus wohnt auch im Manang.
Abends im "Helenas" erzählt er mir von seinen Erlebnissen. Morgen
kommt Daniel (der Schweizer) aus dem Khumbu zurück. Er wird unser
Trekking Team komplettieren.
01.11. Kathmandu
1.300m
Ich habe wunderbar geschlafen. Direkt unter meinem
Hotelfenster befindet sich die Dachterrasse eines Privathauses.
Morgens gegen 6.30 Uhr höre ich eine Frau, die dort ihre Puja zelebriert.
Das Geläut kleiner Glocken und das Rezitieren der Mantras begleitet
mich in den Tag. OM NAMAH SHIVAYA!
Die kühle Frische (12 Grad) des Kathmanduer Morgen ist erfrischend.
Etwas weiter entfernt höre ich Kindergeschrei. Es vermischt sich mit
dem Autogehupe des allmorgendlichen Verkehrs. Das Kind scheint
zornig und unzufrieden. Ich schätze mal das Alter des jungen
Zeitgenossen - oder ist es ein Mädchen? - auf ein Jahr. Überall auf
der Welt geben die Kleinen ihren Unmut über irgendwelche
Unpässlichkeiten in gleicher Weise kund. Als 4facher Vater weiß ich
wovon ich rede.
Abends sitzen wir zu viert (Klaus, Daniel, Govinda und ich) beim
Dinner. Schließlich wollen wir noch Einzelheiten unserer Tour
besprechen. Eigentlich wollten wir ja von Kathmandu nach
Siddhartanagar fliegen und von dort aus einen Abstecher nach Lumbini
machen. Govinda meint aber, dass es dort noch ziemlich heiß wäre und
macht den Vorschlag diese Abstecher an das Ende der Tour zu
verlegen. Auch gut. Ich bin flexibel und will mir keinen Stress
machen. Da die Freunde mit dieser Regelung auch einverstanden sind
wird`s so beschlossen.
02.11. -
04.11. Kathmandu 1300 - Besuch in Boudha, Pashupati und
Budhanilkantha
Die Tage in Kathmandu vergehen wie im Flug. Um uns besser kennen zu
lernen und weil es zu zweit mehr Spaß macht, besuche ich die Stupa
von Boudhanath, den Hindutempel Pashupatinath und das Budhanilkantha
Heiligtum mit Daniel zusammen. Zwar war ich schon mehrere Mals in
Boudha und Pashupati, fahre aber er immer wieder gerne dorthin. In
Boudha versorge ich mich mit meinem Jahresvorrat an Räucherstäbchen.
Kathmandu ist ziemlich voll mit
Touristen. In den Internetläden ist zeitweise kein freier Platz zu
finden.
Am 4.November gibt es auch für mich
etwas Neues zu bestaunen. Wir besuchen die große schlafende Vishnu
Figur in Budhanilkantha (Budha hat nichts mit Buddha zu tun,
Budha heißt übersetzt: alt).
Die Fahrt von Thamel dauert ca. 20 - 30
Minuten - je nach Verkehr. Budhanilkantha liegt ca. 10 KM nördlich
von Kathmandu. Eigentlich hatte ich mir die Anlage größer
vorgestellt. Die aus Stein gehauene Vishnu Figur ist 5m lang und
ruht in einem Wasserbecken, welches den
urzeitlichen Ozean symbolisiert.. Der Rundweg um das Heiligtum ist recht kurz.
Ohne anzuhalten braucht es vielleicht 3 Minuten. Mit
Fotos machen, erzählen, fragen und zuhören benötige ich dann
letztendlich eine halbe Stunde. Einige Sadhus sind vor Ort. Auf der
gegenüberliegenden Straßenseite gibt es einen Laden in dem man sich
mit Obst und Wasser versorgen kann. Der Besuch der Anlage ist
kostenfrei.

Die schwarze Figur des Vishnu Narayana
liegt schlafend auf einer siebenköpfigen Schlange. Die Hindus
glauben, dass Vishnus Schlaf endet, wenn sich das dunkle Zeitalter
der Zerstörung (Kali Yuga) dem Ende nähert. Die Figur ist aus einem
einzigen Stein gehauen. Interessanterweise ist diese Gesteinsart im
gesamten Kathmandutal nicht zu finden. So fragt man sich mit Recht,
wie denn wohl ein Stein dieser Größe und dieses Gewichtes vor ca.
1.500 Jahren nach Budhanilkantha gelangen konnte. Vishnu gilt im
Hinduismus als der Schöpfer und Bewahrer der Menschheit. Die
rituellen Waschungen der Figur durch die Priester (nicht Sadhus!)
finden morgens um 9.00 Uhr statt.
Nachmittags im Office treffe ich Rudra und Govinda II wieder. Beide
gehören auch zur großen HIMATREK - Familie. Rudra hat uns 2006
zuhause (in Essen) besucht, auch in diesem Jahr war er wieder
zusammen mit seinem Cousin Dev in old Germany. Mit Govinda II bin
ich 2006 die Annapurna - Runde gegangen. Große Wiedersehensfreude,
Austausch von Neuigkeiten, was macht die Familie, Rudra will 2008
wieder nach Deutschland kommen - viel gibt es zu erzählen und zu
lachen; wen wundert's, dass es schon dunkel ist, als ich mich wieder
auch den Weg in mein Hotel mache. Morgen fliegen wir nach Nepalgunj
und ich muss noch meine Ausrüstung zusammenpacken.
jetzt die Seite: "Mero Himatrek Paribar" besuchen
05.11. Kathmandu
1.300m - Flug nach Nepalgunj 270m
Heute also startet unser Trekkingtour; wenn wir auch "nur" bis
Nepalgunj fliegen. Govinda II, Rudra und Prasanta begleiten uns
zum Flughafen - so gehört sich das eben in einer Großfamilie. Das
Verkehrschaos ist mal wieder groß an diesem Tag, wir brauchen 50
Minuten um unser Ziel zu erreichen; letztendlich lag es aber auch
daran, dass der Taxifahrer wohl neu in seinem Gewerbe war und
schlichtweg einen falschen Weg ausgesucht hatte. Als wir am Domestic
-Airport aus dem Auto klettern bin ich recht froh. Das Einchecken
ist kein Problem.
Eigentlich sollte die kleine Maschine ja um 12.50 Uhr starten -
nepalilike rollt der Flieger der Buddha - Air aber erst um 13.30 Uhr
in seine Startposition. Wie dem auch sei, Klaus, Daniel, Govinda und
ich sitzen im Flieger und haben sogar die begehrten Sitzplätze auf
der rechten Seite bekommen. Das Wetter ist fantastisch und wir haben
einen super Blick auf das Kali Gandaki Tal und die Berge.
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nepalwelt.de
- Info
Die Flughöhe beträgt 12.500 ft. also 3.810m
Es sind ca. 250 Flugkilometer von Kathmandu nach Nepalgunj.
