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Nepal 2011
Unterwegs im südlichen Annapurnagebiet -
oder:
Der 10.000 Stufen Trek
Den Reisebericht als pdf
[ohne Bilder] downloaden
Sonntag,
27.02.2011 Frankfurt-Bahrain
Pünktlich um 11.20 Uhr hebt die nicht
voll besetzte Maschine der GULF Air vom Frankfurter Flughafen ab.
Erste Bedenken, die Lokführer würden auch
am Sonntag streiken hatten sich zum Glück nicht bestätigt!
In Bahrain gelandet, lese ich, dass sich der Weiterflug nach Kathmandu
um 50 Minuten verspätet.
"Na macht nix", denke ich mir und vertreibe mir die Zeit mit
Haselnüssen, Kaffee und Witzeleien mit den vielen Nepalis, die im
Flughafen - genauso wie wir (in diesem Jahr begleitet mit mein
78jähriger Vater) auf den Flug in Nepals Hauptstadt warten.
Um 19.00 Uhr sind wir gelandet – der
Flieger soll um 02.50 Uhr starten;
das sind ja immerhin fast 8 Stunden.
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Auf
einer Sitzbank findet man auch ausgestreckt leidlich Platz; aber mehr
als ein bisschen vor sich hin dösen ist beim besten Willen und bei
aller Müdigkeit nicht drin
Montag, 28.02.2011 - Kathmandu
09.45 Uhr Ortszeit Kathmandu - "der
Flieger ist gelandet".
Nun folgt das übliche Procedere; ab zum
Visa - Durchgang, die Embarcation-Card (Einreise-Karte) haben wir
schon im Flugzeug ausgefüllt. Am Gepäckband taucht der Koffer
meines Vaters recht schnell auf - meine Reisetasche nicht.
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In Nepal muss man ja Geduld haben!
Aber nix da; auch die beste Geduld hilft
nicht - mein Gepäck ist definitiv nicht da!!
Also, ab zum "Schalter für vermisstes
Gepäck", die Sache anzeigen.
Draußen warten (wie üblich) Govinda und
seine Frau Radhika und auch Schwager Prasanta ist vor Ort. (Prasanta
ist der Schwager von Govinda, nicht meiner).
Auch sie sind ein wenig erschrocken ob
meines Gepäckverlustes, nichtsdestotrotz schwingen wir uns ins Auto
und fahren durchs Kathmanduer Verkehrschaos ins Hotel.
Komisch so an zu kommen und nichts zum
auspacken zu haben.
Natürlich greift Govinda später im Büro
zum Telefon und beginnt zu recherchieren was mit
meinem Gepäck passiert ist.
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Mein Vater und ich essen eine Kleinigkeit
und laufen die knapp 10 Minuten zu Govindas Büro (nein, es gibt noch
nichts neues von meinem Gepäck). Gestärkt mit einer Tasse Ingwer Tee
unternehmen wir anschließend einen ersten Rundgang durch Thamel. Hier
hat sich seit Oktober 2009 nichts geändert.
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Fußgänger, Autos, Rikshaws und
Motorroller bahnen sich - laut hupend -
ihren Weg durch die ohnehin engen Straßen. |
Natürlich sind wir nach dem Abendessen total geplättet. Schlaf tut
bitter nötig und auch das Brummen des Hotel-Dieselgenerators kann uns
nicht lange davon abhalten. Kathmandu ist zur Zeit 14 Stunden am Tag
ohne Strom. Bei der Ankunft im Hotel Manang hatten man mir sofort
einen Zettel mit den aktuellen "Loadshedding - Zeiten" in die Hand
gedrückt.
Dienstag, 01.03.2011
- Kathmandu, Pashupatinath, Boudhanath, Budhanilkantha
Die Neuigkeit des Tages: Mein Gepäck ist gefunden!
Leider nicht in Kathmandu, sondern (haltet euch fest) in Lahore /
Pakistan. Klaus Töpfer, der zwei Tage später als wir in Kathmandu
ankam, meinte in einer E-Mail, ob meine Reisetasche wohl von den
Taliban entführt worden sei? Na ja, immerhin weiß ich nun schon mal wo
meine Klamotten so rumkreisen.
Das ist ja auch schon mal was.
Nach dem Frühstück holt uns Prasanta ab und wir machen uns auf den Weg
nach Pashupatinath.
Es
ist schon eine Menge los im Pashupati - Bezirk. Jede Menge Sadhus und
viele Gläubige sind vor Ort.
Morgen feiern die Hindus "Maha Shiva Ratri" - die große Nacht des
Shiva. Traditionell sind auch viele
indische Hindus vor Ort. Der Pashupatinath Tempel hat für die Hindus
eine sehr große Bedeutung!
Mit dem Auto geht es weiter nach Boudhanath - der großen
buddhistischen Stupa im Tal.
Wie immer bin ich von dem Gegensatz - das feurige, quirlige
Pashupatinath und dem ruhigen und fast langsamen Boudhanath -
fasziniert. Auf der Dachterrasse des "Stupa-View" gönnen wir uns eine
Erfrischung, bevor wir uns auf den Weg nach Budhanilkantha machen.
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Nach dieser "ersten Kultureinheit" finden wir uns nachmittags gegen 17
Uhr in Govindas Büro wieder.
Bei einer Tasse Tee erzählt mit Govinda das Neueste von meinem
Gepäck:
Die GULF AIR war so clever, die Reisetasche via Karachi zurück nach
Bahrain zu schicken.
Von dort aus soll sie dann endgültig zum Tribhuvan Airport nach
Kathmandu geflogen werden.
Die GULF AIR fliegt nämlich die Strecke Karachi - Bahrain öfter, als
die Strecke Karachi - Kathmandu.
Mittwoch, 02.03.
Kathmandu - Swayambunath
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Heute ist der Feiertag: Maha Shiva
Ratri.
Die große Nacht des Shiva.
Es ist Brauch an diesem Tag, dass
die Kinder mit etwas Band die Straßen sperren dürfen.
Nur wer ein paar Rupies
zahlt, wird durchgelassen.
So werden wir auf dem Weg nach Swayambunath unsere Münzen ohne
Probleme los!
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Unterwegs erreicht mich die Nachricht von Govinda 1 (es gibt auch noch
Govinda 2, der ein Cousin von Govinda 1 ist), dass ich (wir) heute
Abend, spätestens bis 19.30 Uhr am Flughafen sein müssen, denn mein
Gepäck soll mit der Nachmittagsmaschine aus Bahrain ankommen.
Um 18.30 Uhr kommt dann Govinda in
doppelter Ausführung (also Govinda 1 und 2) zum Hotel vorgefahren.
