Am Rara-See nepalwelt.de 2007

 

 

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Nepals "Mid Western" 2007
Mit Mulis zum Rara - See und der Besuch im Bardia - Nationalpark



Der Tourverlauf

    29.10.

Abflug von Frankfurt

30.10.

Ankunft in Kathmandu

31.10.

Kathmandu

01.11.

Kathmandu

02.11.

Kathmandu - Boudhanath und Pashupatinath

03.11.

Kathmandu

04.11.

Kathmandu - Budhanilkantha

05.11.

Kathmandu - Flug nach Nepalgunj

06.11.

Nepalgunj - Flug nach Jumla

07.11.

Jumla 2.370m - Daphe 3.325m - via Daphe Lagna 3.600m

08.11.

Daphe 3.325m - Chauta 2.815m

09.11.

Chauta 2.815m - Zeltlager kurz vor Dhoti 2.480m - via Gurchi La 3.460m

10.11.

Zeltlager kurz vor Dhoti 2.480m - Lodge am Rara - See 3.010m

11.11.

Lodge am Rara - See 3.010m - Zeltlager bei Murma 2.935m

12.11.

Zeltlager bei Murma 2.935m - Zeltlager Nähe Gorosingha 3.280m - via Chucke Mara 3.802m

13.11.

Zeltlager Nähe Gorosingha 3.280m - Zeltlager Dillichaur (2 Std. hinter Sinja) 2.655m

14.11.

Zeltlager Dillichaur 2.655m - Zeltlager kurz vor Jaljalachaur 3.510m - via Pass 3.555m

15.11.

Zeltlager Jaljalachaur 3.510m - Jumla 2.370m

16.11.

Jumla 2.370m - Flug nach Nepalgunj 270m - Fahrt in der Bardia - Nationalpark 230m

17.11.

Bardia - Nationalpark 230m Forest Hideway Hotel & Cottages - Jungle Jeep Safari

18.11.

Forest Hideway Hotel & Cottages - Jungle Walk und Elefantenreiten

19.11.

Forest Hideway Hotel & Cottages - Fahrt nach Nepalgunj 270m - Flug nach Kathmandu 1.300m

20.11.

Kathmandu

21.11.

Kathmandu

22.11.

Kathmandu - Kokana und Bungmati (Newar Städte)

23.11.

Kathmandu - Rückflug nach Deutschland
     24.11. Frankfurt Flughafen - Zug nach Essen

30.10. Kathmandu 1.300m
Dieser Nepalurlaub fängt ja ungewöhnlich an, denke ich so bei mir, als die Maschine der Qatar fast 40 Minuten früher als geplant auf dem Rollfeld des Tribhuvan Airport aufsetzt. Ob das so weitergeht? Früher als geplant? In Nepal? Man wird sehen...

Prasanta Bhai, der ja nun wirklich nicht zu den Riesen unter den Menschen zählt, schafft es irgendwie sich im Getümmel bemerkbar zu machen. Großes Hallo und Namaskar! Timilai kasto chha? Tik chhaa? Wie geht es dir? Ist alles ok? Diese Fragen stellen wir uns gegenseitig und gegenseitig können wir uns auch eine entsprechend positive Antwort geben.

Wir warten noch auf zwei Rumänen, die bei der gleichen Agentur gebucht haben. Wie ich erfahre, wollen die Beiden die Annapurna - Runde über den Thorong La gehen. (Diese Tour bin ich 2006 gegangen). Sie müssen etwas länger als ich auf ihr Gepäck warten - die Zeit verkürzen Prasanta und ich uns mit einer Begrüßungszigarette.

Dann - ab ins wartende Auto. Irgendwie schafft man es immer das Gepäck nebst den Fahrgästen auf den paar Kubikmetern Fahrgastraum unter zu bringen - 40 Minuten Fahrt im üblichen Verkehrgetümmel und wir stehen vor unserem Hotel.

"Kantipur - die Schöne" hat mich wieder.

Die beiden Rumänen sind zum 1.Mal hier und deshalb ganz froh, als ich sie am Abend zum Dinner ins Kasta Mandap begleite. Bei einem leckeren Essen kann ich ihnen viele Fragen über ihren geplanten Trek beantworten.

Anschließend noch schnell eine Mail an die Lieben daheim geschickt - nun bin ich rechtschaffen müde - Gute Nacht. Von meinem Hotelfenster aus kann ich die hell angestrahlte Stupa von Swayambunath sehen. Wenn das kein gutes Zeichen ist?



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31.10.Kathmandu 1.300m
Ich habe Zeit! In Nepal muss man Zeit haben! 8.30 Uhr ist es bereits, als ich mich über das Frühstücksbuffet im Hotel hermache. Anschließend geht's zum Internetladen.

Es dauert eine Zeit bis ich heraus gefunden habe, ob die Betreiber nun aus Korea oder aus China kommen. Letzteres trifft zu. Ich zähle insgesamt 10 PCs, von denen alle mit Messenger - Programmen wie Yahoo, ICQ oder Windows ausgerüstet sind. Die Lieben zuhause schreiben, dass alles ok. ist. Gut so.

Um 10.00 Uhr ist "Office - Time". Ich treffe mich dort mit minem Freund Govinda.  Wir kennen uns schon eine ganze Weile und so fällt auch diese Begrüßung überaus herzlich aus!

Es ist schon fast wie ein Ritual. "Dai", fragt Govinda, "aduwa chiaya piunne?" Willst du Ingwer Tee trinken? Ich lasse mich nicht zweimal bitten und Hari (ein Mitarbeiter) brüht mir einen frischen Tee auf.

Wir wollen heute meine Visitenkarten bestellen und auch ein Besuch beim Ringmacher ist geplant. Ich bestelle mir einen schönen Fingerschmuck mit einer Koralle

Am Nachmittag kommt Klaus aus Bhutan zurück. Um 15 Uhr warten Govinda und ich auf den Freund, der auch pünktlich aus dem Land des Donnerdrachens eintrifft. Er wird von drei weiteren Kunden begleitet - die Herrschaften haben etwas mehr Geld als ich und "logieren" im Hotel Annapurna.

Abends im "Helenas" erzählt er mir von seinen Erlebnissen. Morgen kommt Daniel (der Schweizer) aus dem Khumbu zurück. Er wird unser Trekking Team komplettieren.

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01.11. Kathmandu 1.300m
Ich habe wunderbar geschlafen. Direkt unter meinem Hotelfenster befindet sich die Dachterrasse eines Privathauses. Morgens gegen 6.30 Uhr höre ich eine Frau, die dort ihre Puja zelebriert. Das Geläut kleiner Glocken und das Rezitieren der Mantras begleitet mich in den Tag. OM NAMAH SHIVAYA!

Die kühle Frische (12 Grad) des Kathmanduer Morgen ist erfrischend. Etwas weiter entfernt höre ich Kindergeschrei. Es vermischt sich mit dem Autogehupe des allmorgendlichen Verkehrs. Das Kind scheint zornig und unzufrieden. Ich schätze mal das Alter des jungen Zeitgenossen - oder ist es ein Mädchen? - auf ein Jahr. Überall auf der Welt geben die Kleinen ihren Unmut über irgendwelche Unpässlichkeiten in gleicher Weise kund. Als 4facher Vater weiß ich wovon ich rede.