Der Bus muss für die gleiche Strecke ca. 450 - 480
Straßenkilometer fahren.
Die Flugzeit beträgt ca. 1 Stunde.
Geflogen sind wir mit Buddha - Air.
Nepalgunj liegt nur 7 KM von der indischen Grenze entfernt. |
Als ich in Nepalgunj aus dem Flieger
klettere und kurze Zeit später auf mein kleines Thermometer schaue,
zeigt es 38 Grad an. Nicht schlecht. Unsere Küchencrew um Karma ist
schon seit heute morgen hier. Sie hatten den Nachtbus von Kathmandu
aus genommen. Das gesamte Equipment im Flugzeug zu transportieren
wäre zu teuer geworden.
Die Ausrüstung besteht (neben unserer eigenen) aus: dem Esszelt,
einem Küchenzelt, dem Toilettenzelt, zwei x Zwei-Personenzelten, ein
x Ein - Personenzelt, der kompletten Küchenausrüstung nebst
Lebensmitteln, Tisch, Stühlen und Kocher. Nicht zu vergessen die
Liegematten, einigen Eimern und all dem was ich nun vergessen habe
auf zu schreiben. Eine ganze Menge also - und unsere Reise ähnelt
mehr einer kleinen Expedition als einem "normalen" Trekking.
In einer halsbrecherischen Fahrt düsen wir in einem Jeep vom
Flughafen, der relativ weit draußen liegt, in ca. 1. Stunde in das
"City - Center". Der Fahrer ist ein ganz junger Bursche und will uns
wohl zeigen, was er so drauf hat.
Wir
steigen im Hotel "Sneha" ab. Ein durchaus zu empfehlendes Haus mit
einem wunderschönen Garten, ja man kann fast sagen Park, direkt vor
der Haustür.

Eine Dusche! Ich brauche unbedingt eine
"Ganzkörperfrischung". Es dauert eine knappe halbe Stunde bis die
Freunde auch wieder "smelling good" sind. Schnell sind zwei Rikshaws
heran gewunken und wir lassen uns ins Zentrum kutschieren.
Die ca. 61.000 Einwohner zählende Stadt hatte unter dem diesjährigen
Monsun, der massiver als gewohnt ausfiel, besonders zu leiden. Quasi
die gesamte Stadtfläche war überflutet. So erklärt sich, dass in
diesem Jahr einige Fälle von Malaria bekannt geworden sind.
Normalerweise ist die Stadt malariafrei.
Was in der Innenstadt sofort positiv auffällt ist, dass fast keine
Autos unterwegs sind (mal von der Hautstraße die zum Flughafen führt
abgesehen). Dafür hat es aber Unmengen von Rikshaws, Pferde- und
Mulifuhrwerken und Fahrrädern (Ich habe noch nirgendwo soviel
Fahrrad Reparatur Werkstätten gesehen wie in dieser Stadt)!
Da ist
Amsterdam aber nix dagegen!
Die Menschen sind aufgeschlossen und freundlich - neugierig. Keiner
spricht mich an ob ich vielleicht Tiger-Balm oder eine Sarangi
kaufen will. Das ist ganz angenehm. Nichtsdestotrotz, werden wir als
Weiße entsprechend bestaunt und wenn wir mal stehen bleiben, schart
sich sofort eine Gruppe Kinder und Jugendlicher um uns. Die Großen
sind nicht weniger neugierig, zeigen es aber nicht so.

Neben den Hindu - Heiligtümern ist die
Stadt auch von Minaretten geprägt. In Nepalgunj sind recht viele
Muslime heimisch. Das, so erklärt uns Govinda, führt manchmal zu
Konflikten zwischen den beiden Glaubensrichtungen. Das ist ja für
Nepal eher unüblich.
Nepalgunj
- love it or hate it. Die Stadt ist ziemlich verschmutzt. Keiner
scheint hier auch nur annährend Wert auf eine "Umweltpflege" zu
legen. Wohl gibt es eine mehr oder minder gut funktionierende
Abfallentsorgung, was die Einwohner aber nicht davon abhält, ihren
Müll dort fallen zu lassen wo sie gerade stehen. Hier ist noch eine
Menge an Aufklärungsarbeit nötig.
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nepalwelt.de
- Info
Die in
Kathmandu ansässige "Non - Profit -Organisation" KEEP
versucht seit einigen Jahren auch in diesem Bereich Abhilfe zu
schaffen. Durch Workshops werden Multiplikatoren
geschult, die vor Ort für eine entsprechende
Sensibilisierung der Bevölkerung sorgen sollen.
zur KEEP Seite |
Natürlich hat die Stadt aber auch
schöne Ecken zu bieten.
Wir besuchen die "Locals - Streets" und den
Shiva - Tempel.
Tihar steht vor der Tür und so finden wir viele Stände, die alle
möglichen Dinge zum Kauf anbieten, die für die "Lakshmi Puja" und
"Bhai Tikka" benötigt werden.
mehr über Bhai Tikka lesen
mehr über
Lakshmi lesen

jetzt alle Bilder aus Nepalgunj größer ansehen
Von der Hitze recht mitgenommen, bin
ich recht froh, als wir ein Pferdefuhrwerk besteigen, das uns ins
Hotel zurück bringt.
(100 Rupees für 4 Personen; ca. 30 Min. Fahrt)
Leider können wir - ob der vielen
Moskitos die es immer noch gibt - abends nicht im Hotelpark
spazieren gehen. Allenthalben hat es in der Umgebung noch kleinere
Tümpel; Überbleibsel des Monsuns. Aber genau diese kleinen Tümpel
sind die Brutstätten für die Moskitos.
Morgen früh soll uns ein Flieger der Sita - Air nach Jumla bringen.
Hoffentlich kann dort Govinda ratz fatz die noch nötigen Porter
anheuern. Man wird sehen...
Ab Jumla werden wir wir dann für 9 Nächte im Zelt schlafen. Der
"grobe Plan" ist, am 19. oder 20. November wieder in Kathmandu zu
sein.
06.11. Nepalgunj 270m
- Jumla 2.370m - 1. Zeltübernachtung
Um 8.30 Uhr fahren wir - diesmal wieder mit dem Auto - zum
Flughafen. Um 10.30 Uhr soll unsere Maschine starten.
Aber, aber...
Leider ist die Sita - Air nicht sehr zuverlässig. Nix ist mit dem
Start um 10.30 Uhr; erst heißt es wir starten um 11.00 Uhr, dann die
Info, es geht um 14.00 Uhr los. Govinda muss des Öfteren im Sita -
Air Büro in Kathmandu anrufen, eher Bewegung in die Sache kommt.
Letztendlich geht es dann um 15.00 Uhr los. Wir haben also mehr als
5 Stunden im Flughafen verbracht. Das recht dreckige Gebäude ist
sehr gewöhnungsbedürftig. Ich bin ja einiges gewohnt, aber das was
einem hier geboten wird ist schon sehr bemerkenswert (um es höflich
aus zu drücken).
