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Nepal 2012

02.03. Abflug von Frankfurt
03.03. Bahrain - Kathmandu
04.03. Kathmandu -  Sitapaila
Die "Südtangente"
05.03. Janakpur und Janaki Mandir
06.03. Janakpur - Railway Station
06.03. Sauraha - Chitwan Outer Park
07.03. Sauraha - Flusssafari
07.03. Chitwan Inner Park
08.03. Eine Geburtstagsfeier und die Rückfahrt nach Sauraha
09.03 Lumbini
10.03. Lumbini
10.03. Tansen
11.03. Pokhara
12.03. Pokhara
Der Trek im Mardi Himal
13.03. Pittam Deurali
14.03. Forest Camp
15.03. Low Camp
16.03. Der View Point oberhalb vom Low Camp -  Abstieg nach Sidhing
"Kulturtage" in Pokhara
17.03. von Sidhing über Lumre nach Pokhara
18. 03. Pokhara - Gupteshwori Mahadev Cave - Devis Falls und das International Mountain Museum
19.03. Pokhara
Schöne Tage in Sitapaila / Kathmandu
20. - 22.03. Sitapaila - Kathmandu
23.03. Kathmandu - Bahrain
24.03. Back home


[09.03.2012 Nachdem mir Govinda in Bandipur ein Schulheft besorgt hat, komme ich nun endlich dazu,
meine Reisenotizen zu sortieren.]


Freitag, 02.03. Frankfurt - Bahrain
Flughöhe (zur Zeit) 11.887m; Außentemperatur - 67 Grad; Geschwindigkeit 953 KM/h - das gibt der Kapitän der GULF-AIR Maschine durch. Ich sitze im Flieger und freue mich auf Nepal!

Am Vormittag hatte ich in Frankfurt ein älteres, nepalesisches Ehepaar (er verrät mir, dass er 68 Jahre ist) getroffen. Aus Amerika kommend - dort haben sie ihre Tochter besucht - sind sie auf dem Weg nach Hause.
Da beide nicht gut englisch sprechen, nehme ich sie ein wenig "unter meine Fittiche".

Um 11.26 Uhr rollt der GULF-AIR Vogel aus seiner Parkposition, um 11.46 ist take off. Wir fliegen mit fast 30-minütiger Verspätung los. Macht nix - in Bahrain habe ich genügend Aufenthaltszeit.

Freitag, 02.03. Bahrain

Trotz der halbstündigen Verspätung landen wir pünktlich in Bahrain.

Noch ist also der 02. März.
Ja, und Zeit habe ich nun wirklich genug.

Der Anschlussflug nach Kathmandu hat nämlich 2,5 Stunden Verspätung!
 
Samstag, 03.03. Bahrain
Dank Wi-Fi und meinem Lap-Top kann ich Govinda in Kathmandu schnell über die Verspätung informieren. Um 03.00 Uhr rollen wir wieder und kurze Zeit später hebt der Flieger ab nach Kathmandu.

Wohl kann man in Bahrain im  Flughafen mit Euros bezahlen - bekommt aber Bahrain-Dinar wieder. In Doha (so erinnere ich mich) geben sie sogar  Euro Silbergeld als Wechselgeld heraus!


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Samstag, 03.03. Kathmandu - Tribhuvan International Airport
Das hatten wir doch schon mal (2011)?
Mein Koffer war nicht im Bauch der Maschine und somit auch nicht auf dem Gepäckband im TIA.
Vergeblich hoffe ich fast 40 Minuten. Allerdings bin ich in meinem "Unglück" nicht allein. Fast 40 (!!!) Personen, davon mindestens 30 Nepalis, drängen sich am Schalter für das "Lost Bagage" und wollen wissen was los ist.


Wer schon mal in Nepal war und über die Arabischen Emirate geflogen ist, der weiß, dass viele Nepalis in eben diesen Emiraten als "Gastarbeiter" tätig sind. Und er weiß auch, was für Gepäckstücke die Jungs aus Bahrain (Doha, Abu Dhabi...) mitbringen. Fernseher, Computer, Kaffeemaschinen etc.....