Abends sitzen wir zu vie beim Dinner. Schließlich wollen wir noch Einzelheiten unserer Tour besprechen. Eigentlich wollten wir ja von Kathmandu nach Siddhartanagar fliegen und von dort aus einen Abstecher nach Lumbini machen. Govinda meint aber, dass es dort noch ziemlich heiß wäre und macht den Vorschlag diese Abstecher an das Ende der Tour zu verlegen. Auch gut. Ich bin flexibel und will mir keinen Stress machen. Da die Freunde mit dieser Regelung auch einverstanden sind wird`s so beschlossen.


02.11. - 04.11. Kathmandu 1300 - Besuch in Boudha, Pashupati und Budhanilkantha
Die Tage in Kathmandu vergehen wie im Flug. Um uns besser kennen zu lernen und weil es zu zweit mehr Spaß macht, besuche ich die Stupa von Boudhanath, den Hindutempel Pashupatinath und das Budhanilkantha Heiligtum mit Daniel zusammen. Zwar war ich schon mehrere Mals in Boudha und Pashupati, fahre aber er immer wieder gerne dorthin. In Boudha versorge ich mich mit meinem Jahresvorrat an Räucherstäbchen.
 

     

Kathmandu ist ziemlich voll mit Touristen. In den Internetläden ist zeitweise kein freier Platz zu finden.

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Am 4. November gibt es auch für mich etwas Neues zu bestaunen. Wir besuchen die große schlafende Vishnu Figur in Budhanilkantha (Budha hat nichts mit Buddha zu tun, Budha heißt übersetzt: alt).

Die Fahrt von Thamel dauert ca. 20 - 30 Minuten - je nach Verkehr. Budhanilkantha liegt ca. 10 KM nördlich von Kathmandu. Eigentlich hatte ich mir die Anlage größer vorgestellt. Die aus Stein gehauene Vishnu Figur ist 5m lang und ruht in einem Wasserbecken, welches den urzeitlichen Ozean symbolisiert. Der Rundweg um das Heiligtum ist recht kurz. Ohne anzuhalten braucht es vielleicht 3 Minuten. Mit Fotos machen, erzählen, fragen und zuhören benötige ich dann letztendlich eine halbe Stunde. Einige Sadhus sind vor Ort. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gibt es einen Laden in dem man sich mit Obst und Wasser versorgen kann. Der Besuch der Anlage ist kostenfrei.

        

Die schwarze Figur des Vishnu Narayana liegt schlafend auf einer siebenköpfigen Schlange. Die Hindus glauben, dass Vishnus Schlaf endet, wenn sich das dunkle Zeitalter der Zerstörung (Kali Yuga) dem Ende nähert. Die Figur ist aus einem einzigen Stein gehauen. Interessanterweise ist diese Gesteinsart im gesamten Kathmandutal nicht zu finden. So fragt man sich mit Recht, wie denn wohl ein Stein dieser Größe und dieses Gewichtes vor ca. 1.500 Jahren nach Budhanilkantha gelangen konnte. Vishnu gilt im Hinduismus als der Schöpfer und Bewahrer der Menschheit. Die rituellen Waschungen der Figur durch die Priester (nicht Sadhus!) finden morgens um 9.00 Uhr statt.

Nachmittags im Office treffe ich Rudra und Govinda II wieder. Rudra hat uns 2006 zuhause (in Essen) besucht, auch in diesem Jahr war er wieder zusammen mit seinem Cousin Dev in old Germany. Mit Govinda II bin ich 2006 die Annapurna - Runde gegangen. Große Wiedersehensfreude, Austausch von Neuigkeiten, was macht die Familie, Rudra will 2008 wieder nach Deutschland kommen - viel gibt es zu erzählen und zu lachen; wen wundert's, dass es schon dunkel ist, als ich mich wieder auch den Weg in mein Hotel mache. Morgen fliegen wir nach Nepalgunj und ich muss noch meine Ausrüstung zusammenpacken.


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05.11. Kathmandu 1.300m - Flug nach Nepalgunj 270m
Heute also startet unser Trekkingtour; wenn wir auch "nur" bis Nepalgunj fliegen. Govinda II, Rudra und Prasanta begleiten uns zum Flughafen - so gehört sich das eben in einer Großfamilie. Das Verkehrschaos ist mal wieder groß an diesem Tag, wir brauchen 50 Minuten um unser Ziel zu erreichen; letztendlich lag es aber auch daran, dass der Taxifahrer wohl neu in seinem Gewerbe war und schlichtweg einen falschen Weg ausgesucht hatte. Als wir am Domestic -Airport aus dem Auto klettern bin ich recht froh. Das Einchecken ist kein Problem.

Eigentlich sollte die kleine Maschine ja um 12.50 Uhr starten - nepalilike rollt der Flieger der Buddha - Air aber erst um 13.30 Uhr in seine Startposition. Wie dem auch sei, Klaus, Daniel, Govinda und ich sitzen im Flieger und haben sogar die begehrten Sitzplätze auf der rechten Seite bekommen. Das Wetter ist fantastisch und wir haben einen super Blick auf das Kali Gandaki Tal und die Berge.
 

 

nepalwelt.de - Info
Die Flughöhe beträgt 12.500 ft. also 3.810m
Es sind ca. 250 Flugkilometer von Kathmandu nach Nepalgunj.
Der Bus muss für die gleiche Strecke ca. 450 - 480 Straßenkilometer fahren.
Die Flugzeit beträgt ca. 1 Stunde.
Geflogen sind wir mit Buddha - Air.
Nepalgunj liegt nur 7 KM von der indischen Grenze entfernt.


Als ich in Nepalgunj aus dem Flieger klettere und kurze Zeit später auf mein kleines Thermometer schaue, zeigt es 38 Grad an. Nicht schlecht. Unsere Küchencrew um Karma ist schon seit heute morgen hier. Sie hatten den Nachtbus von Kathmandu aus genommen. Das gesamte Equipment im Flugzeug zu transportieren wäre zu teuer geworden. Die Ausrüstung besteht (neben unserer eigenen) aus: dem Esszelt, einem Küchenzelt, dem Toilettenzelt, zwei x Zwei-Personenzelten, ein x Ein - Personenzelt, der kompletten Küchenausrüstung nebst Lebensmitteln, Tisch, Stühlen und Kocher. Nicht zu vergessen die Liegematten, einigen Eimern und all dem was ich nun vergessen habe auf zu schreiben. Eine ganze Menge also - und unsere Reise ähnelt mehr einer kleinen Expedition als einem "normalen" Trekking.

In einer halsbrecherischen Fahrt düsen wir in einem Jeep vom Flughafen, der relativ weit draußen liegt, in ca. 1. Stunde in das "City - Center". Der Fahrer ist ein ganz junger Bursche und will uns wohl zeigen, was er so drauf hat.

Wir steigen im Hotel "Sneha" ab. Ein durchaus zu empfehlendes Haus mit einem wunderschönen Garten, ja man kann fast sagen Park, direkt vor der Haustür.


     

Eine Dusche! Ich brauche unbedingt eine "Ganzkörperfrischung". Es dauert eine knappe halbe Stunde bis die Freunde auch wieder "smelling good" sind. Schnell sind zwei Rikshaws heran gewunken und wir lassen uns ins Zentrum kutschieren.

Die ca. 61.000 Einwohner zählende Stadt hatte unter dem diesjährigen Monsun, der massiver als gewohnt ausfiel, besonders zu leiden. Quasi die gesamte Stadtfläche war überflutet. So erklärt sich, dass in diesem Jahr einige Fälle von Malaria bekannt geworden sind. Normalerweise ist die Stadt malariafrei.