Das Auschecken ist dann wiederum kein
Problem. In Jumla hat es 20 Grad. Das ist für mein Empfinden sehr
viel angenehmer als das heiße Nepalgunj.
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nepalwelt.de
Info
Der Flug
von Nepalgunj nach Jumla (hin & zurück) kostet für Touristen
US
$ 158.
Nepalis zahlen US $ 40.
Die Flugdauer beträgt ca. 35 Minuten. |
In Jumla begrüßen uns tibetische
Gebetsfahnen.
Govinda startet sofort los - er will noch die Porter
für unseren Trek anheuern.
Da
aber morgen (07.11.) der 1. Tihar - Tag gefeiert wird, sind
schon viele Männer unterwegs zu ihren Familien. Wir finden keine
Porter und bauen erst einmal unser Lager auf einem kleinen Feld
in unmittelbarer Nähe des Flughafen auf.
Eigentlich wollten wir heute schon unsere erste Trekkingetappe
in Angriff nehmen. Als Weiße sind wir die Attraktion des Ortes.
Die Kids haben - besonders mit unsern MP3 Playern - eine Menge
Spaß.
Ein Einheimischer kommt und zeigt uns eine hässliche Wunde an
seiner Hand. Govinda leistet gerne 1. Hilfe.

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07.11. Jumla 2.370m - Daphe 3.325m - via Daphe Lagna 3.600m - 2.
Zeltübernachtung
Heute ist mein ältester Sohn
Jonas an der Schulter operiert worden. In Gedanken bin ich bei ihm
und hoffe, dass alles gut gegangen ist. Wir haben einiges vor.
Unser Ziel ist die Überquerung des Daphe Lagna, ein Pass von
immerhin 3.600m Höhe. Anschließend müssen wir noch bis Daphe
(3.525m) absteigen.
Doch was ist mit den Portern? Auch heute ist die Suche nach
geeigneten Personen fehlgeschlagen. Kurzerhand planen wir um und
mieten uns 5 Mulis. Inklusive zwei "Muli - Men". Expeditionsmäßig
sind wir nun also mit Mulis unterwegs, die unsere komplette
Ausrüstung tragen. Auch nicht schlecht.
Jumla zieht sich unglaublich in die Länge - es dauert eine ganze
Stunde, bis wir aus dem Ort raus sind.
Doch dann geht es recht schnell zur Sache. Sehr sehr steil, sehr
sehr staubig und- zumindest bis zur Mittagspause - sehr heiß.
Ich mag das Steigen in der prallen Sonne nicht sonderlich - recht
schnell bekomme ich Kopfschmerzen (trotz Sonnenschutz, den ich
natürlich trage). Der Weg den wir gehen ist durchaus mit der Etappe
von Phakding bis Syangboche (Khumbu) zu vergleichen.
Hammerhart - ich glaube, ich war kurz vor meiner Grenze.
Klaus und Daniel haben es da einfacher. Klaus kommt gerade aus
Bhutan zurück und Daniel war vor dem Trek zum Rara - See schon auf
dem Kalar Pattar. Beide haben also einen guten Vorteil. Ich lasse
mich aber nicht unterkriegen, beiße die Zähne zusammen und steige,
steige, steige....
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Dann, irgendwann, haben wir
tatsächlich die Passhöhe erreicht. Die beiden Freunde warten
schon mit Gebetsfahnen auf mich und wir machen ein "Pass -
Gipfel - Foto". Mein Gott, was bin ich geschafft. Schließlich
bin ich am 1.Trekkingtag 1.300 HM aufgestiegen. Eigentlich
zuviel - ich weiß - aber es gab keine andere Möglichkeit.
Da wir ja mit Zelten unterwegs sind, müssen wir einen Campground
finden wo es Wasser hat!
In der Mittagspause gesellt sich ein Tibeter zu uns. Ich biete
ihm eine Zigarette an, die er auch freudestrahlend nimmt. Man
kommt ins Gespräch und ich erfahre, dass der Bursche noch nicht
einmal so alt ist wie ich. 50 Lenze zählt er - das raue Leben
hat ihn so altern lassen.
Unterwegs fühle ich mich ein wenig an die Erzählungen von
Alexandra David - Neel erinnert.
Jener bemerkenswerten Frau, die ab 1903 als erste Europäerin
nach Nepal und Tibet reiste.
Da fällt mir auch noch eine kleine Anekdote über diese Frau ein:
Bevor sie im Alter von 101 (!!) Jahren in Digne (Südfrankreich)
starb, hatte sie sich mit 99 Jahren ihren Reisepass verlängern
lassen.
Vorsorglich - wie sie meinte.
Buchtipp: Alexandra David - Neel |
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Wie dem auch sei, unser Tagesziel Daphe
erreichten wir am späten Nachmittag. Eine Ansammlung von vier oder
fünf Häusern - oder soll ich besser sagen Hütten? In einer Senke
bauen wir uns Lager auf. Heute haben wir mit 3.525m schon unsere
größte Schlafhöhe erreicht. Beim Abstieg vom Pass habe ich einen
tollen Blick ins Dolpo und auch der Kajiroba streckt sein Eishaupt
durch die Wolken.
So heiß es tagsüber auch war - kaum ist die Sonne weg, wird es
empfindlich kalt. Zum Glück gibt es überall genügend totes Holz. So
ist schnell ein Feuer entfacht. Zusammen mit unserem Team
sitzen wir um das wärmende Element und freuen uns, dass wir den
ersten Trekkingtag erfolgreich hinter uns gebracht haben.
08.11. Daphe 3.525m -
Chauta 2.815m - 3. Zeltübernachtung
Die Zelte sind vereist! In der Nacht hatte es minus 8
Grad - im Zelt wohlgemerkt! Ich hatte mir eigens um die
Temperaturen
zu messen ein kleines Thermometer mitgenommen. Das Kar ist wolkenverhangen und alle warten auf die Sonne. Als die dann gegen
7.30 Uhr aufgeht und unseren Zeltgrund erreicht, nutze ich die Wärme
um meinen Schlafsack zu trocknen. Vom Kondenswasser ist er außen
immer etwas feucht. Das ist normal und hat auf die Wärmeleistung
keinen Einfluss. Ich mache mir diesbezüglich keine Sorgen.
Schon seit Sonnenaufgang sind einige Frauen auf den Hängen unterwegs
um etwas von dem spärlichen Gras zu sammeln, was dann als Futter für
Ziegen, Schafe und Mulis dient.
Auch unsere Tiere bekommen ihr Futter - die Muli-Men versorgen sie
gut. Zunächst aber stehen nur zwei der insgesamt fünf Tiere geduldig
in der Nähe unserer Zelte. Wo sind die anderen? Sie hatten sich in
der Nacht losgerissen und fanden es toll, sich den einheimischen
Mulis an zu schließen. Mit denen sind sie dann ein gutes
Stück das Tal hinauf gewandert. Es dauert fast eine Stunde, bis Hancha (das ist einer der Muli - Men) sie wieder eingefangen hat.