Am Schalter für das vermisste Gepäck tobte das Chaos! Jeder wollte natürlich als Erster seine Verlustmeldung machen. Unter den ganzen Nepalis fanden sich dann auch ca. 10 oder 12 Europäer, die mehr oder weniger hilflos mitten im Chaos standen und verzweifelte Gesichter machten.
Einige von ihnen wollten wohl am nächsten Tag sofort weiter zum Trekking.

Da haben die "Verrückten" der GULF-AIR offensichtlich in Bahrain vergessen einen kompletten Gepäckcontainer ein zu laden!! Oh weia!

 

Ich lasse mir die Telefonnummer des zuständigen Menschen des TIA geben und marschiere mit meinem Handgepäck in Richtung Ausgang. In "Außenhalle" stehen schon Klaus, Govinda und Prasanta. Die Begrüßung ist - wie immer - überaus herzlich.

Es ist Samstag, also der "Nepali Sonntag" - auf den Straßen in Kathmandu ist nicht all zu viel los. Nach halbstündiger Fahrt finde ich mich in Govindas Büro wieder. Hari macht schnell einen Ingwer Tee und währenddessen ruft Govinda am Flughafen an wo man ihm sagt, es täte ihnen alles wirklich leid, das Gepäck würde dann mit der Abendmaschine aus Bahrain kommen! Nun gut!

 

Nach dem kurzen "Hallo sagen" im Büro geht es mit dem Taxi weiter nach Sitapaila, einem Vorort von Kathmandu, unweit der Swayambunath-Stupa. Hier steht Govindas Haus. Im letzen Jahr hatte er "aufgestockt" und so hat er nun Platz genug; nicht nur für seine große Familie, auch Vater und Mutter und sein Bruder Krishna (der vor kurzem geheiratet hat) wohnen hier. Und es ist immer noch genug Platz für mich. Zum ersten Mal wohne ich also nicht im Hotel in Thamel, sondern bei Govinda zuhause. ein nettes kleines Zimmer (sogar mit Balkon) hat er mir eingerichtet. Auch Klaus logiert hier. Von "unserer" Dachterrasse überschaue ich einen Teil von Kathmandu, dass - wie ja so oft - unter einer dichten Dunstglocke liegt. Die Luft in Sitapaila ist um vieles besser und auch das ständige Autogehupte fehlt.

 

 

Govindas Haus 2011 "under construction"

 

"Dachterrassen-Sonnenaufgang"

 

Mein Zimmer

 

Auf der Dachterrasse lasse ich es mir gut gehen

     
 

Govindas Kinder

 

Beim Kochen


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Im Supermarkt in Sitapaila (er liegt nur ca. 3 Gehminuten von Govindas Haus entfernt), versorge ich mich mit dem Nötigsten und falle dann irgendwann müde und erschöpft ins Bett.

04.03. Kathmandu - Sitapaila
Leider gibt es wohl Probleme mit Govindas Internet-Provider, bzw. mit dem Server. Nur für kurze Zeit gelingt es mir mit meinem LapTop online zu gehen. Macht nix - ich rufe dann später vom Büro kurz zu Hause an.

jetzt Bilder von Pashupatinath ansehen  
jetzt Bilder von Boudhanath ansehen

Mein Gepäck war dann am Abend des 03. März wirklich am Flughafen in Kathmandu!
So kann ich heute abend meine Sachen für die "Südtangente" und auch für den anschließenden
Kurztrek in den Mardi-Himal packen.

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Die "Südtangente"
[ Grafik der Südtangente ansehen]
05.03. Janakpur

   

Um 09.15 Uhr sind wir am Flughafen und um 10.50 Uhr hebt die kleine Maschine der Yeti-Airlines ab.

Wir fliegen nach Janakpur. Zwanzig Minuten dauert der Flug, auf dem wir doch recht gut durchschüttelt werden.

Wir sind im "Hotel Manki" unter-gebracht - wohl das Beste am Platz.
Nach dem Mittagessen (wir haben Wildschweine als Nachbarn) machen wir uns zu Fuß auf den Weg um den Janaki-Mandir zu erkunden. Unter-
wegs statten wir dem Shiva-Tempel einen Besuch ab.