Was in der Innenstadt sofort positiv auffällt ist, dass fast keine Autos unterwegs sind (mal von der Hautstraße die zum Flughafen führt abgesehen). Dafür hat es aber Unmengen von Rikshaws, Pferde- und Mulifuhrwerken und Fahrrädern (Ich habe noch nirgendwo soviel Fahrrad Reparatur Werkstätten gesehen wie in dieser Stadt)!
Da ist Amsterdam aber nix dagegen!

Die Menschen sind aufgeschlossen und freundlich - neugierig. Keiner spricht mich an ob ich vielleicht Tiger-Balm oder eine Sarangi kaufen will. Das ist ganz angenehm. Nichtsdestotrotz, werden wir als Weiße entsprechend bestaunt und wenn wir mal stehen bleiben, schart sich sofort eine Gruppe Kinder und Jugendlicher um uns. Die Großen sind nicht weniger neugierig, zeigen es aber nicht so.

     

Neben den Hindu - Heiligtümern ist die Stadt auch von Minaretten geprägt. In Nepalgunj sind recht viele Muslime heimisch. Das, so erklärt uns Govinda, führt manchmal zu Konflikten zwischen den beiden Glaubensrichtungen.
Das ist ja für Nepal eher unüblich.

Nepalgunj - love it or hate it. Die Stadt ist ziemlich verschmutzt. Keiner scheint hier auch nur annährend Wert auf eine "Umweltpflege" zu legen. Wohl gibt es eine mehr oder minder gut funktionierende Abfallentsorgung, was die Einwohner aber nicht davon abhält, ihren Müll dort fallen zu lassen wo sie gerade stehen. Hier ist noch eine Menge an Aufklärungsarbeit nötig.

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nepalwelt.de - Info
Die in Kathmandu ansässige "Non - Profit -Organisation" KEEP versucht seit einigen Jahren auch in diesem Bereich Abhilfe zu schaffen.

Durch Workshops werden Multiplikatoren geschult, die vor Ort für eine entsprechende Sensibilisierung der Bevölkerung sorgen sollen.

Natürlich hat die Stadt aber auch schöne Ecken zu bieten.
Wir besuchen die "Locals - Streets" und den Shiva - Tempel.
Tihar steht vor der Tür und so finden wir viele Stände, die alle möglichen Dinge zum Kauf anbieten, die für die "Lakshmi Puja" und "Bhai Tikka"  benötigt werden.

mehr über Bhai Tikka lesen
mehr über Lakshmi lesen

        

jetzt alle Bilder aus Nepalgunj größer ansehen

Von der Hitze recht mitgenommen, bin ich recht froh, als wir ein Pferdefuhrwerk besteigen, das uns ins Hotel zurück bringt. (100 Rupees für 4 Personen; ca. 30 Min. Fahrt)

Leider können wir - ob der vielen Moskitos die es immer noch gibt - abends nicht im Hotelpark spazieren gehen. Allenthalben hat es in der Umgebung noch kleinere Tümpel; Überbleibsel des Monsuns. Aber genau diese kleinen Tümpel sind die Brutstätten für die Moskitos. Morgen früh soll uns ein Flieger der Sita - Air nach Jumla bringen. Hoffentlich kann dort Govinda ratz fatz die noch nötigen Porter anheuern. Man wird sehen...

Ab Jumla werden wir wir dann für 9 Nächte im Zelt schlafen. Der "grobe Plan" ist, am 19. oder 20. November wieder in Kathmandu zu sein.

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06.11. Nepalgunj 270m - Jumla 2.370m - 1. Zeltübernachtung
Um 8.30 Uhr fahren wir - diesmal wieder mit dem Auto - zum Flughafen. Um 10.30 Uhr soll unsere Maschine starten. Aber, aber...

Leider ist die Sita - Air nicht sehr zuverlässig. Nix ist mit dem Start um 10.30 Uhr; erst heißt es wir starten um 11.00 Uhr, dann die Info, es geht um 14.00 Uhr los. Govinda muss des Öfteren im Sita - Air Büro in Kathmandu anrufen, eher Bewegung in die Sache kommt. Letztendlich geht es dann um 15.00 Uhr los. Wir haben also mehr als 5 Stunden im Flughafen verbracht. Das recht dreckige Gebäude ist sehr gewöhnungsbedürftig. Ich bin ja einiges gewohnt, aber das was einem hier geboten wird ist schon sehr bemerkenswert (um es höflich aus zu drücken).

Das Auschecken ist dann wiederum kein Problem. In Jumla hat es 20 Grad. Das ist für mein Empfinden sehr viel angenehmer als das heiße Nepalgunj.
 

nepalwelt.de Info
Der Flug von Nepalgunj nach Jumla (hin & zurück) kostet für Touristen
US $ 158. Nepalis zahlen US $ 40.
Die Flugdauer beträgt ca. 35 Minuten.

In Jumla begrüßen uns tibetische Gebetsfahnen.
Govinda startet sofort los - er will noch die Porter für unseren Trek anheuern.

Da aber morgen (07.11.) der 1. Tihar - Tag gefeiert wird, sind schon viele Männer unterwegs zu ihren Familien. Wir finden keine Porter und bauen erst einmal unser Lager auf einem kleinen Feld in unmittelbarer Nähe des Flughafen auf.
 
Eigentlich wollten wir heute schon unsere erste Trekkingetappe in Angriff nehmen. Als Weiße sind wir die Attraktion des Ortes. Die Kids haben - besonders mit unsern MP3 Playern - eine Menge Spaß.
 
Ein Einheimischer kommt und zeigt uns eine hässliche Wunde an seiner Hand. Govinda leistet gerne 1. Hilfe.

        
 

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07.11. Jumla 2.370m - Daphe 3.325m - via Daphe Lagna 3.600m - 2. Zeltübernachtung
Heute ist mein ältester Sohn Jonas an der Schulter operiert worden. In Gedanken bin ich bei ihm und hoffe, dass alles gut gegangen ist. Wir haben einiges vor. Unser Ziel ist die Überquerung des Daphe Lagna, ein Pass von immerhin 3.600m Höhe. Anschließend müssen wir noch bis Daphe (3.525m) absteigen.

Doch was ist mit den Portern? Auch heute ist die Suche nach geeigneten Personen fehlgeschlagen. Kurzerhand planen wir um und mieten uns 5 Mulis. Inklusive zwei "Muli - Men". Expeditionsmäßig sind wir nun also mit Mulis unterwegs, die unsere komplette Ausrüstung tragen. Auch nicht schlecht.

Jumla zieht sich unglaublich in die Länge - es dauert eine ganze Stunde, bis wir aus dem Ort raus sind.


Doch dann geht es recht schnell zur Sache. Sehr sehr steil, sehr sehr staubig und - zumindest bis zur Mittagspause - sehr heiß.
Ich mag das Steigen in der prallen Sonne nicht sonderlich - recht schnell bekomme ich Kopfschmerzen (trotz Sonnenschutz, den ich natürlich trage). Der Weg den wir gehen ist durchaus mit der Etappe von Phakding bis Syangboche (Khumbu) zu vergleichen. Hammerhart - ich glaube, ich war kurz vor meiner Grenze.