Chauta heißt heute unser Ziel! wir müssen auf 2.815m absteigen.
"Nepali up and
down" beginnt unser Weg, bevor wir an das heutige Knackstück -
ein Abstieg von 700 HM kommen. Die Sonne meint es wieder gut. Ich
bin schon ganz schön verbrannt. Die Götter haben aber dann ein
Einsehen - unser Weg führt nun durch recht dichten Wald und
immer wieder auch an meterhohen Marihuana - Stauden vorbei. Als
wir nachmittags unseren Lagerplatz bei Chauta erreichen sind
unsere Mulis noch nicht da. Wir nutzen die Gelegenheit und
statten dem Dorf einen Besuch ab.
Chauta ist ein sehr kleines Dorf, das vor einer immens großen
Felswand Schutz vor dem immerwährenden Wind sucht. Übrigens,
unser Weg heute ist - was die Wind- und Staubverhältnisse angeht
- durchaus mit dem Wegstück von Jomosom bis Marpha (Annapurna)
zu vergleichen.
Es dauert noch eine ganze Stunde, bis die Mulis angetrabt
kommen. Schnell sind die Zelte aufgebaut und das Lagerleben
beginnt von Neuem. Feuer entfachen, Essen kochen, die vom
Schweiß feuchte Bekleidung trocknen, das Zelt einrichten, mal
wieder die verflixte Stirnlampe suchen und und und...
Das wird nun in den nächsten Tagen zur Routine werden.
Einen besonderen Luxus genießen wir mit unserem Toilettenzelt.
Klein, aber fein. Mit einem Toilettenstuhl ausgestattet, so dass
man in gewohnt bequemer Position seine alltäglichen Geschäfte
erledigen kann. Sehr schön!
Es wird nun aber Zeit, unser komplettes Team vor zu stellen.
Insgesamt sind wir mit 11 Personen unterwegs:
Karma, unser Koch, seine Brüder Kancha, Sonam und Ang Gelu die
für den Lageraufbau verantwortlich sind plus eine Junge der
Karma in der Küche hilft Dazu kommen noch unsere beiden "Muli-Men"
die wir in Jumla angeheuert haben.
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v.l.n.r.: Kancha, Karma, Sonam, Ang Gelu |
Govinda Bhai, Klaus, Daniel und ich komplettieren das Team.
Unterwegs erzählt mir Govinda, das in dem Gebiet in dem wir uns
bewegen keine speziellen Ethnien heimisch sind. Hier leben
Chetris und etwas weiter unten im Tal auch Brahmanen.
Bislang haben wir noch keine anderen Touristen zu Gesicht
bekommen.
Auch unser Lager in Chauta liegt an einem kleinen Khola (Bach).
Er wird mich heute Abend sicherlich sanft in den Schlaf singen.
Im Zelt messe ich abends 9 Grad plus.
09.11. Mitten in der Wildnis, kurz vor Dhoti 2.480m - via Gurchi
La 3.460m - 4. Zeltübernachtung
Ein langer und harte Tag ist nun zum
Glück zu Ende.
Karma-La hat schon Kaffee und Tee gekocht. Kekse und Käse stehen auf
dem Tisch.
8.15 Uhr zeigt die Uhr, als wir morgens von Chauta in Richtung des
Gurchi La losmarschieren. Hier in diesem Landstrich Nepals sind es
nicht so sehr die hohen Berge die mich immer wieder den Fotoapparat
zücken lassen, vielmehr sind es Personen, Pflanzen, Blumen und
natürlich die Mittelgebirgslandschaft.
In einer kleinen Ansiedlung, die auf keiner Karte verzeichnet ist
und deren Namen wohl nur die Einheimischen kennen, trinken wir einen
Tee. Es ist Tihar und die Dorfjugend lässt uns nicht weiterziehen,
bevor sie uns ein kleines Tänzchen vorgeführt haben.
jetzt das Filmchen vom Tanz auf youtube ansehen.
Immer wieder treffen wir unterwegs auf Ziegenherden. Bei einer Herde
zähle ich mehr als 100 Tiere. Diese Karawane kommt aus dem Mugu -
Distrikt, der direkt an der Grenze zu Tibet liegt. Sie bringt Reis
und vor allen Dingen Salz nach Jumla.
Nach 645
HM und einigen Stunden "Arbeit" stehe ich auf der Passhöhe des
Gurchi La. Ein fantastischer Blick nach Tibet hinein ist der Lohn
der Mühen. Aber die Passhöhe markiert ja nur den halben Weg! Wir
müssen heute noch bis kurz vor Dhoti absteigen. Das bedeutet: 980 HM
runter!
Zunächst bietet "eine breite Strasse" die Möglichkeit beim Laufen
auch mal ein wenig die Augen schweifen zu lassen.
Ich habe ja schon viel gesehen in Nepal - als mir aber ein junger
Bursche entgegenkommt, der zwei Ferkel den Pass hinauf treibt ist
mein Erstaunen doch recht groß. Doch damit nicht genug! "Pig kahanee?"
fragt mich der Junge, "willst du Schwein essen"? Er will mir allen
Ernstes eines der Ferkelchen verkaufen damit ich es schlachte und
aufesse. Ich lache und lehne dankend ab. Das arme Vieh soll noch ein
bisschen leben. Allerdings: Wenn die Biester die Passhöhe erreicht
haben, werden sie wohl allen Schweinespeck verloren haben! Warum nur
packt er die Schweinchen nicht in einen Korb und trägt sie?
Man weiß es nicht.
Wie dem auch
sei, der Weg verändert sich und braucht nun wieder meine volle
Aufmerksamkeit. Ganz schmal ist er geworden - ein dünnes,
gelbbraunes Band - fast schon eine Rinne. Steine, Steine und
Staub! Es ist kein gleichmäßiges Gehen mehr möglich, jeder
Schritt muss überlegt werden. "Dust in the wind" das geniale
Stück der amerikanischen Rockband Kansas ist das Einzige was mir
dazu einfällt. Es kreist die ganze Zeit in meinem Kopf herum -
bis ich merke, dass ich das Lied schon eine ganze Weile vor mich
hinsumme.
In einer kleinen Senke halten wir die verspätete Mittagsrast.
Eine Nudelsuppe, dazu geröstetes Brot und "Hot Lemmon" geben die
nötige Kraft für den weiteren Abstieg. Noch mal werden Füße,
Oberschenkel und vor allen Dingen die Knie gefordert. Der Weg
ist nun übersät mit Herbstlaub - dass macht ihn rutschig.
10.11. Rara - See
3.10.m - Lodgeübernachtung
Wir sind am Ziel! Vor mir liegt der Rara - See! Über einen guten Weg
- diesmal hatte es nur eine "kleine" Steilstelle - wandere ich zum
größten See Nepals.