Die Stadt hat ca. 93.000 Einwohner und liegt auf 70m Meereshöhe.

Der Sage nach wurde hier Sita, eine Inkarnation der Göttin Lakhsmi geboren.

Unter dem Namen "Mithila" war das heutige Janakpur als Hauptstadt des historischen Königreiches Videha bekannt.


   
   
       

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Die große Tempelanlage des Janaki-Mandir ist in keinster Weise mit Pashupatinath zu vergleichen. Wir sind ganz nahe der indischen Grenze, das schlägt sich auch im Baustil des Tempels nieder. Ganz aus Stein gebaut und wohlgeformt.
 


Allenthalben, so zu sagen "an jeder Ecke" gibt es kleinere und größere Zeremonien,
Hochzeiten und kleine Pujas um für das Glück und die Gesundheit der Familie zu bitten.

Und...hier werden wir zur "Touristenattraktion". Es kommen etliche Leute (meist Inder) auf uns zu und fragen,
ob man uns fotografieren darf. Nepal - bzw. Indien mal andersherum.
 

   


Wir spazieren über zwei Stunden in der Tempelanlage herum, bevor wir auch die nähere Umgebung des Tempels erkunden. Nicht unerwähnt lassen möchte ich den zweiten Tempel, auch Janaki-Tempel genannt, der malerisch vor einem künstlichen See liegt. Wie im Märchen!
 


Am Nachmittag besuchen wir ein vom Deutschen Entwicklungsdienst (DED) gefördertes Projekt namens
"Mithila Womans Handicraft Center".
In diesem Projekt arbeiten Frauen in fünf verschiedenen "Kunstbereichen":
Töpferei, Malerei, Lokta Papier herstellen, T-Shirts bedrucken und Figuren aus Filz, bzw. Pappmache herstellen.
Dieses Projekt gibt den Frauen arbeit, die Erzeugnisse werden verkauft.

Den Tag beschließen wir in einem unserem Hotel nahe gelegenen Restaurant mit einem leckeren Dhaal Bhat essen.
Auf der Dachterrasse unseres Hotels besprechen wir noch die weiteren Tage - die vielen Mücken hören
aufmerksam zu - und dann fordert der lange und heiße Tag seinen Tribut. Schlafen!

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06.03. Janakpur - Railway Station

 

Wir besuchen den einzigen Bahnhof in Nepal! Leider fährt aber der Zug erst gegen 11.00 Uhr in Richtung indische Grenze; da wir heute aber noch nach Sauraha / Chitwan weiter-wollen ist uns das zu spät.

So schauen wir uns das bunte Treiben rund um den Bahnhof in aller Ruhe an und gegen 09.00 Uhr starten wir nach Sauraha.

     
 
     
 


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06.03. Janakpur - Chitwan / Sauraha

Die gut ausgebaute Straße (East-Western Higway, auch Mahindra Highway genannt) führt entlang endloser
Sal-Wälder. Direkt an der Straße stehen links und rechts lange Alleen von Mango-Bäumen.

Gegen Mittag treffen wir in Hetauda ein und essen dort in einem kleinen, netten Gartenlokal zu Mittag.

Govinda erzählt, dass ca. 70KM vor Hetauda ein neuer, internationaler Flughafen gebaut werden soll.
Mit Unterstützung der Japaner soll auch eine neue Schnellstraße gebaut werden.

Mein Handy (nep. NC Card) klingelt mit einemmal und ich denke schon, es ist Govinda II,
den ich seit Tagen versuche zu erreichen (er ist als Guide im Langtang unterwegs).
Aber zu meiner Überraschung ist es Rajiv M., ein nepalesischer Freund, der auch in Essen wohnt. Er ist zur Zeit in seinem Heimatland unterwegs. Wir verabreden noch mal zu telefonieren, wenn ich wieder in Kathmandu bin um dann ein Treffen zu organisieren.

Was wir seit über einem Jahr in Essen nicht auf die Reihe bekommen haben, wird wohl nun in Nepal funktionieren.
 

Am frühen Nachmittag sind wir in Sauraha-  Chitwan und beziehen Quartier in der  Unique Lodge.
 