Es ist ein echter Höllenritt zum
Flughafen, denn die Straßen sind wegen Maha Shiva Ratri dermaßen
überfüllt, wie ich es selbst in Kathmandu in all den vergangenen
Jahren noch nicht erlebt habe.
Wir stehen im Stau - nix geht mehr und die Zeit wird langsam knapp.
Wenn ich es nicht bis 19.30 Uhr zum Flughafen schaffe, wird mein
Gepäck bis zum nächsten morgen weggeschlossen.
Morgen früh aber wollen wir weiter nach Pokhara - zwar auch mit dem
Flieger - aber ich würde nur sehr ungern mein komplettes Gepäck
mitnehmen.
Ich habe mir zwar gestern morgen eine Hose und ein Hemd in Thamel
gekauft (ich hatte ja nur die Klamotten die ich auf dem Flug anhatte)
- aber so langsam würde ich mich gerne mal umziehen….
Es
gibt aber kein Vor und Zurück!
Die Straße in Richtung Flughafen ist hoffnungslos überfüllt!
Aber...wir befinden uns ja in Kathmandu!
Da
ist es auch kein Problem selbst im größten Verkehrschaos des Jahres
mitten auf einer Kreuzung zu wenden!
Das geht sogar ziemlich schnell - mit viel Gehupe - dann sind wir mit
einem Mal auf der Gegenfahrbahn.
Die ist relativ frei und mit einem halsbrecherischen Tempo und über
was weiß ich für Schleichwege geht’s zum Flughafen. Genau um 19.25 Uhr
sprinte ich an der Flughafenpolizei vorbei - die beiden Govindas
dürfen nicht mit hinein, rufe den Männern (mit Gewehren) zu, dass ich
mein wieder gefundenes Gepäck abholen will, schicke noch ein: "Happy
Shiva Ratri" hinterher und werde durch gewunken.
Da
steht sie! Dunkelgrün, flatschneu und mit einem Nepalfahnenaufnäher
drauf.
Meine Reisetasche!
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Donnerstag, 03.03.
Kathmandu - Pokhara
Auch heute Vormittag war das Verkehrschaos noch groß, doch diesmal
kommen wir „just in time" am Flughafen an. Um 12.34 Uhr hebt die
Maschine der Buddha Air in Kathmandu ab und um 13.10 Uhr stehen die
Propeller des Flugzeuges auf dem Rollfeld in Pokhara still.
Leider hatten wir während des Fluges keine Aussieht auf die Berge. Vor
der gesamten Himalayakette türmten sich dicke Wolkenbänke auf.
Als wir dann ein spätes Mittagessen im Garten des "Lake View Resort"
einnehmen, fängt es leise an zu regnen.
15 Minuten später geht ein schweres Gewitter nieder.
Kurz bevor ich meine Nudelsuppe ausgelöffelt habe, gibt es mit einem
Mal ein große Hallo!
"Hello
Dai, Namastè", schallt es mir entgegen. Chabbi, auch Guide bei
HIMATREK kommt mit vier Kunden im Hotel an. Sie waren nach Kopra
Dhanda unterwegs, mussten den Trek aber wegen zu viel Schnee vorzeitig
abbrechen. Wie uns die vier jungen Leute (die unverkennbar aus dem
Schwäbischen kamen) später erzählten, wollen sie nun als Alternative
morgen früh für ein paar Tage in den Chitwan Nationalpark fahren. Dort
ist es jetzt sicherlich schon an die 30 Grad warm und es hat dort auch
sicherlich keinen Schnee.
Govinda hatte mir schon in Kathmandu erzählt, dass es in Ghorepani
geschneit hat und das die Wetteraussichten alles andere als gut wären.
"Hoffentlich", so denke ich, "müssen wir unsere Tour nicht auch noch
ändern, denn Ghorepani liegt auf unserem Weg".
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Freitag, 04.03. -
Von Pokhara zum Australien Camp 2.055m
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Ca.
1 Stunde bummeln wir am Lakeside in Pokhara entlang, besorgen noch
dies und das im Supermarkt und stehen schließlich mit gepacktem
Trekkinggepäck um 10.45 Uhr vor dem "Lake View" und klettern ins Taxi.
Das tibetische Flüchtlingslager, welches wir eigentlich auf unserm Weg
noch besichtigen wollten ist heute leider geschlossen. Klar
eigentlich, denn es ist Losar - das tibetische Neujahrsfest. Also
fahren wir weiter und kommen schließlich, nach recht flotter Fahrt, um
11.40 Uhr in Kande (1.500m) an.
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Wir verabschieden uns vom Taxifahrer, schultern unsere Rucksäcke und
laufen los.
Vorbei geht es an kleinen Gehöften und schon bald befinden wir uns vor
der "Herausforderung des Tages", dem Aufstieg zum "Australiencamp".
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Ein Weg, wie ich, ihn schon zig-fach (und schwitzend und fluchend) in
Nepal gegangen bin. Die Sonne meint es fast zu gut, aber zum Glück
findet sich ab und an auch ein schattiges Plätzchen, welches wir dann
auch gerne für eine Rast nutzen.
Unterwegs treffen wir einen älteren Einheimischen (er kann über 50
oder aber auch über 60 Jahre alt sein; ich kann es nicht einschätzen),
der schwer beladen, aber - so sieht es zumindest aus - mit
Leichtigkeit den Berg hinauf wandert.
Govinda 2, mein treuer Freund und Guide fragt seinen Landsmann, was
und wie viel er trägt. Es sind 30 KG (!!) Kartoffeln, die
offensichtlich für die Versorgung der Lodges im Australien Camp
bestimmt sind (Es gibt vier Lodges dort, eine fünfte ist im Bau).
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Wir verlieren den "Kartoffelmann" irgendwann aus den Augen und so weiß
ich nicht, ob ich heute Abend einige der Kartoffeln verspeisen werde,
die mir unterwegs schon begegnet sind.
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Wie dem auch sei, mit entsprechenden Pausen, die unter anderem auch
Blicke auf den weit unter uns liegenden Phewa-See bieten, sind wir um
13.40 Uhr an unserer Lodge im so genannten "Australien-Camp"
angekommen. Mein Höhenmesser zeigt 2.055m; das sind ja immerhin 550
Höhenmeter.
Zwei Stunden waren wir unterwegs - das soll für heute reichen. Wir
lassen es langsam angehen.
(Schließlich sind es ja immerhin 133 Jahre die da in Menschenform
durch den Himalaya laufen).
Das Camp ist wirklich schön gelegen, wenn nur die Wolken nicht wären,
die uns den Blick auf die umliegenden Berge, verwehren. Die verstecken
sich heute Nachmittag hinter dicken, weißen und grauweißen Wolken.
Vielleicht - so hoffen wir zumindest - haben wir morgen früh bei
Sonnenaufgang mehr Glück.