Klaus und Daniel haben es da einfacher. Klaus kommt gerade aus Bhutan zurück und Daniel war vor dem Trek zum Rara - See schon auf dem Kalar Pattar. Beide haben also einen guten Vorteil. Ich lasse mich aber nicht unterkriegen, beiße die Zähne zusammen und steige, steige, steige....

 




 

Dann, irgendwann, haben wir tatsächlich die Passhöhe erreicht. Die beiden Freunde warten schon mit Gebetsfahnen auf mich und wir machen ein "Pass - Gipfel - Foto". Mein Gott, was bin ich geschafft. Schließlich bin ich am 1.Trekkingtag 1.300 HM aufgestiegen. Eigentlich zuviel - ich weiß - aber es gab keine andere Möglichkeit.
Da wir ja mit Zelten unterwegs sind, müssen wir einen Campground finden wo es Wasser hat!

In der Mittagspause gesellt sich ein Tibeter zu uns. Ich biete ihm eine Zigarette an, die er auch freudestrahlend nimmt. Man kommt ins Gespräch und ich erfahre, dass der Bursche noch nicht einmal so alt ist wie ich. 50 Lenze zählt er - das raue Leben hat ihn so altern lassen.

Unterwegs fühle ich mich ein wenig an die Erzählungen von Alexandra David - Neel erinnert. Jener bemerkenswerten Frau, die ab 1903 als erste Europäerin nach Nepal und Tibet reiste.

Da fällt mir auch noch eine kleine Anekdote über diese Frau ein:
Bevor sie im Alter von 101 (!!) Jahren in Digne (Südfrankreich) starb, hatte sie sich mit 99 Jahren ihren Reisepass verlängern lassen.
Vorsorglich - wie sie meinte.
Buchtipp: Alexandra David - Neel

 

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Wie dem auch sei, unser Tagesziel Daphe erreichten wir am späten Nachmittag. Eine Ansammlung von vier oder fünf Häusern - oder soll ich besser sagen Hütten? In einer Senke bauen wir uns Lager auf. Heute haben wir mit 3.525m schon unsere größte Schlafhöhe erreicht. Beim Abstieg vom Pass habe ich einen tollen Blick ins Dolpo und auch der Kajiroba streckt sein Eishaupt durch die Wolken.
So heiß es tagsüber auch war - kaum ist die Sonne weg, wird es empfindlich kalt. Zum Glück gibt es überall genügend totes Holz. So ist schnell ein Feuer entfacht. Zusammen mit unserem Team sitzen wir um das wärmende Element und freuen uns, dass wir den ersten Trekkingtag erfolgreich hinter uns gebracht haben.

08.11. Daphe 3.525m - Chauta 2.815m - 3. Zeltübernachtung
Die Zelte sind vereist! In der Nacht hatte es minus 8 Grad - im Zelt wohlgemerkt! Ich hatte mir eigens um die
Temperaturen zu messen ein kleines Thermometer mitgenommen. Das Kar ist wolkenverhangen und alle warten auf die Sonne. Als die dann gegen 7.30 Uhr aufgeht und unseren Zeltgrund erreicht, nutze ich die Wärme um meinen Schlafsack zu trocknen. Vom Kondenswasser ist er außen immer etwas feucht. Das ist normal und hat auf die Wärmeleistung keinen Einfluss. Ich mache mir diesbezüglich keine Sorgen.






Schon seit Sonnenaufgang sind einige Frauen auf den Hängen unterwegs um etwas von dem spärlichen Gras zu sammeln, was dann als Futter für Ziegen, Schafe und Mulis dient.

Auch unsere Tiere bekommen ihr Futter - die Muli-Men versorgen sie gut. Zunächst aber stehen nur zwei der insgesamt fünf Tiere geduldig in der Nähe unserer Zelte. Wo sind die anderen? Sie hatten sich in der Nacht losgerissen und fanden es toll, sich den einheimischen Mulis an zu schließen. Mit denen sind sie dann ein gutes Stück das Tal hinauf gewandert. Es dauert fast eine Stunde, bis Hancha (das ist einer der Muli - Men) sie wieder eingefangen hat.

Chauta heißt heute unser Ziel! wir müssen auf 2.815m absteigen.

"Nepali up and down" beginnt unser Weg, bevor wir an das heutige Knackstück - ein Abstieg von 700 HM kommen. Die Sonne meint es wieder gut. Ich bin schon ganz schön verbrannt. Die Götter haben aber dann ein Einsehen - unser Weg führt nun durch recht dichten Wald und immer wieder auch an meterhohen Marihuana - Stauden vorbei. Als wir nachmittags unseren Lagerplatz bei Chauta erreichen sind unsere Mulis noch nicht da. Wir nutzen die Gelegenheit und statten dem Dorf einen Besuch ab.

Chauta ist ein sehr kleines Dorf, das vor einer immens großen Felswand Schutz vor dem immerwährenden Wind sucht. Übrigens, unser Weg heute ist - was die Wind- und Staubverhältnisse angeht - durchaus mit dem Wegstück von Jomosom bis Marpha (Annapurna) zu vergleichen.

Es dauert noch eine ganze Stunde, bis die Mulis angetrabt kommen. Schnell sind die Zelte aufgebaut und das Lagerleben beginnt von Neuem. Feuer entfachen, Essen kochen, die vom Schweiß feuchte Bekleidung trocknen, das Zelt einrichten, mal wieder die verflixte Stirnlampe suchen und und und...
Das wird nun in den nächsten Tagen zur Routine werden.

Einen besonderen Luxus genießen wir mit unserem Toilettenzelt. Klein, aber fein. Mit einem Toilettenstuhl ausgestattet, so dass man in gewohnt bequemer Position seine alltäglichen Geschäfte erledigen kann. Sehr schön!

Es wird nun aber Zeit, unser komplettes Team vor zu stellen.
Insgesamt sind wir mit 11 Personen unterwegs:
Karma, unser Koch, seine Brüder Kancha, Sonam und Ang Gelu die für den Lageraufbau verantwortlich sind plus eine Junge der Karma in der Küche hilft Dazu kommen noch unsere beiden "Muli-Men" die wir in Jumla angeheuert haben.
 


v.l.n.r.: Kancha, Karma, Sonam, Ang Gelu

Govinda Bhai, Klaus, Daniel und ich komplettieren das Team.

Unterwegs erzählt mir Govinda, das in dem Gebiet in dem wir uns bewegen keine speziellen Ethnien heimisch sind. Hier leben Chetris und etwas weiter unten im Tal auch Brahmanen.

Bislang haben wir noch keine anderen Touristen zu Gesicht bekommen.

Auch unser Lager in Chauta liegt an einem kleinen Khola (Bach). Er wird mich heute Abend sicherlich sanft in den Schlaf singen. Im Zelt messe ich abends 9 Grad plus.

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09.11. Mitten in der Wildnis, kurz vor Dhoti 2.480m - via Gurchi La 3.460m - 4. Zeltübernachtung
Ein langer und harter Tag ist nun zum Glück zu Ende.
Karma-La hat schon Kaffee und Tee gekocht. Kekse und Käse stehen auf dem Tisch.

8.15 Uhr zeigt die Uhr, als wir morgens von Chauta in Richtung des Gurchi La losmarschieren. Hier in diesem Landstrich Nepals sind es nicht so sehr die hohen Berge die mich immer wieder den Fotoapparat zücken lassen, vielmehr sind es Personen, Pflanzen, Blumen und natürlich die Mittelgebirgslandschaft.