   
         

Eine kurze Erfrischung ist uns willkommen und schon machen wir uns auf den Weg zum Rapti-River um den Sonnen-untergang an zu schauen.

   


07.03. Sauraha - Outer Park - Flusssafari
Es ist noch recht früh als ich am morgen wach werde. Dunst liegt noch über dem Land - ich liebe diese Stimmung. Nach dem Frühstück geht's los auf Flusssafari. Vorbei geht es an den wartenden Mahuts mit ihren Elefanten - doch ein "Elephant-riding" steht - zumindest für heute - nicht auf unserem Programm. Uns zieht es zum Wasser. Es dauert seine Zeit bis alle Gäste in den schmalen Holzboote Platz genommen haben.
 

   


Vielerlei Vögel sehen wir, den einen oder anderen Affen natürlich auch und dann - das Highlight - Krokodile.
Es ist schon ein komisches Gefühl in den doch recht wackeligen Boote relativ nah den den Krokos vorbei zu fahren.
 


Nach dieser tollen Natur-Erfahrung spazieren wir durch den typischen Urwald zurück zum Jeep.
Uns steht heute noch die Fahrt in den "Inner-Park" bevor. Dort wollen wir zwei Nächte bleiben.


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07.03. Chitwan - Inner Park
Ca. 1,5 Stunden dauert die Jeep-Fahrt vom "Outer"- in den "Inner" Park.
Wie der Name schon sagt, liegt die Lodge im "Inner Park" mittendrin im Nationalpark.
Dies ist wohl auch der Grund - wie wir am Abend erfahren - dass diese Lodge auf Anordnung der Governments im Juli 2012 geschlossen werden muss. Angeblich soll die Fauna und Flora geschützt werden.
 

 

Zum Resort selbst kann man nur per Boot gelangen.


Wie dem auch sei, die Unterkünfte sind an sich ok; nur die Zeiten zwischen den Hauptmahlzeiten sind doch recht lang und es besteht (unverständlicherweise) keine Möglichkeit sich "quasi zwischendurch" mal mit einem Snack oder ähnlichem zu versorgen. So beschließen wir dann am nächsten Morgen doch noch mal nach Sauraha zurück zu fahren.

Doch da wir nun schon mal hier sind im "Island Jungle Resort" nutzen wir natürlich die Chance um mit den Elefanten baden zu gehen! Eine Elefanten-Safari durch den Urwald rundet den Tag ab und tatsächlich haben wir das Glück ein paar Rhinos zu sehen!
 

 
     


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08.03. Eine Geburtstagfeier und die Rückfahrt nach Sauraha
Govinda hatte uns am Vortag im Island Jungle Resort "abgeliefert" und ist zurück nach
Gaidakot, Nabalparasi
gefahren. Dort wohnt sein Onkel, der den "1000 Monde Geburtstag" feiert. Will heißen, er wird 84 Jahre alt.


Auf dem Weg zurück nach Sauraha machen wir also einen kleinen Abstecher und
schauen uns die Geburtstagszeremonie an. Govinda kommt anschließend mit uns zurück nach Sauraha.

 

 
     
 


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Den Rest des Tages verbringen wir relaxend im schönen Unique Wild Resort.

09.03. Lumbini - Der Geburtsort Buddhas
 

 

Auf geht es nach Lumbini!
Wir besuchen den Geburtsort Buddhas. Schon lange stand dieser Ort auf meiner "Reiseliste" - nun bin ich gespannt, was mich erwartet.

Ca. 200 KM Autofahrt stehen uns bevor, zum Glück ist die Straße von Sauraha nach Lumbini durchgehend geteert.
 

     
 

Nach dem Einchecken im Hotel machen wir uns gleich auf den Weg und spazieren durch die große, weitläufige Anlage.

Die Ashoka-Säule, die in unmittelbarer Nähe zum Maha Devi Tempel steht und natürlich der Geburtsort Buddhas sind für heute unsere Ziele.

     
 
     
10.03. Lumbini    

Mit der Rikshaw fahren wir am Morgen in den "neuen" Teil Lumbinis und besuchen dort die Deutsche, die Chinesische und natürlich die Nepalesische Stupa.