Bis auf einen Einzeltrekker sind wir übrigens die einzigen Gäste. (Es
war ein guter Tipp von meinem Freund Klaus Töpfer im Australien Camp
und nicht in Pothana Station zu machen). Pothana liegt nur ca. eine halbe Stunde
weiter entfernt - aber sicherlich ist dort mehr los!
Das "Angel Heaven Guesthouse" ist sauber und ordentlich. Es gibt zwar
Gemeinschaftstoiletten, aber auch die sind OK.
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Samstag, 05.03. -
Vom Australien-Camp nach Landruk 1.565m
Mit einer dampfenden Tasse schwarzen Kaffees sitze ich unter dem
"Unterstand" des "Hotel Sherpa" in Landruk und "mache meine
Hausaufgaben"; will heißen, ich schreibe Notizen für diesen
Reisebericht.
Unsere Hoffnung hatte uns nicht getrügt!
Um
6.15 Uhr erleben wir einen wunderbaren Sonnenaufgang im Australien
Camp.
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8.15 Uhr zeigt meine Uhr, als wir uns
auf den Weg nach Landruk machen.
Es läuft sich gut und nach 1,5
Stunden erreichen wir die Deurali Passhöhe (2.140m).
Unterwegs haben wir immer wieder
eine fantastische Sicht auf den Machhapuchre.
Dieser Berg wird von den Einheimischen als heilig angesehen und
darf nicht bestiegen werden.
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| "Die Majestäten":
Annapurna South; Hinchuli und Machhapuchre |
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Immer auf gleicher Meereshöhe
wandernd, erreichen wir um 10.15 Uhr den Rastplatz Pittam Deurali
(2.110m). Von hier aus telefoniere ich mit Govinda I in Kathmandu.
Im Office ist alles OK. Alle sind
gesund. Nachrichten von zuhause gibt es auch nicht. So denken wir
uns "keine Nachrichten sind gute Nachrichten" und genießen die
Rast.
Nach der üblichen Tasse
Pfefferminztee oder einer Cola steigen wir weiter ab nach Landruk.
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| Die Annapurna South
im morgendlichen Sonnenschein |
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Um 12.00 Uhr kommen wir in der
Ortschaft Tolka an und essen dort zu Mittag. Wir tun gut daran uns
zu stärken, denn es steht uns noch ein recht steiler Abstieg
bevor.
Nun ist volle Konzentration
gefordert; Trittsicherheit ist zwingend nötig;
denn ein Fehltritt zöge unweigerlich eine (wahrscheinlich schwere)
Verletzung nach sich. Dieser Weg nach Landruk ist eine echte
Prüfung für die Knie.
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Der Machhapuchre; Weg vom
Australiencamp nach Landruk |
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Der erste Teil des Abstieges führt uns
durch Wald, doch irgendwann hat es keine Bäume mehr und wir laufen
wieder durch die pralle Sonne. Unten im Tal tobt sich der Modi-Khola
aus. Auf der anderen Bergseite können wir schon unser morgiges Ziel -
Gandruk - sehen. Am frühen Nachmittag erreichen wir Landruk.
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Sonntag, 06.03. -
Von Landruk nach Gandruk 2.040m
Um
7.00 Uhr sitzen wir bereits am Frühstückstisch in Landruk. Groß und
mächtig steht die Annapurna South da und begrüßt den strahlenden
Morgen. Entgegen unseren allerersten Befürchtungen, die wir vor ein
paar Tagen noch in Pokhara hatten, hat sich das Wetter nun doch zum
Guten gewendet.
Sicherlich, abends zieht es sich zu, aber tagsüber ist uns Indra, der
hinduistische Gott des Himmels, der auch für das Wetter zuständig,
wohlgesonnen. Sicherlich hat auch Surya, der Sonnengott seine Hände
mit im Spiel.
Wir schultern unsere Rucksäcke und machen uns auf den Weg, runter
zum Modi-Khola. Ca. 300 Höhenmeter klettern wir über verschieden hohe
und breite Treppenstufen hinunter. Eine Hängebrücke ist zu überqueren
und dann heißt es nur noch rauf, rauf, rauf….
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Der Weg ist zwar steil, aber fair.
Gestern Nachmittag in Landruk (von unserer Lodge aus konnten wir
den Weg nach Gandruk sehen) hatte ich mir den heutigen Weg
wesentlich schwerer und unbequemer vorgestellt.
Zunächst hieß es, dass es eine
Internetverbindung in Gandruk gäbe; das hat sich dann im
Nachhinein nicht bestätigt. Wozu hat man aber einen Nepali-Bhai?
Dazu auch noch einen der Govinda heißt?!
Er lässt sich nicht lumpen und gibt
uns kurzerhand sein Handy. So rufen wir - mitten aus dem Himalaya
- unsere Frauen an. Zuhause ist alles OK.
Unterwegs nach Gandruk hat es
genügend Teehäuser , in die wir gerne für die eine oder andere
Verschnaufpause einkehren.
Auch Pushpa, unser Träger (er ist
gerade mal 20 Jahre alt) ist immer bei uns. Es ist immer wieder
erstaunlich, mit welcher Leichtigkeit die Jungs das Gepäck
(immerhin fast 30 KG!) die Wege "Nepali up and down" tragen.
Wir sind schon gut eingelaufen und so
ist es nicht verwunderlich, das wir bereits um 11.15 Uhr am
Ortseingang von Gandruk stehen.
Im "Gandruk Guesthouse" finden wir eine schöne Unterkunft, mit
sauberen sanitären Anlagen und - was viel besser ist - einem
Vorplatz mit Sitzgruppe, bestehend aus Tischen und bequemen
Stühlen.
Dort sitzend haben wir einen atemberaubenden Blick auf die
Annapurnakette.
Kein Kino der Welt könnte besser
sein! |
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"Nepali up and down"
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Schon von Landruk
aus ist Gandruk zu sehen |
Schnell ist das Zimmer eingerichtet; will heißen: Schlafsack auf
die Pritsche, die Stirnlampe raus, den Waschbag (und das
Toilettenpapier) zurecht gelegt und schon fühlt man sich zuhause.
Auf der Wäscheleine flattern unsere
schweißnassen T-Shirts im Wind.
Nachmittags erkunden wir Gandruk.
Govinda "der Nasenbär" jagt uns die ganzen Stufen, die wir heute
Vormittag mühselig herauf geklettert sind wieder hinunter. Fast bis
zum Ortseingang. Wohl hat man von dort aus einen schönen Blick auf
Landruk (welches ja auf der anderen Bergseite liegt), aber ansonsten
hat das Dorf nicht viel zu bieten. Ein Museum, in dem man schwerlich
etwas sehen kann, ein kleines Kloster vor dem ein total betrunkener
Mann in Armeekleidung liegt, einige alte Häuser - das war es dann
aber auch schon.