In einer kleinen Ansiedlung, die auf keiner Karte verzeichnet ist und deren Namen wohl nur die Einheimischen kennen, trinken wir einen Tee. Es ist Tihar und die Dorfjugend lässt uns nicht weiterziehen, bevor sie uns ein kleines Tänzchen vorgeführt haben. jetzt das Filmchen vom Tanz auf youtube ansehen.

Immer wieder treffen wir unterwegs auf Ziegenherden. Bei einer Herde zähle ich mehr als 100 Tiere. Diese Karawane kommt aus dem Mugu - Distrikt, der direkt an der Grenze zu Tibet liegt. Sie bringt Reis und vor allen Dingen Salz nach Jumla.

Nach 645 HM und einigen Stunden "Arbeit" stehe ich auf der Passhöhe des Gurchi La. Ein fantastischer Blick nach Tibet hinein ist der Lohn der Mühen. Aber die Passhöhe markiert ja nur den halben Weg! Wir müssen heute noch bis kurz vor Dhoti absteigen. Das bedeutet: 980 HM runter!

Zunächst bietet "eine breite Strasse" die Möglichkeit beim Laufen auch mal ein wenig die Augen schweifen zu lassen.

Ich habe ja schon viel gesehen in Nepal - als mir aber ein junger Bursche entgegenkommt, der zwei Ferkel den Pass hinauf treibt ist mein Erstaunen doch recht groß. Doch damit nicht genug! "Pig kahanee?" fragt mich der Junge, "willst du Schwein essen"? Er will mir allen Ernstes eines der Ferkelchen verkaufen damit ich es schlachte und aufesse. Ich lache und lehne dankend ab. Das arme Vieh soll noch ein bisschen leben. Allerdings: Wenn die Biester die Passhöhe erreicht haben, werden sie wohl allen Schweinespeck verloren haben! Warum nur packt er die Schweinchen nicht in einen Korb und trägt sie?
Man weiß es nicht.

Wie dem auch sei, der Weg verändert sich und braucht nun wieder meine volle Aufmerksamkeit. Ganz schmal ist er geworden - ein dünnes, gelbbraunes Band - fast schon eine Rinne. Steine, Steine und Staub! Es ist kein gleichmäßiges Gehen mehr möglich, jeder Schritt muss überlegt werden. "Dust in the wind" das geniale Stück der amerikanischen Rockband Kansas ist das Einzige was mir dazu einfällt. Es kreist die ganze Zeit in meinem Kopf herum - bis ich merke, dass ich das Lied schon eine ganze Weile vor mich hinsumme.

In einer kleinen Senke halten wir die verspätete Mittagsrast. Eine Nudelsuppe, dazu geröstetes Brot und "Hot Lemmon" geben die nötige Kraft für den weiteren Abstieg. Noch mal werden Füße, Oberschenkel und vor allen Dingen die Knie gefordert. Der Weg ist nun übersät mit Herbstlaub - dass macht ihn rutschig.

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10.11. Rara - See 3.10.m - Lodgeübernachtung
Wir sind am Ziel! Vor mir liegt der Rara - See! Über einen guten Weg - diesmal hatte es nur eine "kleine" Steilstelle - wandere ich zum größten See Nepals.

Unterwegs passieren wir eine Siedlung und sorgen mit unserem Outfit, unserer weißen Haut und mit den Kameras mal wieder für Aufmerksamkeit. Die Kinder haben keine Berührungsängste und kommen in Scharen auf uns zu gerannt. Auch die Älteren trauen sich nach einigen Minuten an uns heran.

Viele sind krank. Die hygienischen Verhältnisse sind katastrophal. Wie uns Govinda übersetzt, klagen viele über Augen-entzündungen, viele haben Probleme mit dem Magen, fast alle haben eine chronische Bronchitis. Offensichtlich sind alle der Meinung, das jeder Weiße auch automatisch ein Doktor ist und so fragen viele nach Behandlung und Medizin. Was tun? Ich kann doch nicht einfach Medikamente verteilen? Undenkbar.
Aber wenigstens können wir mit Mull, Merchurochrom und Pflaster helfen. Auch hier versorgen wir einige vereiterte Wunden. Real Nepal!

Ich denke noch darüber nach, als ich schon den Rara - See durch die Bäume blitzen sehe. Die letzten Kilometer haben uns durch eine Landschaft geführt, die sehr an ein Heidegebiet erinnert. Am Südufer stehend begrüße ich das Wasser. Nach Norden geht mein Blick hinein nach Tibet.

Es dauert noch eine halbe Stunde, dann stehe ich vor der Lodge. Eine Lodge, wie sie auch im Khumbu oder im Annapurna Sanctuary stehen könnte. Nur das sie nicht aus Stein, sondern aus Holz gebaut ist. Ich kraxele die Treppe hinauf und stehe auf einem geräumigen Balkon, der mich heute Abend bestimmt noch zum Verweilen einladen wird. Vom Balkon aus kann ich fast den gesamten See überblicken.

Als ich die Treppe hinaufklettere, fällt mir ein, dass ich unbedingt mal in Erfahrung bringen muss, warum die Nepalis, die ja nun wirklich nicht die körperlich größten Zeitgenossen sind, immer so unglaublich hohe Treppenstufen bauen? Diese hohen Stufen sind mir Khumbu und auch auf der Annapurna-Runde schon aufgefallen. Seltsam, seltsam.

 

nepalwelt.de - Info
Der Rara - See ist Nepals größer See. Er ist ca. 5KM lang und hat eine maximale Breite von ca. 3KM. Die maximale Tiefe liegt bei 167m. Ca. 300m von der Lodge entfernt beginnt der Rara Nationalpark. Der Eintritt ist frei. Direkt am Eingang des Nationalparkes befindet sich ein großes Armeelager.

Heute ist Lakshmi-Puja. Aus der Umgebung kommen einige Kinder und führen uns auch hier ein Tänzchen vor. Beim Lehrer, der auch anwesend ist, werde ich nun endlich meine Stifte los. Wir spenden noch jeder etwas Geld für den Ausbau der Schule.

     

Die Lodgebesitzer freuen sich auch über die Abwechslung die unser Besuch mit sich bringt und laden uns kurzerhand in ihre Räumlichkeiten ein. Und was sehen meine Augen? Stehen da etwa einige Cola - Flaschen im Regal? In der Tat! Ich kaufe zwei Flaschen und genieße die Abwechslung zum "aduwa chiaya", dem Ingwer Tee, den ich sonst meistens auf meinen Treks trinke.

Auch während unsers Aufenthaltes am See kocht Karma für uns. Als wir abends im Esszelt sitzen - es ist schon dunkel draußen - fängt es leise an zu schneien. Draußen in den Wäldern hören wir die Wölfe heulen. Schaurig schön!

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11.11. Irgendwo in der Wildnis kurz hinter Murma 2.935m - 5. Zeltübernachtung
Wie man an den Höhenmetern erkennen kann, sind wir heute nicht "geklettert". Ganz im Gegenteil. Den Sonntag verbringen bis ca. 13 Uhr am Rara-See. Etwas länger schlafen, auf dem netten Balkon gemütlich einen Kaffee trinken, mal die Haare waschen und natürlich: Fotos, Fotos, Fotos...
Der See zeigt sich von seiner besten Seite. Der Schnee von gestern Abend (der auch nicht liegen geblieben ist) war wohl nur ein "Ausrutscher". Ich erlebe einen tollen Sonnenaufgang, etwas später leuchtet der See in tiefstem Blau.