Unterwegs passieren wir eine Siedlung und sorgen mit unserem Outfit,
unserer weißen Haut und mit den Kameras mal wieder für
Aufmerksamkeit. Die Kinder haben keine Berührungsängste und kommen
in Scharen auf uns zu gerannt.
Auch die Älteren trauen sich nach einigen Minuten an uns heran.
Viele sind krank. Die hygienischen
Verhältnisse sind katastrophal. Wie uns Govinda übersetzt, klagen
viele über Augen-entzündungen, viele haben Probleme mit dem Magen,
fast alle haben eine chronische Bronchitis. Offensichtlich sind alle
der Meinung, das jeder Weiße auch automatisch ein Doktor ist und so
fragen viele nach Behandlung und Medizin. Was tun? Ich kann doch
nicht einfach Medikamente verteilen? Undenkbar.
Aber wenigstens
können wir mit Mull, Merchurochrom und Pflaster helfen. Auch hier
versorgen wir einige vereiterte Wunden. Real Nepal!
Ich denke noch darüber nach, als ich schon den Rara - See durch die
Bäume blitzen sehe. Die letzten Kilometer haben uns durch eine
Landschaft geführt, die sehr an ein Heidegebiet erinnert. Am Südufer
stehend begrüße ich das Wasser. Nach Norden geht mein Blick hinein
nach Tibet.
Es dauert noch eine halbe Stunde, dann stehe ich vor der Lodge. Eine
Lodge, wie sie auch im Khumbu oder im Annapurna Sanctuary stehen
könnte. Nur das sie nicht aus Stein, sondern aus Holz gebaut ist.
Ich kraxele die Treppe hinauf und stehe auf einem geräumigen Balkon,
der mich heute Abend bestimmt noch zum Verweilen einladen wird. Vom
Balkon aus kann ich fast den gesamten See überblicken.
Als
ich die Treppe hinaufklettere, fällt mir ein, dass ich unbedingt mal
in Erfahrung bringen muss, warum die Nepalis, die ja nun wirklich
nicht die körperlich größten Zeitgenossen sind, immer so unglaublich
hohe Treppenstufen bauen? Diese hohen Stufen sind mir Khumbu und
auch auf der Annapurna-Runde schon aufgefallen. Seltsam, seltsam.
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nepalwelt.de
- Info
Der Rara - See ist Nepals größer See. Er ist ca. 5KM lang und
hat eine maximale Breite von ca. 3KM. Die maximale Tiefe liegt
bei 167m. Ca. 300m von der Lodge entfernt beginnt der Rara
Nationalpark. Der Eintritt ist frei. Direkt am Eingang des
Nationalparkes befindet sich ein großes Armeelager. |
Heute ist Lakshmi-Puja. Aus der
Ugebung kommen einige Kinder und führen uns auch hier ein Tänzchen
vor. Beim Lehrer, der auch anwesend ist, werde ich nun endlich meine
Stifte los. Wir spenden noch jeder etwas Geld für den Ausbau der
Schule.

Die Lodgebesitzer freuen sich auch über die Abwechslung die unser
Besuch mit sich bringt und laden uns kurzerhand in ihre
Räumlichkeiten ein. Und was sehen meine Augen? Stehen da etwa einige
Cola - Flaschen im Regal? In der Tat! Ich kaufe zwei Flaschen und
genieße die Abwechslung zum "aduwa chiaya", dem Ingwer Tee, den ich
sonst meistens auf meinen Treks trinke.
Auch während unsers Aufenthaltes am See kocht Karma für uns. Als wir
abends im Esszelt sitzen - es ist schon dunkel draußen - fängt es
leise an zu schneien. Draußen in den Wäldern hören wir die Wölfe
heulen. Schaurig schön!
11.11. Irgendwo in der Wildnis kurz hinter
Murma 2.935m - 5. Zeltübernachtung
Wie man an den Höhenmetern erkennen kann, sind wir heute nicht
"geklettert". Ganz im Gegenteil. Den Sonntag verbringen bis ca. 13
Uhr am Rara-See. Etwas länger schlafen, auf dem netten Balkon
gemütlich einen Kaffee trinken, mal die Haare waschen und natürlich:
Fotos, Fotos, Fotos...
Der See zeigt sich von seiner besten Seite. Der Schnee von gestern
Abend (der auch nicht liegen geblieben ist) war wohl nur ein
"Ausrutscher". Ich erlebe einen tollen Sonnenaufgang, etwas später
leuchtet der See in tiefstem Blau.

jetzt alle Bilder vom
Rara - See ansehen
Ca. 4 KM wandere ich zusammen mit Govinda, Klaus und Daniel am Ufer
entlang. Aus dem Register in welches sich die Besucher des Parks
eintragen müssen ersehe ich, dass Klaus und ich in diesem Jahr die
ersten Deutschen am See sind. Außerdem sind wir Tourist Nummer 85
und 86. Daniel als Schweizer ist Tourist Nummer 87.
Zum Vergleich: In 2006 waren lediglich 4 Touristen am Rara-See.
Der Grund ist bekannt. Der Mid Western Nepals war (ist?) die Hochburg
der Maoisten.
12.11. irgendwo in der Wildnis; Nähe Gorosingha
3.280m - via Chuche Mara 3.802m
6. Zeltübernachtung
Wir sind früh gestartet heute morgen; früh heißt in
diesem Fall 7.50 Uhr. Das hatte einen guten Grund, denn wir müssen
den Chucke Mara Pass (3.802m) überqueren. Von diesem Pass aus hat
man einen sehr schönen Blick auf den See mit der "Tibetean
Mountain Range" im Hintergrund. Da die Fernsicht am Vormittag am
Besten ist, wollen natürlich genau um diese Zeit auf der Passhöhe
sein. Deshalb also der recht frühe Aufbruch.
Die Zelte waren wieder mal vereist heute morgen - sogar mein
Schlafsack hatte eine dünne Raureifschicht. Im Zelt messe ich minus
7 Grad. Aber es hilft nix, ich muss raus aus dem Schlafsack. Es ist
noch stockduster draußen, aber Ang Gelu kommt und bringt einen "Good
Morning Tea". Das heiße Getränk (mit reichlich Zucker) weckt die
Lebensgeister.
Drei Stunden dauert der steile Aufstieg. Das Wetter ist super und
der See leuchtet als blaues Juwel vor grünem Wald. Dahinter
Wüstenberge - braun und okerfarben, baumlos. Und dann die Eisriesen
mit bis zu 7.000m Höhe. Ich kann weit nach Tibet hineinsehen.
Was für ein Panorama! Ca. 20 Minuten
bleiben wir auf dem Scheitelpunkt des Passes. Dann wird der Wind zu
ruppig und wir wandern weiter. Knapp 800 HM sind wir raufgekraxelt,
jetzt müssen wir 600 HM wieder hinunter. Irgendein frommer Mensch
hat mitten in der Wildnis eine kleine Chörte gebaut. Ich nutze die
Gelegenheit und hänge eine meiner Gebetsfahnen an den heiligen Ort.