Natürlich müssen wir auch alle Stufen wieder hinauf - gelohnt hat
sich die Dorfbesichtigung nicht.
Als die Sonne untergeht, wird es frisch auf über 2.000m.
Wir verziehen uns in unsere Zimmer und kriechen in die Schlafsäcke.
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Montag, 07.03. - Von
Gandruk nach Banthanti - Gurung Lodge 2.670m
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Es ist 6.15 Uhr! Raus aus dem
Schlafsack!
Eine dreiviertel Stunde später sind
wir bereits auf dem Weg nach Banthanti.
Eigentlich sollte es ja heute "nur"
bis Tadapani gehen; Govinda machte aber gestern Abend noch den
Vorschlag (wenn es denn zeitlich hinkäme) bis Banthanti zu laufen.
Damit hätten wir dann morgen früh, wenn es nach Ghorepani geht,
den ersten kräftigen Anstieg "schon erledigt".
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Unser
Weg nach Banthanti führt uns des Öfteren über bewaldete Wege; das
ist besonders schön, denn die ersten Rhododendren blühen bereits.
Der Rastplatz "Besi Kharka" ist unser
nächstes Etappenziel.
Der Weg dort hinauf hat es wirklich in sich, denn die Stufen sind
dermaßen hoch, dass man fast immer neu ansetzen muss um sie "zu
erklimmen". Ein gleichmäßiges Steigen ist nicht möglich.
Am Rastplatz angekommen, gibt es zur
Belohnung Tee und Cola.
Weiter geht es - immer oralo / uralo
(nepali für auf und ab), bis wir schließlich gegen Mittag Tadapani erreichen. Oben, auf der
"Plattform" hat es eine Ansammlung von Lodges und ansonsten einen
Superblick auf die Berge.
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Wir gönnen uns eine Stunde
Mittagspause und quatschen ein bisschen mit zwei jungen Frauen aus
Frankfurt.
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Eine der beiden ist superglücklich, als ich ihr auf ihre Frage hin,
mit 4 Maloxaan Tabletten aushelfen kann.
Die Arme leidet seit Tagen unter Sodbrennen. Mit diesem Mittel wird
sie das wohl in den Griff bekommen.
Irgendwann ist natürlich auch die
schönste Mittagspause zu Ende und wir müssen weiter. Nach einem
40minütigen, harten Anstieg erreichen wir gegen 14.00 Uhr Banthanti.
Wir schauen uns eine Lodge nach der
anderen an und entscheiden uns schließlich für die "Gurung - Lodge".
Banthanti ist eine Ansammlung von
mehreren kleinen Lodges, die in einem sehr engen Tal liegen. Teilweise
sind die hohen Felswände überhängend. Auf dem Weg von Tadapani nach
Ghorepani gelegen, werden diese Lodges wohl häufig von Trekkern für eine Teepause genutzt, nicht
aber zum Übernachten.
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Dienstag, 08. März –
von Banthanti nach Ghorepani 2.860m
Um
14.00 Uhr sitzen wir im Dining-Room der "Snowland-Lodge" in Ghorepani
und der Ofen ist schon an.
Eine wohlige Wärme zieht in meine Richtung. Draußen pfeift ein kalter
Wind.
Um
6.00 Uhr war die Nacht heute morgen in der "Gurung Lodge" in Banthanti
zu Ende. Zwar ist die Lodge "very basic", aber ich habe gut geschlafen
und auch das Essen war OK. Heute morgen beim aufstehen hatte es gerade
mal 3 Grad im Zimmer.
Auch draußen ist es noch ziemlich frisch, trotzdem nehmen wir unser
Frühstück (Chapati, Ei, Honig, Marmelade und "black Coffee") draußen
ein. Lustig fällt es aus, das Frühstück, weil zwei Hundewelpen vorbei
kommen und um ein wenig von unserem Frühstück betteln.
2.660m hoch liegt Banthanti - unser erstes Etappenziel heute ist der
Deurali-Pass mit immerhin 3.180m Meereshöhe. Doch zum Glück gibt es
unterwegs das sehr schön gelegene Teehaus "Lali Gurans". Der Name ist
Programm - Lali Gurans heisst nämlich übersetzt: Rhododendron.
Während wir unseren heißen Pfefferminztee trinken, bestaunen wir die
12 - 15m hohen "Lali Gurans" Bäume.
Unterwegs, beim Aufstieg passieren wir kleine Schneefelder; auf dem
Weg ist mittlerweile besondere Vorsicht und Aufmerksamkeit geboten,
ist er doch teilweise vereist. Govinda 1 hatte ja schon in Kathmandu
davon gesprochen, dass es am 03. und 04. März in Ghorepani und
Umgebung geschneit hat.
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Unterwegs nach
Ghorepani; Schneefelder... |
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...und ein Yak |
Fast Mittag ist es, als wir den höchsten Punkt unserer Trekkingtour -
den Deurali Pass erreichen. Ein paar Höhenmeter unterhalb der höchsten
Stelle gibt es einen Aussichtspunkt, der durch ein paar Ruinen
gekennzeichnet ist. Von hier aus haben wir einen atemberaubenden Blick
auf die Eisriesen mit dem 8.167m hohen Dhaulagiri als Mittelpunkt. Es
sind nur weniger andere Trekker vor Ort, die wohl heute morgen von
Ghorepani aufgebrochen sind und nach Tadapani wollen.
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Für diese
Aussicht braucht es keinen Poon Hill! Am "View Point" des Deurali
Pass. |
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Ein scharfer Wind pfeift aus Richtung Pokhara und drückt große und
grauweiße Wolkenberge zum Deurali Pass herauf.
Kurze Zeit später ist der Machhapuchre fast nicht mehr zu sehen.
Regen oder gar Schnee droht und so sind wir froh, dass wir nur noch
nach Ghorepani absteigen müssen.
Aber wie das so ist mit dem Absteigen in Nepal, auch dieser Weg hat es
nochmals in sich - die Treppenstufen nach Ghorepani runter wollen
einfach kein Ende nehmen.
Ziemlich unten, am Dorfeingang liegt das begehrte Internet-Cafe. Mal
sehen, was meine Frau so schreibt - sind zu Hause alle gesund - ist
alles OK? Ich hatte gerade die entsprechende Internetseite aufgerufen,
da macht es "Pötsch" und der Strom ist weg! Stromsperre also auch in
Ghorepani.
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Also steige ich die letzen Stufen zur "Snowland-Lodge" hinauf und
richte mich in meinem kleinen Zimmer (WC und Dusche inklusive) ein.
Ein Druck auf den Lichtschalter und die Glühbirne brennt. Stromsperre
beendet.