          
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Ca. 4 KM wandere ich zusammen mit Govinda, Klaus und Daniel am Ufer entlang. Aus dem Register in welches sich die Besucher des Parks eintragen müssen ersehe ich, dass Klaus und ich in diesem Jahr die ersten Deutschen am See sind. Außerdem sind wir Tourist Nummer 85 und 86. Daniel als Schweizer ist Tourist Nummer 87.
Zum Vergleich: In 2006 waren lediglich 4 Touristen am Rara-See. Der Grund ist bekannt. Der Mid Western Nepals war (ist?) die Hochburg der Maoisten.


12.11. irgendwo in der Wildnis; Nähe Gorosingha 3.280m - via Chuche Mara 3.802m
6. Zeltübernachtung
Wir sind früh gestartet heute morgen; früh heißt in diesem Fall 7.50 Uhr. Das hatte einen guten Grund, denn wir müssen den Chucke Mara Pass (3.802m) überqueren. Von diesem Pass aus hat man einen sehr schönen Blick auf den See mit der "Tibetean Mountain Range" im Hintergrund. Da die Fernsicht am Vormittag am Besten ist, wollen natürlich genau um diese Zeit auf der Passhöhe sein. Deshalb also der recht frühe Aufbruch.
 

  

Die Zelte waren wieder mal vereist heute morgen - sogar mein Schlafsack hatte eine dünne Raureifschicht. Im Zelt messe ich minus 7 Grad. Aber es hilft nix, ich muss raus aus dem Schlafsack. Es ist noch stockduster draußen, aber Ang Gelu kommt und bringt einen "Good Morning Tea". Das heiße Getränk (mit reichlich Zucker) weckt die Lebensgeister.

Drei Stunden dauert der steile Aufstieg. Das Wetter ist super und der See leuchtet als blaues Juwel vor grünem Wald. Dahinter Wüstenberge - braun und okerfarben, baumlos. Und dann die Eisriesen mit bis zu 7.000m Höhe. Ich kann weit nach Tibet hineinsehen.


Was für ein Panorama! Ca. 20 Minuten bleiben wir auf dem Scheitelpunkt des Passes. Dann wird der Wind zu ruppig und wir wandern weiter. Knapp 800 HM sind wir raufgekraxelt, jetzt müssen wir 600 HM wieder hinunter. Irgendein frommer Mensch hat mitten in der Wildnis eine kleine Chörte gebaut. Ich nutze die Gelegenheit und hänge eine meiner Gebetsfahnen an den heiligen Ort. Für meine Herzallerliebste und die Kids.
Der Rest des Trekkingtages ist schnell erzählt. Der Abstieg gestaltet sich unschwierig. In einer Senke - wiederum an einem Bach, wartet Karma schon mit dem Essen auf uns. Übrigens - das Aqua Mira welches ich zum 1.Mal überhaupt mit auf eine Nepal Tour genommen habe, habe ich nicht gebraucht.

Nachmittags gegen 15 Uhr knistert bereits das  Lagerfeuer - es ist schon recht kalt geworden. Als Snack für zwischendurch werfen wir ein paar kleine Kartoffeln ins Feuer. Mit etwas Salz schmecken sie herrlich.

Und siehe da!
Während wir so am Lagerfeuer sitzen, Witze machen und erzählen zieht Kancha plötzlich seine zerfledderte Geldbörse aus seiner Hosentasche. Was kommt zum Vorschein?

Eine "Membercard" wie Kancha ganz stolz betont - und zwar eine der YCL - der Young Communist League!
Mit Bildchen von Pachandra drauf! Ich bin ziemlich geplättet. Da reisen wir also die ganze Zeit im Schutz der Maoisten? Sachen gibt`s!

Abends im Schlafsack ziehe ich dann ein erstes Resümee. Nun ist also das Highlight unserer Tour (obwohl ja jeder Tag seine Höhepunkte hat) vorbei. Ich war am Rara-See. Nun, so kann ich sagen, bin ich auf dem Rückweg nach Jumla. Dort sollten wir - wenn alles gut geht - am 15.11. - also in 3 Tagen - wieder ankommen. Unser Flug nach Nepalgunj ist für den 16.11. gebucht und auch bestätigt. Geflogen werden soll gegen 11 Uhr. Aber wie sagt man so schön? "Gebranntes Kind scheut Feuer" - noch habe ich die ewige Warterei im Flughafen von Nepalgunj in Erinnerung. Aber eigentlich gilt: Hauptsache wir fliegen überhaupt. Ähnlich wie in Lukla und Jomosom kann uns nämlich auch in Jumla das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen.
Wir werden sehen...

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13.11. irgendwo in der Wildnis bei Dillichaur, ca. 2 Gehstunden hinter Sinja 2.655m -
7. Zeltübernachtung

Auch heute morgen hatte es wieder Minustemperaturen. So langsam sehne ich mich nach unserem nächsten größeren Ziel - dem Bardia Nationalpark. Dort hat es laut Govinda 40 Grad. Über null!

Während wir in Sinja leckere Bratkartoffeln zum Lunch verputzen, wird direkt nebenan ein Ziegenbock geschlachtet. Na, das tut meinem Appetit keinen Abbruch.

Nach dem Lunch laufen wir noch gemütlich zwei Stunden weiter - dann die übliche Routine des Lageraufbaus. Mittlerweile finde ich sogar auf Anhieb meine Stirnlampe. Und wo das Toilettenpapier in den Tiefen meines Trekkinggepäcks liegt weiß ich auch!

Abends fängt es leise an zu regnen. Schnell sind noch ein paar zusätzliche Plastikplanen über die Zelte gespannt. "Sicher ist sicher" meint Govinda. "Nepali double protection". Der Regen hält nicht lange an. Als es dunkel wird kann ich schon wieder die Milchstraße sehen. Nachts geben die Wölfe wieder ein Konzert. Als die fertig sind, fangen in der Ferne einige Hunde an zu bellen. Und als die aufhören, fängt Klaus an zu schnarchen. Na toll.

Übrigens sind wir überein gekommen uns den "Ausflug" nach Lumbini zu sparen. Wir wollen uns nicht zusätzlich Stress machen, zumal das auch hieße noch einen Inlandsflug in Kauf zu nehmen.
Von Nepalgunj aus fahren wir in den Bardia - Nationalpark und relaxen dort für drei Tage. Am 19.11. wollen wir dann wieder in Kathmandu sein. So langsam freue ich mich schon wieder auf "Kantipur - die Schöne". So langsam würde es auch Zeit meiner Familie mal wieder ein Lebenszeichen zukommen zu lassen.

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14.11. Wildnis kurz vor Jaljalachaur 3.510m  - via "nameless" Pass 3.555m - 8. Zeltübernachtung
Der letzte Pass ist "geknackt". Es war nochmals Knochenarbeit heute. In 3 Steps - unterbrochen von ebenen Wegstrecken - habe wir auch diesen Pass gemeistert. Der Weg führt uns durch Stechpalmenwälder (Ilex), aber auch Birken und Tannen hat es. Eigentlich ist der Weg ganz annehmbar, nur irgendwann macht sich natürlich die Höhe doch wieder bemerkbar. Aber durch das ewige Auf- und Ab der letzten Tage sind wir ja bestens akklimatisiert.