Für meine Herzallerliebste und die Kids.
Der Rest des Trekkingtages ist schnell erzählt. Der Abstieg
gestaltet sich unschwierig. In einer Senke - wiederum an einem Bach, wartet Karma schon mit dem Essen auf uns. Übrigens - das Aqua Mira
welches ich zum 1.Mal überhaupt mit auf eine Nepal Tour genommen
habe, habe ich nicht gebraucht.
Nachmittags
gegen 15 Uhr knistert bereits das Lagerfeuer - es ist schon
recht kalt geworden. Als Snack für zwischendurch werfen wir ein paar
kleine Kartoffeln ins Feuer. Mit etwas Salz schmecken sie herrlich.
Und siehe da!
Während wir so am Lagerfeuer sitzen, Witze machen und erzählen zieht
Kancha plötzlich seine zerfledderte Geldbörse aus seiner
Hosentasche. Was kommt zum Vorschein?
Eine "Membercard" wie Kancha ganz stolz betont - und zwar eine der
YCL - der Young Communist League!
Mit Bildchen von Pachandra drauf!
Ich bin ziemlich geplättet.
Da reisen wir also die ganze Zeit im Schutz der Maoisten?
Sachen gibt`s!
Abends im Schlafsack ziehe ich dann ein erstes Resümee. Nun ist also
das Highlight unserer Tour (obwohl ja jeder Tag seine Höhepunkte
hat) vorbei. Ich war am Rara-See. Nun, so kann ich sagen, bin ich
auf dem Rückweg nach Jumla. Dort sollten wir - wenn alles gut geht -
am 15.11. - also in 3 Tagen - wieder ankommen. Unser Flug nach Nepalgunj ist für den 16.11. gebucht und auch bestätigt. Geflogen
werden soll gegen 11 Uhr. Aber wie sagt man so schön? "Gebranntes
Kind scheut Feuer" - noch habe ich die ewige Warterei im Flughafen
von Nepalgunj in Erinnerung. Aber eigentlich gilt: Hauptsache wir
fliegen überhaupt. Ähnlich wie in Lukla und Jomosom kann uns nämlich
auch in Jumla das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen.
Wir werden sehen...
13.11. irgendwo in der
Wildnis bei Dillichaur, ca. 2 Gehstunden hinter Sinja 2.655m -
7.
Zeltübernachtung
Auch heute morgen hatte es wieder Minustemperaturen. So langsam
sehne ich mich nach unserem nächsten größeren Ziel - dem Bardia
Nationalpark. Dort hat es laut Govinda 40 Grad. Über null!
Während wir in Sinja
leckere Bratkartoffeln zum Lunch verputzen, wird direkt nebenan ein
Ziegenbock geschlachtet. Na, das tut meinem Appetit keinen Abbruch.
Nach dem Lunch laufen wir noch gemütlich zwei Stunden weiter - dann
die übliche Routine des Lageraufbaus. Mittlerweile finde ich sogar
auf Anhieb meine Stirnlampe. Und wo das Toilettenpapier in den
Tiefen meines Trekkinggepäcks liegt weiß ich auch!
Abends fängt es leise an zu regnen. Schnell sind noch ein paar
zusätzliche Plastikplanen über die Zelte gespannt. "Sicher ist
sicher" meint Govinda. "Nepali double protection". Der Regen hält
nicht lange an. Als es dunkel wird kann ich schon wieder die
Milchstraße sehen. Nachts geben die Wölfe wieder ein Konzert. Als
die fertig sind, fangen in der Ferne einige Hunde an zu bellen. Und
als die aufhören, fängt Klaus an zu schnarchen. Na toll.
Übrigens sind wir überein gekommen uns den "Ausflug" nach Lumbini
zu sparen. Wir wollen uns nicht zusätzlich Stress machen, zumal das
auch hieße noch einen Inlandsflug in Kauf zu nehmen.
Von Nepalgunj aus fahren wir in den Bardia - Nationalpark und
relaxen dort für drei Tage. Am 19.11. wollen wir dann wieder in
Kathmandu sein. So langsam freue ich mich schon wieder auf "Kantipur
- die Schöne". So langsam würde es auch Zeit meiner Familie mal
wieder ein Lebenszeichen zukommen zu lassen.
14.11. Wildnis kurz vor Jaljalachaur 3.510m
- via "nameless" Pass 3.555m - 8. Zeltübernachtung
Der letzte Pass ist "geknackt". Es war nochmals Knochenarbeit heute.
In 3 Steps - unterbrochen von ebenen Wegstrecken - habe wir auch
diesen Pass gemeistert. Der Weg führt uns durch Stechpalmenwälder
(Ilex), aber auch Birken und Tannen hat es. Eigentlich
ist der Weg ganz annehmbar, nur irgendwann macht sich natürlich die
Höhe doch wieder bemerkbar. Aber durch das ewige Auf- und Ab der
letzten Tage sind wir ja bestens akklimatisiert.
Viele Leute - alles Einheimische - sind mit uns zusammen unterwegs.
Sie kommen aus den umliegenden Ortschaften. Einige wollen vielleicht
den Healthpost in Jumla besuchen, andere müssen wohl ins Distrikt -
Office. Wer weiß? Vielleicht fliegen einige nach Nepalgunj
oder sogar nach Kathmandu.
Sie sind sehr erfreut hier in dieser Ecke Nepals auch Touristen zu
treffen.
Das ist gut für unser Land sagen sie.
Govinda hatte mittlerweile eine Möglichkeit gefunden den Akku seines
"Nepali Mountain Handy" auf zu laden.
In der "Nähe" (d.h. auf einem
unserem Camp gegenüberliegenden Berg) befindet sich ein Funkmast und
so kann ich abends kurz mit meiner ältesten Tochter telefonieren. Zu
Hause ist alles ok. Den Göttern sei Dank.
Heute, so konstatiere ich, ist unser letzter voller Trekkingtag.
Morgen sind wir in Jumla.
15.11. Jumla 2.370m -
9. und letzte Zeltübernachtung
Wen wundert's, dass wir auf 3.510m noch mal eine eiskalte Nacht
hatten? Trotz der Kälte habe ich während des gesamten Treks nie i m
Schlafsack gefroren! Ein letztes Trekkingfrühstück und schon sind
wir auf dem Weg nach Jumla. Die Landschaft erinnert mich - ehrlich -
an die Lüneburger Heide. Fehlen nur die Heidschnucken! Ich laufe nun
ein gutes Stück des Weges, den ich schon einmal vor neuen Tagen
unter den Bergstiefeln hatte. Diesmal aber hinunter! Mein Gott denke
ich - dass bist du wirklich alles hinaufgegangen? Am ersten Tag?
Unglaublich.
Am späten Vormittag kommen wir in Jumla an. Aber wie schon anfangs
erwähnt, Jumla zieht sich sehr in die Länge. Nun laufen jede Menge
Schafe, Ziegen und Mulis vor uns und es heißt noch einmal "Staub
fressen".