Ich ziehe mich also kurz um und düse mit Govinda die Treppenstufen zur
Internet-Bude wieder hinunter.
Auch Govinda will seine Mails checken.
Zuhause ist alles Ok - nur saukalt ist es in Essen schreibt mir meine
Frau. Ich schreibe schnell zurück, dass bei uns alles OK ist und
verspreche, mich per E-Mail ausführlicher aus Pokhara zu melden.
In der Lodge ist der Ofen an, es ist
gemütlich und warm. Eine relativ große Gruppe Chinesen ist noch anwesend. Über dem Ofen hängen T-Shirts, Socken und Hemden zum Trocknen.
Morgen geht es nach Tikedhunga und
übermorgen - so denke ich ein wenig wehmütig - sind wir schon
wieder in Pokhara.
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Mittwoch, 09. März -
von Ghorepani nach Tikedhunga 1.545m
In
Ghorepani bestaune ich morgens (noch vor dem Frühstück) wieder einmal
die Annapurna South, den Hinchuli und den Machhapuchre. Obwohl es sich
gestern Abend nochmals zugezogen hatte - heute morgen strahlt wieder
die Sonne.
Um
8.00 Uhr sind wir abmarschbereit und passieren kurze Zeit später den
Police-Check Point am Ortsausgang von Ghorepani. Es geht runter nach
Tikedhunga. Uns steht ein Abstieg von 1.300 Höhenmetern bevor.
In
"Deepaks Restaurant" trinken wir unseren obligatorischen
Pfefferminztee. Die ersten 485 Höhenmeter haben wir schon geschafft.
Während ich meinen Tee trinke, läuft irgendwo in der dunklen Hütte
"Hotel California" von den Eagles. Das ist eines der
Lieblingsmusikstücke meiner ältesten Tochter und so nehme ich es als
gutes Omen für unseren weiteren Weg.
Dieser hat sich mittlerweile doch sehr stark verändert; wir laufen
über sehr steile und natürlich verschieden hohe Stufen.
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Unsere
Mittagsrast halten wir in Ulleri . Von hier aus ist es noch eine
anstrengende Stunde bis Tikedhunga - die leuchtend blauen Dächer des
Ortes können wir schon sehen.
Unterwegs treffen wir auf einige Trekker, die heute wohl noch bis
Ghorepani wollen - und das, obwohl es schon nach Mittag ist. Mich
reitet ein kleiner Teufel, als ich schadenfroh denke, dass wir zum
Glück diese "Himmelsleiter" nur runter und nicht rauf müssen (in
anderen Zusammenhängen wäre das freilich nicht wünschenswert).
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Govinda erzählt uns, dass er seinen 1.Trek als Träger (und das für
Klaus Töpfer) genau auf diesem Weg gemacht hat. Aber bergauf!
Bis zur allerletzten Stufe ist hohe Konzentration gefragt, ein
Fehltritt hätte sicherlich fatale Folgen. Tikedhunga ist schon fast
"in Greifnähe". Wir passieren zwei Hängebrücken, die letztere nett mit
Gebetsfahnen geschmückt - hier machen wir noch ein Erinnerungsfoto und
um halb drei nachmittags haben wir unser heutiges Ziel erreicht.
Unser Trekking ist (so gut wie) zu Ende! Dank den Göttern, dass alles
so gut geklappt hat.
Dank natürlich auch an Govinda unseren Freund und Guide, der mit viel
Umsicht und Freundlichkeit maßgeblich zum guten Gelingen unseres Treks
beigetragen hat. Selbstverständlich - und das nicht zuletzt - auch
ein supergroßes "Dherei dhaanybhaad" an unsere "Lotusblüte Pushpa".
Auch er hat mit seiner Freundlichkeit und stets zuvorkommenden Art
unseren Trek bereichert. Mal ganz davon abgesehen, dass der unser
Gepäck getragen hat. Pushpa wird uns übermorgen verlassen und mit dem
Bus von Pokhara nach Kathmandu zurückfahren.
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Zwischenbilanz
Wie geht es weiter?
Morgen früh laufen wir in ca. 3
Stunden nach Birethanti und fahren von dort aus mit dem Taxi
zurück nach Pokhara. Ich freue mich auf eine ausgiebige Dusche und
natürlich auf ein Internet-Cafe. Mal sehen, was es zuhause Neues
gibt und auch die Lieben daheim werden sich sicherlich über ein
Lebenszeichen von uns freuen.
Am 13.03. fliegen wir dann nach
Kathmandu zurück.
Dort werden wir noch ein paar Tage
mit "Kulturtrekking" verbringen,
bevor es am 20.03. dann endgültig nach Hause geht. |
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10. März - von
Tikedhunga nach Pokhara 830m
Um
7.00 Uhr sitzen wir beim Frühstück in Tikedhunga.
Tikedhunga heißt übrigens übersetzt: "Scharfe Steine". Das ist wohl
auf die scharfkantigen Steinplatten zurück zu führen, die allenthalben
hier als Treppenstufen und dergleichen genutzt werden.
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In Tikedhunga |
Nochmals kommt ein
wenig Wehmut auf, denn es sind nur noch 3 Stunden, bis wir unsere
Trekkingpfade im südlichen Annapurna-Gebiet verlassen.
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Es läuft sich ganz gut; durch kleine
Ansiedlungen geht es stetig bergab.
Dann wird es doch noch einmal
abenteuerlich. Von Naya Phul, bzw. von Birethanti herauf wird die
Straße weitergebaut; d.h. der "normale Trekkingweg" ist gesperrt.
Oben am Hang steht ein großer Bagger und frisst sich Stück für
Stück in den Hang.
Der Trekkingweg ist also gesperrt -
alle, die nach Tikedhunga wollen, müssen durch das Flussbett. An
sich kein Problem, nur müssen wir an drei Stellen, auf
behelfsmäßig gebauten "Brücken" den Fluss überqueren.
Die erste Brücke besteht aus großen Steinen, die beiden anderen
aus Bambus und Holz.
Am abenteuerlichsten ist die dritte
Brücke, hat doch der Baumstamm der als Übergang dient einen
"großen Buckel", sprich, er ist alles andere als gerade. Mit ein
wenig Herzklofen meistern wir auch diese Aufgabe - wenn wir hinein
fallen würden, wäre das ärgerlich (oder lustig?) aber mitnichten
gefährlich. Der Fluss hat nicht viel Strömung und das Wasser würde
uns max. bis zu den Oberschenkeln gehen. Alles geht gut und um
halb elf stehen wir am TIMS - Checkpoint in Birethanti. |
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Von hier aus können wir noch
einmal den Machhapuchre bestaunen. Viele Trekker sind
unterwegs, die meisten gehen bergauf in Richtung Tikedhung.