Die Vietnamesische Stupa können wir nur von außen bestaunen, sie wird wohl gerade renoviert.

 
    Der Chinesische Tempel
 
Der Nepalesische Tempel   Der Deutsche Tempel

 

OM MANI PADME HUM


Es lohnt sich in jedem Fall einen ganzen oder zwei halbe Tage in Lumbini zu verbringen.
Gute Hotels sind in unmittelbarer Nähe des Einganges gelegen.

Im Park selbst, gibt es die Möglichkeit sich für ein paar Rupies per Rikshaw fahren zu lassen.
Aber natürlich ist es auch reizvoll, die Anlage zu Fuß zu erwandern.
Lumbini gehört zum Weltkulturerbe.

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10.03. Tansen (Palpa)
Im Hotel zurück packen wir schnell unsere Siebensachen, klettern in den bereit stehenden Jeep und machen uns auf den Weg nach Tansen. Bevor es aber auf den Highway geht, statten wir der Weltfriedensstupa (dessen "Schwester" ja in Pokhara oberhalb des Phewa-Sees steht) noch einen Besuch ab.
 

 

Tansen ist eine alte Handelsstadt, die (früher) Tibet mit Indien verband. Die Stadt liegt auf dem Bergrücken Srinagar Danda in einer Höhe von ca.1370 m. Hier ist es um vieles - was das Klima angeht - angenehmer als im doch schon recht heißen Terai.

Nachdem wir uns im Hotel "White Lake" einquartiert haben, nutzen wir das angenehme Wetter und erfrischen uns auf der Terrasse des Hotels.

 

 

Wir besuchen den Bairav - Tempel in Tansen und anschließend einen weiteren Tempel (dessen Name mir entfallen ist). Angeblich - so erzählt wenigstens Govinda - steht in diesem Tempel der größte Trisul in ganz Nepal.

 
         

Alles in allem ist dieser zweite Tempel jedoch nicht so ganz nach meinem Geschmack. Es liegt (leider) viel Müll herum und vor kurzem sind auch zwei Büffel dort geschlachtet worden. Alles ist voller Blut!

         
Am Abend fahren wir mit dem Jeep zu einem View-Point und genießen dort den Sonnenuntergang. Zurück geht es durch die engen Gasse von Tansen - selbstverständlich mit dem Jeep - unser Fahrer lässt sich das nicht nehmen.

Die Gassen sind so eng, dass das Auto so gerade eben durchpasst. Zurück im Hotel nutze ich die gute Internetverbindung und schreibe schnell eine Mail an die Lieben daheim.
 


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11.03. Pokhara
Ich sitze im Garten des "Lake View Resort". Mir gegenüber sitzt Pushpa, der vor einer halben Stunde mit unserem Trekkinggepäck aus Kathmandu angekommen ist (Pushpa, auch aus der großen HIMATREK Familie, war schon im letzten Jahr mit mir als Träger unterwegs).

Heute morgen sind wir gegen 08.30 Uhr in Tansen gestartet - gegen 14.00 Uhr waren wir - nach holpriger Fahrt über endlose Serpentinen in Pokhara. Leider hatte die Fahrerei auch ihren Tribut gefordert. Das Display meines "nepali-handys" ist zerbrochen. Als wir durch ein Monsterschlagloch fuhren bin ich gegen die Tür des Jeeps geflogen und schon war es passiert. Na, ich habe auch noch mein "deutsches-handy" dabei. Da passt die nepali NCEL Karte auch rein.

Unterwegs, ca. 15 KM vor Pokhara hatten wir dann an einem View-Point freie Sicht auf die Annapurna II und den Machhapuchre. Es tat gut endlich wieder Berge zu sehen.

 



Im Hotel angekommen, nehme ich schnell eine Dusche und bringe meine dreckige Wäsche zum Laundry Service. Vier Postkarten sind auch schnell geschrieben und dann ist relaxen im schönen Garten des "Lake View Resorts" angesagt.