Govinda geht schneller - er will versuchen, ob wir vielleicht doch
heute schon fliegen können? Aber keine Chance! Viele Menschen
warten bereits am Eingang des Flughafens. Und in der Tat fliegen
dann auch vier Maschinen im Abstand von ca. 15 Minuten nach Nepalgunj. Wir müssen also bis morgen warten - macht nix - war ja so
geplant.
Ein letztes Mal gilt es das Lager auf
zu bauen. Unser Lagerfeuer ist dann abends wieder zentraler Platz
für uns und die Dorfjugend. Zusammen wird das eine oder andere
Tänzchen getanzt. Karma begleitet uns dazu auf der Madol, der
traditionellen nepalesischen Trommel.
Als die Kids anfangen sich zu wild zu
gebärden, werden sie kurzerhand von einem Erwachsenen weggescheucht.
So ist das.
Noch einmal bestaune ich das Firmament und denke an die Lieben
zuhause. Danke, dass ihr mich auch in diesem Jahr wieder habt ziehen
lassen.
Das nepalesische Gemurmel von Govinda, Karma, Kancha und Co - die
noch bis spät in der Nacht am Lagerfeuer sitzen - wiegt mich sanft
in den Schlaf.
Unser Zelttrekking zum Rara - See ist zu Ende.
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16.11. Bardia
Nationalpark; Forest Hideway Hotel & Cottage 230m
Morgens noch Minusgrad im Zelt in
Jumla, bei der Ankunft in Nepalgunj nahezu 40 Grad!
Es gab eine elendige Warterei im Flughafen in Jumla! Einige der
Einheimischen nahmen die Handgepäck Regelung wohl nicht allzu ernst.
Handgepäck wiegt aber nun mal nicht 30 KG und mehr! Viel Diskussion,
viel Geschrei! Fast drohte die Situation aus dem Ruder zu Laufen.
Erst als einige Soldaten dazu kamen, war mit einem Mal Ruhe.
Angenehm überrascht war ich, als wir nach recht kurzer Zeit schon
unsere Boardingkarten in Händen hielten, doch dann...
Die Warterei in der "Abflughalle", die mehr einem Knast glich, war
eine Zumutung. Warum nur dürfen wir die Tür nicht aufmachen um ein
wenig von dem erfrischenden Wind ab zu bekommen? Glaubt den wirklich
jemand der Verantwortlichen, dass diejenigen, die eine der heiß
ersehnten Boardingkarten ergattert hatten sich aus dem Staub machen?
Ca. 40 Personen drängen sich in dem heißen und stickigen Raum. Es
sind zwei Maschinen für Nepalgunj angekündigt. Irgendwann - nach mehr
als einer Stunde - kommt der Flieger der Sita - Air angedüst und dann
geht alles ziemlich schnell. Ratz fatz sitze ich im Flugzeug - froh
dem "Abflughallenknast" entronnen zu sein.
Der Flughafen in Lukla ist dagegen ein wahres Paradies!
Um 14.20 Uhr hebt die Maschine ab, um 15.00 Uhr bin ich in Nepalgunj.
Der Landrover, der uns in den Nationalpark bringen soll steht schon
bereit. Bevor es losgeht, verabschieden wir uns für die nächsten
drei Tage von Karma und Co. Sie werden heute den Nachtbus nach
Kathmandu nehmen.
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nepalwelt.de
- Info
Von Nepalgunj nach
Kathmandu fahren nur Local - Busses.
Abfahrtszeiten: (gelten
für Nepalgunj wie auch für Kathmandu)
Ab 14.00 Uhr stündlich bis 17.00 Uhr
Alle Busse kommen gegen 5.00 / 6.00 Uhr am Morgen des
nächsten Tages in Kathmandu, bzw. in Nepalgunj an!
Die Entfernung beträgt ca. 450 KM.
Die Fahrt kostet (für Alle) 675 Rupees.
Pro Fahrgast ist ein Stück Gepäck erlaubt.
Mehr Gepäck muss extra bezahlt werden! |
Flott geht die Fahrt über die gut
ausgebaute Straße in Richtung Westen.
Dieser Highway ist in keinster Weise mit dem Prithvi - Highway, der
von Kathmandu nach Pokhara führt zu vergleichen!
Schnurgerade und durch flaches Land zieht sich die Straße von Osten
nach Westen und so gibt es denn auch keine Autowraks im Abgrund.
Ca. 1,5 Stunden dauert die Fahrt durch ein total anderes Nepal! Kein Sagarmatha, keine Ama Dablam, kein Thorong La oder EBC. Dafür
aber andere Märchenlandschaften!
Genauso habe ich mir die Landschaften immer vorgestellt, als ich
Herman Hesses "Siddharta" gelesen habe!
Lehmbauten, Reisfelder, Wasserbüffel, Bananenstauden.

Licht wie es
nur in Asien scheint - das ganze Land atmet Zufriedenheit!
Die letzten 40 Minuten fahren wir über Schotterpisten, vorbei an
kleinen Gehöften und Kindern, die mit staunenden Augen unserem
Landrover hinterher schauen.
Unsere Unterkünfte im "Cottage" sind mehr als ok. Ein großzügig
angelegter Garten, die Hütten aus Lehm gebaut, Betten (richtige
Betten!!) mit Moskitonetzen, Strom und ein sauberes Badezimmer (weiß
gefliest!) mit Toilettentopf und Dusche!
Was braucht der Trekker mehr?
Mitten im Garten laden kleine Pagoden zum sitzen ein.
Es dauert nicht
lange bis ich dort Platz nehme und eine vorzüglich gekühlte Fanta
trinke.
Um 18 Uhr ist es dunkel. Über der Hütte steht der Mond und die Zikaden zirpen.
Unser kleiner Untermieter, ein ockerfarbender Gecko
hat sich in den letzten
zwei Stunden keinen Millimeter bewegt.
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nepalwelt.de
- Info
Von unserem Standpunkt aus sind es ca. 15 KM bis zur indischen
Grenze.
Die Entfernung von Nepalgunj zur indischen Grenze beträgt ca. 7
KM.
Von Neplgunj bis zum Forest Hideway Cottage sind es ca. 100 KM.
Vom Cottage bis Kathmandu = ca. 500 KM
Ethnische Gruppe im NP: Tharu
Distrikt: Bardia |
17.11. Bardia Nationalpark 230m
Mit stolz geschwellter Brust hat uns
Mohan-Ji (der wirklich sehr sehr zuvorkommend ist!) von seinem
Internet - Anschluss erzählt. Wir könnten ihn gerne nutzen! Nach 10
Minuten gebe ich aber entnervt auf. Connected - disconnected -
connected - disconnected - so geht das in einer Tour. Nur einmal
kann ich mich für ein paar Sekunden auf die Seit meines E-Mail
Providers einloggen und lese, dass die Bahnarbeiter in Deutschland
immer noch streiken.