Auffallend sind die vielen (und großen!) chinesischen Gruppen.
Ein paar Minuten noch, dann ist
das Trekking endgültig vorbei.
Wir steigen ins Taxi. Oben auf
dem Dach ist unser Trekkinggepäck festgebunden, die Rucksäcke
nehmen wir mit ins Auto und los geht’s. Nach kurzer Fahrt hält
der Fahrer noch mal an und kurzerhand wird noch ein Autoreifen
(mit Felge) auf das Dach geschnallt.
Nepal eben.
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Auch der Luftdruck der Autoreifen wird noch einmal überprüft
und dann geht es endlich los in Richtung Pokhara. Nach
problemloser Fahrt halten wir nach 1,5 Stunden vor dem "Lake
View Resort". |
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Pokhara, Lake View Resort -
nachmittags
Nach einer ausgiebigen Dusche und
einem Chicken Curry gehe ich mit Govinda ins Internet-Cafe.
Doch auch in Pokhara ist Loadshedding - Stromsperre also.
Govinda weiß Rat - 400m weiter gibt’s eine Internet-Bude, die
offensichtlich über einen entsprechend leistungsstarken
Dieselgenerator verfügt. Kein Problem ins Internet zu kommen.
Zuhause ist alles OK - das ist schon mal wichtig und natürlich
gebe ich auch ein Lebenszeichen in Form einer E-Mail ab.
Ein Telefonat mit Govinda 1 in
Kathmandu klärt, dass wir am 13.03. direkt nach Panauti
weiterfahren - keine Übernachtung also in der Hauptstadt. Gut
so.
Freitag, 11.
März - Pokhara 830m
Die Majestäten Annapurna South,
der Machhapuchre und die Annapurna II begrüßen mich
als ich morgens auf dem Balkon
meines Zimmer stehe.
Es war sehr angenehm mal wieder
in einem richtigen (und breiten!) Bett zu schlafen.
Und nachts - ohne erst die Schuhe
anziehen zu müssen - ins Badezimmer gehen zu können, ist auch
nicht schlecht!
Heute wollen wir zum und über den
See, das Heiligtum auf der Insel besuchen;
anschließend geht’s hinauf zur
Weltfriedens-Pagode.
Gestern Abend haben wir uns von
Pushpa verabschiedet; wie bereits berichtet, fährt er heute
mit dem Local Bus zurück nach Kathmandu. Mit ein bisschen
Glück werden wir ihn in 2 Tagen im Office wiedertreffen.
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Am See
350 Rupies kostet uns das
Übersetzen mit dem Boot.
Die kleine Insel mit dem
Heiligtum, welches der Göttin Durga geweiht ist, erreichen wir
in
ca. 15 Minuten. Es ist ganz nett
sich auch mal paddeln zu lassen. Im "normalen Leben" sitze ich
ja meistens hinten (im Canadier) und steuere das Boot über die
heimische Ruhr.

Nach dem Besuch des Tempels
klettern wir wieder ins Boot erreichen in ca. 20 Minuten das
gegenüberliegende Ufer.
Zur Weltfriedens-Stupa
Ca. 1 Stunde geht es durch Wald
bergauf - es werden Erinnerungen an unser Trekking wach -
obwohl dieser Weg hier problemlos in normalen Turnschuhen zu
begehen ist.
Vier groß Buddhas grüßen in die
vier Himmelsrichtungen.
Um die eigentliche Stupa betreten zu dürfen, müssen wir die
Schuhe ausziehen.
Ein Rundumbalkon lädt zur
üblichen Kora ein.
Von jedem Punkt der Kora haben wir einen wunderbaren Blick ins
Umland.
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Nach
der Besichtigungsrunde trinken wir noch einen Lemmon-Tea in
einem großzügig gebauten Teehaus, das etwas unterhalb der
Stupa steht. Von hier aus haben wir einen schönen Blick auf
den Phewa-See.
Der Abstieg (wir nutzen einen
anderen Weg als beim Aufstieg) fordert dann doch noch einmal
unsere Konzentration.
Der Weg besteht zu 80% aus (natürlich -
wie könnte es auch anders sein?) unterschiedlich hohen Stufen.
Unterwegs rasten wir an einem der
typisch nepalesischen Chautaris (Rastplätze), haben mehrere
nette Begegnungen mit Einheimischen und finden uns schließlich
auf der geteerten Straße, die nach Pokhara führt, wieder.
Die
Sonne meint es richtig gut und so sind wir froh, als wir nach
20 Minuten "Streetwalking" das Tibetische Flüchtlingscamp
erreichen, indem wir etwas Schatten finden.
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Im Camp selbst ist nicht viel zu
sehen. Am Eingang versuchen einige Tibeter ein paar
Rupies mit dem Verkauf des
üblichen Schmucks zu verdienen. Wir werfen noch einen Blick in
die kleine Teppichweberei und laufen anschließend zur Straße
zurück.
Schnell ist ein Taxi herbei
gewunken; mindestens eine "heiße Stunde" über Asphalt und
vorbei an dieselstinkenden Autos zu laufen, das wollten wir
uns dann doch nicht antun.
Den Nachmittag verbummeln wir im
Garten des Hotels.
Samstag, 12.
März - Pokhara 830m
Ein ausgiebiger Spaziergang durch
Pokhara steht heute auf dem Programm;
in einem - direkt am See gelegenen Cafe bestellen wir uns
etwas zu trinken.
Und dann gibt es doch noch etwas
Neues. Govinda 1 rief aus Kathmandu an:
Er ist gestern Abend - es gab
mal wieder keinen Strom in seinem Viertel - zuhause die
Treppe hinunter gestolpert und hat sich dabei den Knöchel
verletzt. Ein Besuch im Krankenhaus ergab keine
zufrieden-stellende Diagnose. Ist der Fuß "nur " verstaucht,
oder ist sogar eines der Bänder oder eine Sehne in
Mitleidenschaft gezogen?
"Warum nur", denke ich, "nimmt
sich der Nasenbär keine Taschenlampe mit, wenn er schon im
Dunklen durch sein Haus stöbert?“
Wie dem auch sei, Govinda hat
Schmerzen und kann nicht vernünftig laufen. Eigentlich wollte
er es sich nicht nehmen lassen, uns auf dem bevorstehenden
Kulturtrek im Tal zu begleiten.
Nun wird diesen "Job" Govinda 2 übernehmen.
Nachmittags im Internet-Cafe lese
ich, dass die Lokführer Gewerkschaft in Deutschland bis
einschließlich Dienstag Ruhe geben will. Am Mittwoch soll dann
entschieden werden wie es weitergeht. Hoffentlich muss sich
meine Frau am Montag (21.3.) nicht doch noch mit unserem Auto
auf den Weg nach Frankfurt machen um uns am Flughafen ab zu
holen. Das wäre mehr als ärgerlich.