Als ich dann am späten Nachmittag meine Trekkingsachen checke, merke ich, dass meine Handschuhe fehlen. Govinda überlässt mir seinen LapTop - den hatte Pushpa auch aus der Hauptstadt mit gebracht (Wifi ist im Resort auch vorhanden) und via facebook erreiche ich meine jüngste Tochter Meike. Sie schaut zuhause mal eben schnell in meiner Aurüstungskiste nach - und tatsächlich - da liegen meine Handschuhe.
Hab ich doch glatt vergessen sie ein zu packen. Aber zum Glück kann man sich ja auch in Pokhara mit Allem versorgen. Schnell sind ein paar einfache Handschuhe gekauft (450 Rupies). Angeblich von "Mammut" und angeblich auch "stormlock", eine erste Prüfung zeigt aber mehr als deutlich, dass die Handschuhe ein Fake sind. Na macht nix, denke ich, für die paar Tage werden sie wohl reichen - wenn ich sie überhaupt brauche.

Abends surfe ich noch ein wenig durch die Weltgeschichte, bevor wir zum Boomerang bummeln. Dieses Restaurant mit seiner großen und schönen Außenanlage ist direkt am Phewa-See gelegen. Hier habe ich auch schon im letzen Jahr mit meinem Vater gegessen.

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12.03. Pokhara
Es ist ganz schön frisch heute morgen und der Himmel bezieht sich immer mehr. Ich hoffe nicht, dass uns der Wettergott doch noch einen Strich durch die Rechnung macht.

Außer Pushpa ist auch Ganesh, ein weiterer Guide mit vor Ort. Er ist gestern mit Kunden aus dem südlichen Annapurna Gebiet zurück gekommen (Poon Hill Tour). Ganesh wird uns auf unserer Mardi Himal Tour begleiten. Diese Tour ist ja Neuland und Govinda (als "Boss") möchte, dass neben ihm ein zweiter Guide die Tour kennenlernt. Insgesamt sind wir also zu siebt unterwegs: Klaus, Marian, Govinda, Ganesh, Pushpa, Sange (Koch und Träger) und meine Wenigkeit.

Während ich so meine Notizen durchgehe kommt mit einem male Chabbi (auch Guide) um die Ecke und begrüßt mich freudig. Die Freude ist ganz meinerseits. Chabbi war mit einer Gruppe in Mustang unterwegs und wird morgen früh mit dem Bus nach Kathmandu zurück fahren.

Ganesh ist so nett und will das Display meines Handys auf dem Local Market in Pokhara reparieren lassen. Da er schon unterwegs ist, nimmt er auch meine Postkarten mit zum Postoffice (Die Postkarten sind dann auch wirklich angekommen). Leider konnte das Display aber nicht repariert werden (für 500 Rupies funktionierte das dann aber später in Kathmandu).

Govinda begleitet mich auf meiner kleinen Einkaufstour. Ich besorge noch: Toilettenpapier, Trekkingfood (Nüsse + Rosinen), zwei Einmalrasierer, zwei kleine Schlösser und Zigaretten.

Auf dem Rückweg hole ich meine Wäsche ab - nun kann ich die Trekkingtasche für die Mardi-Himal  Kurztour packen. Den Nachmittag vertrödele ich im Resort.

Am Abend hat sich der Himmel endgültig zugezogen und leuchtet nun in einem unwirklich anmutenden Hellgrau.

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13.03. Pittam Deurali 2.135m
Ein Pott schwarzer Kaffe steht vor mir, draußen rummst und kracht es - ein Gewitter ist im Gange. Gutes Timing denke ich, denn vor einer halben Stunde sind wir auf der Passhöhe Pittam Deurali angekommen. Durch diese Ansammlung von drei oder vier Lodges bin ich im letzen Jahr auf dem Weg vom Australien Camp nach Landruk schon einmal gelaufen.

 

 
Die Lodge-Ansiedlung "Pittam Deurali"   Das Gewitter zeiht auf


Gegen 9 Uhr sind wir heute morgen von Pokhara aufgebrochen. Es braucht ca. 1 Stunde Autofahrt nach Kande; hier beginnt der ca. 1,5 stündige Aufstieg zum Australien Camp; ca. 2030m (viele Treppen).