Wie dem auch sei - es gibt wichtigeres im Leben - vor allen Dingen
dann, wenn man gerade im Bardia Nationalpark ist.
Unsere "Jungle-Jeep-Safari" zum Beispiel.
Vier
Stunden rumpeln wir über Urwaldwege, vorbei an Termitenhügeln,
kleinen Tümpeln und Teichen und durch Elefantengras-Steppe.
Außer ein paar Affen, einigen
Hirschen, jeder Menge Shaal - Bäumen, Scharen von Sittichen und ein
paar roten "Monsterschaben" bekommen wir aber nichts zu sehen.
Dennoch ist die Tour in Erlebnis. Undurchdringlich ist der Urwald
bereits wenige Meter vom Weg entfernt.
Mitten durch den Urwald fließt der Karnali - Fluss. Große Kies- und
Sandbänke säumen sein Ufer. Auf ihnen sehen wir zumindest die Spuren
von Tigern und Elefanten. Es gibt sie also wirklich hier.
Ein Besuch in der "Elephant Breeding Station" beendet den Tag. Für
die 8KM brauchen wir mit dem Jeep 45 Minuten.

18.11. Bardia Nationalpark 230m
7.20 Uhr morgens - Abmarsch zum "Jungle-Walk".
Noch ist es recht kühl - eine Jacke ist angesagt. Doch als die Sonne
dann ganz aufgegangen ist, wird es schnell feucht - heiß.
Wie es sich für einen Urwald gehört. Am Eingang des Nationalparks
gibt es ein Gehege für ein Nashorn. Wie ich erfahre, ist es wohl
verletzt gefunden worden. Nach dem "Aufpäppeln" wollte das Rhino
nicht mehr zurück in die Urwaldwildnis und lebt nun halb wild in der
Nähe der Menschen.
Auch heute bekommen wir keine größeren Tiere zu sehen - dafür fangen
wir uns aber beim Laufen durch das feuchte Gras ein paar nette
kleine "Jugaar" (Blutegel) ein.
Den frühen Nachmittag verbringe ich mit relaxen. Es hat viele schöne
Pflanzen im Cottage - Garten und mir gelingen ein paar ganz gute
Fotos. Um 15.30 Uhr treffen wir uns am Haupthaus - Elefantenreiten
steht auf dem Programm.
Mohan-Ji und Govinda sind nach Nepalgunj gefahren um die Flugtickets
für morgen ab zu holen. Kurz vor der Stadt streikt aber der Wagen -
sie kommen mit einem Local Bus zurück. Also müssen die Tickets
morgen abgeholt werden. Für uns heißt das, früher aufbrechen als
geplant. Das Büro der Yeti - Air liegt im Stadtzentrum von Nepalgunj.
Der Flughafen etwa eine Stunde außerhalb.
Übrigens...das Elefantenreiten war super!
|
nepalwelt.de
- Info
Der Eintritt in den
Nationalpark kostet 650 Rupees, die am Eingang zu zahlen sind.
Gleichermaßen muss man sich in einem Besucherbuch registrieren!
Normalerweise gilt der Eintritt für einen Tag. Mit ein wenig
Verhandlungsgeschick kann man das Permit aber auch noch am
zweiten oder dritten Besuchertag nutzen.
Temperaturen im Bardia Nationalpark:
Herbst / Winter: 25 - ca. 40 Grad
Sommer / Monsun: bis 50 Grad
Infos zum Forest Hideway Hotel & Cottages:
www.foresthideaway.com
Mail: info@foresthideaway.com
Unbedingt
"Moskitoschutzsalbe" mitnehmen.
Kann in Kathmandu, Pokhara oder Nepalgunj erworben werden.
Im Cottage können Akkus aufgeladen werden!
Vorzügliches Essen! Sehr nette Leute! |
jetzt alle Bilder vom Bardia Nationalpark ansehen
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19.11. Kathmandu
1.300m
Heute morgen sind wir um 10 Uhr nach Nepalgunj gefahren.
Schnell waren die Tickets aus dem Yeti - Air Büro geholt. Eine
letzte Rikshaw-Fahrt zur Autoreparatur-Werkstatt - Mohan-Ji holt
dort sein mittlerweile wieder einssatzbereites Auto ab. Von der
Rikshaw steigen wir ins Auto um und düsen zum Flughafen.
Und siehe da...
Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Die Maschine der Yeti - Air
(nie wider Sita!!) fliegt eine halbe Stunde früher als geplant!
Alle Passagiere sind da und ab geht es nach Kathmandu.
Im Flieger habe ich noch mal einen fantastischen Blick auf die
Himals.
Prasanta holt uns vom Flughafen ab. Doch oh weh, oh weh - da hatte
ich schon fast das Verkehrschaos in Kathmandu vergessen. Von
Nepalgunj fliegen wir in 50 Minuten nach Kathmandu. Vom Tribhuvan
Flughafen bis zum Hotel brauchen wir 1,5 Stunden.
Es ist noch genügend Zeit einen Internetladen zu besuchen. Es sind
einige Mails für mich da; das Wichtigste: Zu Hause ist alles ok.
OM NAMAH SHIVAYA!
Um 18.00 Uhr setzen wir unsere Füße auf die erste Treppenstufe des
Helenas.
Ein super Garlic - Steak! Das haben wir uns wahrlich verdient!
20. - 23.11.
Kathmandu 1.300m
Die letzten Tage vergehen (wie immer) im Flug.
Am 22.11. besuche ich die Newarstädte Kokana und Bungmati. Sehr zu
empfehlen.
Auch hierher verlaufen sich Touristen nur selten.
jetzt die Bilder von Kokana und Bungmti ansehen
Am 23.11. stehe ich um 16 Uhr am Schalter der Qatar - Air im
Tribhuvan Flughafen.
Pünktlich startet unsere Maschine (Klaus und ich fliegen gemeinsam
zurück) via Doha nach Frankfurt.
24.11. Frankfurt Flughafen; null Grad
Dank eines guten Rückenwindes sind wir fast eine Stunde
früher als geplant in der Heimat.
Die Bahnarbeiter streiken nicht! Gut so.
Ich habe nochmals Glück. Mein Gepäckstück ist mit das Erste was auf
dem Band liegt.
Ich erwische den Zug um kurz nach sieben Uhr.
Um 9.00 Uhr schließe ich meine Herzallerliebste in die Arme.
Ich bin wieder zuhause.
Ach ja, fast hätte ich es vergessen...
Maoisten sind wir nicht begegnet (wenn ich mal von Kancha absehe).
Gestern abend (12. Dezember) rief mich Klaus an und gab mir die
Flugtermine für 2008 durch!
Vom 02.10. bis 25.10. des nächsten Jahres werde ich wieder in Nepal
sein!
Dann soll es ins Langtang und zu den heiligen Seen von Gosainkunda
gehen!
Pheri bhetaaula Nepal 2008!
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