In Nepal kommen wir in jede Ecke
und in Deutschland wissen wir womöglich nicht von Frankfurt
nach Essen zu kommen??
Sonntag, 13.
März - Abschied von Pokhara - Flug nach Kathmandu -
Weiterfahrt nach Panauti
Nach einem letzen Frühstück in
Nepals zweitgrößter Stadt verabschieden wir uns vom "Lake View
Resort" und fahren in ein paar Minuten zum Flughafen. Um 09.30
Uhr soll der Flieger nach Kathmandu starten, eine Stunde
vorher müssen wir einchecken.
Die Abflughalle ist relativ leer,
nur am Schalter für den Check-In nach Jomosom stehen einige
Trekker.
Mit einem Mal meint mein Vater
(ziemlich erschrocken), dass er den Ring, den er sich in
Pokhara hat anfertigen lassen, im Bad seines Hotelzimmers
vergessen hat. Ich bespreche mich kurz mit
Govinda und der entscheidet sich, ratz fatz noch mal zum Hotel
zurück zu fahren, um das gute Stück ab zu holen.
Es ist 9.00 Uhr als Govinda
losdüst, in einer halben Stunde geht der Flieger!! Aber
Pokhara ist zum Glück nicht Kathmandu und so kommt er bereits
eine viertel Stunde später völlig relaxt (und mit dem Ring!)
in die Abflughalle spaziert. Glück gehabt!
Auf dem Rückflug haben wir (im
Gegensatz zum Hinflug) eine gute Sicht auf die Himalaya-Berge.
In Kathmandu angekommen sagen wir
kurz im Büro Hallo und tauschen unsere dreckige Kleidung gegen
saubere aus. (Einen Großteil der Trekkingbekleidung hatten
wir schon in Pokhara in die Wäscherei gegeben). Für die
nächsten Tage reichen ein paar Klamotten, gepackt in unsere
Rucksäcke, aus.
Wir brauchen weder Schlafsack, noch unsere Bergschuhe.
Nachmittags starten wir nach
Panauti. Die Fahrt dort hin dauert knapp anderthalb Stunden.
Nach einem Kaffee auf der Dachterrasse des "Panauti Hotel"
besichtigen wir die Altstadt. Ich war 2009 schon mal hier;
schade, dass kein Geld zur Verfügung steht (wie ich nur
vermuten kann), um die Heiligtümer zu erhalten, bzw. zu
restaurieren.
Jetzt den Aufsatz: Die Mythologie der
Stadt Panauti lesen.
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Montag, 14.03. von Panauti nach
Namo Buddha
Mit dem "local bus" geht es
von Panauti nach Sankhu,
bzw. nach Phedi.
"Normale" Autos können diesen
Weg wegen der vielen Schlaglöcher und Unebenheiten nicht
fahren.
Nach einer knappe Stunde Schaukelei sind wir in Phedi.
Ca. 40 Minuten dauert der
Aufstieg zum Heiligtum. Auch hier hat sich seit 2009
nichts verändert.
Nach einer kleinen Erfrischung schultern
wir unsere Rucksäcke und laufen über die staubig-gelbe
Straße zum Namo Buddha Resort. Am Nachmittag besuchen wir
die große Klosteranlage.
Jetzt die Geschichte von Namo Buddha lesen
Jetzt das Fotoalbum "Namo Buddha" ansehen
(Bilder aus dem Jahr 2009)
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Morgens beim Frühstück im Ressort können wir uns einen
Eindruck von der bunten Vogelwelt die es rund um Namo
Buddha gibt, verschaffen.
Gegen Mittag
erreichen wir Kathmandu. |
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Dienstag, 15.03. - Namo
Buddha Ressort -
Rückfahrt nach Kathmandu
Gestern Abend hatten wir ein
gemeinsames und sehr leckeres Abendessen mit den
deutschen Besitzern des Resorts.
Leider hat sich mein Vater
eine ziemliche Halsentzündung zugezogen; deshalb
entscheiden wir uns, heute direkt nach Kathmandu und
nicht, wie zunächst geplant, nach Bakthapur zu fahren.
Er soll sich heute ein wenig
ausruhen und mit ein wenig Glück können wir dann morgen
den Besuch in Bakthapur nachholen.
Ein Telefonat mit Govinda 1
in Kathmandu klärt, dass wir nun doch die letzten Tage in
Kathmandu (wiederum im Hotel Manang) übernachten.
Auf dem
Programm steht - neben dem Besuch von Bakthapur - auch
noch ein Ausflug nach Patan und nach Kirtipur.
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Mittwoch, 16. März - Patan
Statt nach Bakthapur sind wir
heute nach Patan gefahren.
Wir besuchen die (staatlich
lizensierten) Silberschmieden. Obwohl wir einige wirklich
schöne Stücke (Armreifen und Ringe) entdecken, erscheinen uns
die Preise doch zu hoch; das wird auch letztendlich von
Prasanta - er hat sich entschieden uns kurzfristig zu
begleiten - bestätigt.
(Govinda 2 der eigentlich
mitkommen wollte ist froh, ein paar Tage mit seiner Familie
verbringen zu können, bevor er am 20.3. wieder als Guide
unterwegs ist).
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Dort gibt es natürlich den ersehnten
Ingwer Tee und anschließend macht sich mein Vater mit Prasanta
auf den Weg um einen Pashmina Schal zu kaufen.
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Nach dem Besuch des Maha
Buddha Heiligtums essen wir eine Kleinigkeit und
schlendern dann über den Durbar Square.
Im Gegensatz zum Durbar Square in Kathmandu dürfen hier
keine Autos fahren.
Das ist sehr viel angenehmer.
Am frühen Nachmittag sind wir
zurück im Hotel. Kurz etwas erfrischt und schon sind wir auf
dem Weg ins Office.
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Im "HIMATREK - Headquarter"
treffe ich auch Klaus wieder, der seinen Trek, auch wegen
einer Halsentzündung und Stimmbandreizung, abbrechen musste.
Beim Austausch von Neuigkeiten wird uns der Nachmittag nicht
lang.
Donnerstag,
17. März - Bakthapur
Nach dem Frühstück taucht
Prasanta auf, wir schwingen uns ins Taxi und fahren nach
Bakthapur.
Diese alte Königsstadt hat mein
Vater schon 2004 besucht und auch für mich ist die Altstadt
kein Neuland. Nach einem zweieinhalbstündigen Rundgang fahren
wir zurück ins Hotel.