Viele Leute - alles Einheimische - sind mit uns zusammen unterwegs. Sie kommen aus den umliegenden Ortschaften. Einige wollen vielleicht den Healthpost in Jumla besuchen, andere müssen wohl ins Distrikt - Office. Wer weiß? Vielleicht fliegen einige nach Nepalgunj oder sogar nach Kathmandu.

Sie sind sehr erfreut hier in dieser Ecke Nepals auch Touristen zu treffen.
Das ist gut für unser Land sagen sie.

Govinda hatte mittlerweile eine Möglichkeit gefunden den Akku seines "Nepali Mountain Handy" auf zu laden.

In der "Nähe" (d.h. auf einem unserem Camp gegenüberliegenden Berg) befindet sich ein Funkmast und so kann ich abends kurz mit meiner ältesten Tochter telefonieren. Zu Hause ist alles ok. Den Göttern sei Dank.

Heute, so konstatiere ich, ist unser letzter voller Trekkingtag. Morgen sind wir in Jumla.

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15.11. Jumla 2.370m - 9. und letzte Zeltübernachtung
Wen wundert's, dass wir auf 3.510m noch mal eine eiskalte Nacht hatten? Trotz der Kälte habe ich während des gesamten Treks nie im Schlafsack gefroren! Ein letztes Trekkingfrühstück und schon sind wir auf dem Weg nach Jumla. Die Landschaft erinnert mich - ehrlich - an die Lüneburger Heide. Fehlen nur die Heidschnucken! Ich laufe nun ein gutes Stück des Weges, den ich schon einmal vor neuen Tagen unter den Bergstiefeln hatte. Diesmal aber hinunter! Mein Gott denke ich - dass bist du wirklich alles hinaufgegangen? Am ersten Tag? Unglaublich.

Am späten Vormittag kommen wir in Jumla an. Aber wie schon anfangs erwähnt, Jumla zieht sich sehr in die Länge. Nun laufen jede Menge Schafe, Ziegen und Mulis vor uns und es heißt noch einmal "Staub fressen".

Govinda geht schneller - er will versuchen, ob wir vielleicht doch heute schon fliegen können? Aber keine Chance! Viele Menschen warten bereits am Eingang des Flughafens. Und in der Tat fliegen dann auch vier Maschinen im Abstand von ca. 15 Minuten nach Nepalgunj. Wir müssen also bis morgen warten - macht nix - war ja so geplant.

Ein letztes Mal gilt es das Lager auf zu bauen. Unser Lagerfeuer ist dann abends wieder zentraler Platz für uns und die Dorfjugend. Zusammen wird das eine oder andere Tänzchen getanzt. Karma begleitet uns dazu auf der Madol, der traditionellen nepalesischen Trommel.

Als die Kids anfangen sich zu wild zu gebärden, werden sie kurzerhand von einem Erwachsenen weggescheucht. So ist das. Noch einmal bestaune ich das Firmament und denke an die Lieben zuhause. Danke, dass ihr mich auch in diesem Jahr wieder habt ziehen lassen.

Das nepalesische Gemurmel von Govinda, Karma, Kancha und Co - die noch bis spät in der Nacht am Lagerfeuer sitzen - wiegt mich sanft in den Schlaf.

Unser Zelttrekking zum Rara - See ist zu Ende.

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16.11. Bardia Nationalpark; Forest Hideway Hotel & Cottage 230m
Morgens noch Minusgrad im Zelt in Jumla, bei der Ankunft in Nepalgunj nahezu 40 Grad!

Es gab eine elendige Warterei im Flughafen in Jumla! Einige der Einheimischen nahmen die Handgepäck Regelung wohl nicht allzu ernst. Handgepäck wiegt aber nun mal nicht 30 KG und mehr! Viel Diskussion, viel Geschrei! Fast drohte die Situation aus dem Ruder zu Laufen. Erst als einige Soldaten dazu kamen, war mit einem Mal Ruhe.

Angenehm überrascht war ich, als wir nach recht kurzer Zeit schon unsere Boardingkarten in Händen hielten, doch dann...
Die Warterei in der "Abflughalle", die mehr einem Knast glich, war eine Zumutung. Warum nur dürfen wir die Tür nicht aufmachen um ein wenig von dem erfrischenden Wind ab zu bekommen? Glaubt den wirklich jemand der Verantwortlichen, dass diejenigen, die eine der heiß ersehnten Boardingkarten ergattert hatten sich aus dem Staub machen?

Ca. 40 Personen drängen sich in dem heißen und stickigen Raum. Es sind zwei Maschinen für Nepalgunj angekündigt. Irgendwann - nach mehr als einer Stunde - kommt der Flieger der Sita - Air angedüst und dann geht alles ziemlich schnell. Ratz fatz sitze ich im Flugzeug - froh dem "Abflughallenknast" entronnen zu sein.

Der Flughafen in Lukla ist dagegen ein wahres Paradies!

Um 14.20 Uhr hebt die Maschine ab, um 15.00 Uhr bin ich in Nepalgunj.
Der Landrover, der uns in den Nationalpark bringen soll steht schon bereit. Bevor es losgeht, verabschieden wir uns für die nächsten drei Tage von Karma und Co. Sie werden heute den Nachtbus nach Kathmandu nehmen.

 

nepalwelt.de - Info
Von Nepalgunj nach Kathmandu fahren nur Local - Busses.

Die Entfernung beträgt ca. 450 KM.

Pro Fahrgast ist ein Stück Gepäck erlaubt.
Mehr Gepäck muss extra bezahlt werden!

Flott geht die Fahrt über die gut ausgebaute Straße in Richtung Westen.
Dieser Highway ist in keinster Weise mit dem Prithvi - Highway, der von Kathmandu nach Pokhara führt zu vergleichen! Schnurgerade und durch flaches Land zieht sich die Straße von Osten nach Westen und so gibt es denn auch keine Autowraks im Abgrund.

Ca. 1,5 Stunden dauert die Fahrt durch ein total anderes Nepal! Keine Sagarmatha, keine Ama Dablam, kein Thorong La oder EBC. Dafür aber andere Märchenlandschaften!

Genauso habe ich mir die Landschaften immer vorgestellt, als ich Herman Hesses "Siddharta" gelesen habe!
Lehmbauten, Reisfelder, Wasserbüffel, Bananenstauden.

  
Licht wie es nur in Asien scheint - das ganze Land atmet Zufriedenheit!

Die letzten 40 Minuten fahren wir über Schotterpisten, vorbei an kleinen Gehöften und Kindern, die mit staunenden Augen unserem Landrover hinterher schauen.

Unsere Unterkünfte im "Cottage" sind mehr als ok. Ein großzügig angelegter Garten, die Hütten aus Lehm gebaut, Betten (richtige Betten!!) mit Moskitonetzen, Strom und ein sauberes Badezimmer (weiß gefliest!) mit Toilettentopf und Dusche! Was braucht der Trekker mehr?

Mitten im Garten laden kleine Pagoden zum sitzen ein.
Es dauert nicht lange bis ich dort Platz nehme und eine vorzüglich gekühlte Fanta trinke.

Um 18 Uhr ist es dunkel. Über der Hütte steht der Mond und die Zikaden zirpen. Unser kleiner Untermieter, ein ockerfarbender Gecko hat sich in den letzten zwei Stunden keinen Millimeter bewegt.