Am Nachmittag - wir sind gerade
auf dem Weg in den Supermarkt, fängt es an zu regnen. Aber
mehr als ein paar Tropfen gibt es nicht! Leider, denn Nepal
hätte das kostbare Nass bitter nötig. Zumindest im Tal ist
alles staubtrocken. Die Flüsse haben wenig Wasser, die
Kraftwerke können demgemäß nicht mit der entsprechend nötigen
Kapazität arbeiten. Die Hauptstadt ist nach wie vor
(aufgeteilt in Bezirke) immer noch 14 Stunden ohne Strom.
Abends erfahre ich von meiner
Frau via Internet, dass der Streik der Lokführer in
Deutschland vorerst ausgesetzt ist. Dieser Donnerstag neigt
sich also auch seinem Ende zu; morgen wollen wir noch nach
Kirtipur, am Samstag ein wenig shoppen und am Sonntag Abend
geht’s mit dem Flieger der GULF AIR zurück nach Deutschland.
Jetzt das Fotoalbum: Bakthapur ansehen
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Freitag, 18.
März - Kathmandu
Narayanhiti Palast
Kühl ist es heute, sehr diesig
und es sieht nach Regen aus.
Wir canceln also unseren Ausflug
nach Kirtipur und besuchen stattdessen den Narayanhiti-Palast.
Hier hat also der (ehemalige) König residiert. Nicht schlecht.
Leider ist das fotografieren im Palast verboten - sogar mein
Feuerzeug muss ich am Eingang des Palastes abgeben.
Es sind
nicht all zu viele Touristen im Palast, dafür aber doch eine
gehörige Anzahl von Einheimischen.
Ich finde es positiv, dass
sie sich mit ihrer Vergangenheit auch auf diese Art und Weise
auseinander setzen.
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Samstag, 19.
März - Kathmandu
Der letzte Tag meiner
Frühjahrstour ist angebrochen.
Zwar geht unsere Maschine erst
morgen Abend, wir müssen aber schon gegen 16.00 Uhr
am Flughafen sein. Das heißt,
gegen 15.00 Uhr wird das Taxi vorfahren.
Wir bummeln durch Thamel, trinken
im Pilgrims Bookhouse noch einen Kaffee und fangen schließlich
an unser Reisegepäck zu sortieren und zu packen.
Langsam kommt das Reisefieber und
ich hoffe sehr, dass die Maschine, die uns morgen nach Bahrain
bringen soll pünktlich startet. Wir werden sehen….
Sonntag
16.00 Uhr Flughafen Kathmandu - Dienstag morgen 10.00 Uhr
Essen HBF
Der Worst-Case ist eingetreten!
Um 16.00 Uhr waren wir pünktlich
am Flughafen und zunächst sah alles gut aus. Kein Schild am
GULF AIR Schalter : "Sorry for delay". Das Einchecken geht
ohne Probleme vor sich, die "Ausreisemarke" hat man uns auch
schon ins den Reisepass geklebt.
Aber dann...
Aus der Abflughalle kann ich
einen Blick auf das Rollfeld werfen; die Maschine der QATAR
ist da, einige andere auch, nur das Flugzeug der GULF AIR ist
nirgends zu sehen?! Na ja, denke ich, noch haben wir ja Zeit -
es wird schon noch klappen.
Um 19.35 Uhr soll die Maschine
starten.
Es ist ca. 18.00 Uhr, als sich
über Kathmandu ein heftiges Gewitter entlädt. Ein Donner ist
dermaßen stark, dass sich die Fensterscheiben der Halle laut
beschweren. Vom Flugzeug der GULF ist nach wie vor nichts zu
sehen. Auf meine Nachfrage was denn los sei, erfahre ich von
der Flughafen-Crew, dass die Maschine (angeblich) über
Kathmandu kreist, aber wegen des Gewitters nicht landen kann.
Wir sollen uns keine Sorgen machen - es wird alles klappen.
Nix klappt, die nächste Info ist,
dass das Flugzeug nach Dhaka (das ist die Hauptstadt von
Bangladesh) weitergeschickt wurde. Der Sprit wäre langsam
knapp geworden. Aber - macht euch keine Sorgen; die Maschine
wird gegen 19.00 Uhr in Dhaka landen und von dort gegen 20.00
Uhr nach Kathmandu fliegen.
Von Dhaka nach Kathmandu braucht es eine Stunde - wir können
also - so die weitere Aussage, noch vor 22.00 Uhr starten. In
Bahrain ist es dann 20.00 Uhr - bei ca. 5 Stunden Flugzeit
würden wir also unseren Flieger nach Frankfurt, der geht um
01.55 Uhr, noch erreichen. Also gut.
Als dann alle Passagiere, gebucht
auf die GULF AIR Maschine, zu einem kostenlosen Abendessen
eingeladen werden, ist mir klar, das nichts klar ist!
Letztendlich ist es dann genau
Mitternacht, als die GULF AIR Maschine in Kathmandu startet.
Man braucht kein großer
Rechenkünstler sein um herauszufinden, dass der Anschlussflug
nach Frankfurt für uns nicht mehr erreichbar war.
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20. März - Bahrain, Flughafen Manama, 03.30 Uhr Ortszeit
Immerhin sind wir nun auf dem Weg
nach Hause!
In Bahrain erklärt man uns, dass
wir auf die nächste Maschine nach Frankfurt warten müssen!
Die geht aber erst um 01.55 am Dienstag morgen. Das heißt im
Klartext:
22,5 Stunden (!!!) im Flughafen
von Bahrain warten! Oje! Wegen der politischen Unruhen in
Manama lässt man uns auch nicht raus aus dem Flughafen - kein
Hotel, keine Dusche, kein Schlaf!
Was folgte, war natürlich eine
Tortour!
Ab und an kann ich für 20 oder 30
Minuten ein wenig dösen (auf den Sitzbänken im Flughafen geht
das gerade so eben), aber an richtigen Schlaf ist natürlich
nicht zu denken.
Irgendwann war aber dann auch
diese Warterei vorbei….
Am Dienstag morgen um 10.00 Uhr
kommen wir mit 24stündiger Verspätung am Hauptbahnhof in Essen
an.
Am Sonntagmorgen sind wir um 6.00
Uhr in Kathmandu aufgestanden.
Nun ist es Dienstag morgen 10.00 Uhr!
Wir sind seit 52 Stunden ohne
Schlaf! Erst am späten Nachmittag finde ich die nötige Ruhe um
mich zuhause ins Bett zu legen!
Das " blöde Erlebnis der
überlangen Rückreise" ist schnell vergessen.
Was bleibt ist Dankbarkeit und
schöne Erinnerungen an eine - wieder einmal - wunderbare Tour
in Nepal.
Der Flug für den Herbst ist
bereits gebucht.
Vom 01.—22. Oktober bin ich
wieder im Himalaya unterwegs!
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