        
 

nepalwelt.de - Info
Von unserem Standpunkt aus sind es ca. 15 KM bis zur indischen Grenze.
Die Entfernung von Nepalgunj zur indischen Grenze beträgt ca. 7 KM.
Von Neplgunj bis zum Forest Hideway Cottage sind es ca. 100 KM.
Vom Cottage bis Kathmandu = ca. 500 KM
Ethnische Gruppe im NP: Tharu
Distrikt: Bardia

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17.11. Bardia Nationalpark 230m
Mit stolz geschwellter Brust hat uns Mohan-Ji (der wirklich sehr sehr zuvorkommend ist!) von seinem Internet - Anschluss erzählt. Wir könnten ihn gerne nutzen! Nach 10 Minuten gebe ich aber entnervt auf. Connected - disconnected - connected - disconnected - so geht das in einer Tour. Nur einmal kann ich mich für ein paar Sekunden auf die Seit meines E-Mail Providers einloggen und lese, dass die Bahnarbeiter in Deutschland immer noch streiken.

Wie dem auch sei - es gibt wichtigeres im Leben - vor allen Dingen dann, wenn man gerade im Bardia Nationalpark ist. Unsere "Jungle-Jeep-Safari" zum Beispiel.

Vier Stunden rumpeln wir über Urwaldwege, vorbei an Termitenhügeln, kleinen Tümpeln und Teichen und durch Elefantengras-Steppe.

Außer ein paar Affen, einigen Hirschen, jeder Menge Shaal - Bäumen, Scharen von Sittichen und ein paar roten "Monsterschaben" bekommen wir aber nichts zu sehen.

Dennoch ist die Tour in Erlebnis. Undurchdringlich ist der Urwald bereits wenige Meter vom Weg entfernt.

Mitten durch den Urwald fließt der Karnali - Fluss. Große Kies- und Sandbänke säumen sein Ufer. Auf ihnen sehen wir zumindest die Spuren von Tigern und Elefanten. Es gibt sie also wirklich hier.
Ein Besuch in der "Elephant Breeding Station" beendet den Tag. Für die 8KM brauchen wir mit dem Jeep 45 Minuten.




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18.11. Bardia Nationalpark 230m
7.20 Uhr morgens - Abmarsch zum "Jungle-Walk".
Noch ist es recht kühl - eine Jacke ist angesagt. Doch als die Sonne dann ganz aufgegangen ist, wird es schnell feucht - heiß. Wie es sich für einen Urwald gehört. Am Eingang des Nationalparks gibt es ein Gehege für ein Nashorn. Wie ich erfahre, ist es wohl verletzt gefunden worden. Nach dem "Aufpäppeln" wollte das Rhino nicht mehr zurück in die Urwaldwildnis und lebt nun halb wild in der Nähe der Menschen.

Auch heute bekommen wir keine größeren Tiere zu sehen - dafür fangen wir uns aber beim Laufen durch das feuchte Gras ein paar nette kleine "Jugaar" (Blutegel) ein.

Den frühen Nachmittag verbringe ich mit relaxen. Es hat viele schöne Pflanzen im Cottage - Garten und mir gelingen ein paar ganz gute Fotos. Um 15.30 Uhr treffen wir uns am Haupthaus - Elefantenreiten steht auf dem Programm.

Mohan-Ji und Govinda sind nach Nepalgunj gefahren um die Flugtickets für morgen ab zu holen. Kurz vor der Stadt streikt aber der Wagen - sie kommen mit einem Local Bus zurück. Also müssen die Tickets morgen abgeholt werden. Für uns heißt das, früher aufbrechen als geplant. Das Büro der Yeti - Air liegt im Stadtzentrum von Nepalgunj. Der Flughafen etwa eine Stunde außerhalb.

Übrigens...das Elefantenreiten war super!

 

nepalwelt.de - Info
Der Eintritt in den Nationalpark kostet 650 Rupees, die am Eingang zu zahlen sind.
Gleichermaßen muss man sich in einem Besucherbuch registrieren!
Normalerweise gilt der Eintritt für einen Tag. Mit ein wenig Verhandlungsgeschick kann man das Permit aber auch noch am zweiten oder dritten Besuchertag nutzen.

Temperaturen im Bardia Nationalpark:
Herbst / Winter: 25 - ca. 40 Grad
Sommer / Monsun: bis 50 Grad

Infos zum Forest Hideway Hotel & Cottages:
www.foresthideaway.com
Mail: info@foresthideaway.com


Unbedingt "Moskitoschutzsalbe" mitnehmen.
Kann in Kathmandu, Pokhara oder Nepalgunj erworben werden.

Im Cottage können Akkus aufgeladen werden!
Vorzügliches Essen! Sehr nette Leute!

jetzt alle Bilder vom Bardia Nationalpark ansehen
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19.11. Kathmandu 1.300m
Heute morgen sind wir um 10 Uhr nach Nepalgunj gefahren.
Schnell waren die Tickets aus dem Yeti - Air Büro geholt. Eine letzte Rikshaw-Fahrt zur Autoreparatur-Werkstatt - Mohan-Ji holt dort sein mittlerweile wieder einssatzbereites Auto ab. Von der Rikshaw steigen wir ins Auto um und düsen zum Flughafen.

Und siehe da...
Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Die Maschine der Yeti - Air (nie wider Sita!!) fliegt eine halbe Stunde früher als geplant! Alle Passagiere sind da und ab geht es nach Kathmandu. Im Flieger habe ich noch mal einen fantastischen Blick auf die Himals.

Prasanta holt uns vom Flughafen ab. Doch oh weh, oh weh - da hatte ich schon fast das Verkehrschaos in Kathmandu vergessen. Von Nepalgunj fliegen wir in 50 Minuten nach Kathmandu. Vom Tribhuvan Flughafen bis zum Hotel brauchen wir 1,5 Stunden.

Es ist noch genügend Zeit einen Internetladen zu besuchen. Es sind einige Mails für mich da; das Wichtigste: Zu Hause ist alles ok. OM NAMAH SHIVAYA!

Um 18.00 Uhr setzen wir unsere Füße auf die erste Treppenstufe des Helenas.
Ein super Garlic - Steak! Das haben wir uns wahrlich verdient!

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20. - 23.11. Kathmandu 1.300m
Die letzten Tage vergehen (wie immer) im Flug.
Am 22.11. besuche ich die Newarstädte Kokana und Bungmati. Sehr zu empfehlen.
Auch hierher verlaufen sich Touristen nur selten.
jetzt die Bilder von Kokana und Bungmti ansehen

Am 23.11. stehe ich um 16 Uhr am Schalter der Qatar - Air im Tribhuvan Flughafen.
Pünktlich startet unsere Maschine (Klaus und ich fliegen gemeinsam zurück) via Doha nach Frankfurt.

24.11. Frankfurt Flughafen; null Grad
Dank eines guten Rückenwindes sind wir fast eine Stunde früher als geplant in der Heimat.
Die Bahnarbeiter streiken nicht! Gut so.

Ich habe nochmals Glück. Mein Gepäckstück ist mit das Erste was auf dem Band liegt.
Ich erwische den Zug um kurz nach sieben Uhr.
Um 9.00 Uhr schließe ich meine Herzallerliebste in die Arme.
Ich bin wieder zuhause.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen...
Maoisten sind wir nicht begegnet (wenn ich mal von Kancha absehe).



Vom 02.10. bis 25.10. des nächsten Jahres werde ich wieder in Nepal sein!
Dann soll es ins Langtang und zu den heiligen Seen von Gosainkunda gehen!

Pheri bhetaaula Nepal 2008!

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