Ich nehme mein "Standard Mittagessen" ein, Rara Noodle Soup und eine Cola und bin froh, dass ich meine Windstopper Jacke anhabe. Der Wind pfeift kräftig. Ich erhasche noch soeben einen Blick auf die Annapurna South und den Hinchuli, dann nehmen die Wolken mehr und mehr zu.

 



 
 

Wie dem auch sei, im Australien Camp ist es wirklich wunderschön und ich denke an meinen Vater, der jetzt wohl auch gerne hier wäre.

Meiner Meinung nach lohnt sich eine Übernachtung im Australien Camp!
Die Lodges sind etwas besser als in Pittam Deurali und wenn das Wetter mitspielt ist der Ausblick unvergleichlich!
Etwas mehr als eine Stunde verweile wir hier, dann schultern wir unsere Rucksäcke und laufen weiter.
 

Einige kleinere Pausen eingerechnet lauf wir in 1 3/4 Stunde - ganz gemütlich - nach Pittam Deurali.
Wie gesagt, zum Glück erreichen wir die Lodge dort vor dem Gewitter.

     

Während ich im dining room meine Notizen schreibe, regnet es ziemlich stark. Der Wind vom Australien Camp hat wohl die Regenwolken bis hierher geblasen.

Kurze Zeit später kommt zum Regen auch noch Schneegraupel dazu. Hoffentlich geht das gut. Govinda und seine Crew vertreiben sich mittlerweile die Zeit mit Kartenspielen.

 
     

Bei all dem Wind, Regen und Schneegraupel hat es sich ziemlich schnell abgekühlt und wir "flüchten" aus dem oberen Gastraum in den unteren. Dort steht nämlich der typische Ofen!

Eine knappe Stunde tobt sich das Gewitter aus, dann hat es endlich Ruhe. Die umliegenden "Berge" (only hills) tragen nun eine zarte, weiße Haube.
Etwas später klart der Himmel dann doch noch auf und die

 

Sonne unternimmt einen zaghaften Versuch die Wolkendecke zu durchdringen, bevor sie weiter nach Westen zieht.

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14.03. Forest Camp 2.500m
Noch ein bisschen liegen bleiben im warmen Schlafsack! Es ist 6 Uhr in der Früh und es hat 5 Grad im Lodgezimmer. Draußen herrscht schon geschäftiges Treiben und so dauert es nicht mehr all zu lang, bis ich einen "black coffee" in meinen Händen halte. Anschließend gibt es noch Toast und Honig - fertig ist das Frühstück.
 

    Beim Aufbruch am frühen Morgen scheint die Sonne!    
   

 

   
 

Unser Weg zum Forest Camp führt uns permanent durch Eichenwald; an den bemoosten Bäumen wachsen Orchideen. Ab und an gibt es kleine Lichtungen, die wir gerne für eine Rast nutzen. Ganesh hat einen "big pot black tea" dabei und Erdnusscookies. Mitho chaa!

 
         

Leider ziehen dann doch wieder Wolken auf und so können wir nur ganz ab und an einen Blick auf die Berge erhaschen.

 

 

Auf dem Weg von Pittam Deurali zum Forest Camp gibt es KEINE Lodge und kein Teehaus! Deshalb muss ein Lunchpaket oder ähnliches mitgenommen werden!

Aus diesem Grund hat Govinda mit dem Lodgebesitzer im Forest Camp vereinbart, dass er uns auf halbem Weg entgegen kommt (er schickt dann seine Frau);
auf einer kleinen Lichtung brennt schon ein kleines Feuer, auf dem ein Topf mit Nudelsuppe kocht. Hier halten wir unsere Mittagsrast und erreichen letztendlich gegen 14 Uhr unser Ziel.

         
 

Die Lodge ist "basic" aber ok. Am frühen Abend entzünden die Lodgebesitzer ein Lagerfeuer - leider aber genau so platziert, dass der Rauch und Qualm droht in unsere Zimmer zu ziehen!
Nach einigem Hin und Her verlegen wir das Feuerchen so, dass wir nachts nicht geräuchert werden.

 
         
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15.03. Low Camp ca. 3.000m

Der Aufstieg zum "Low Camp" führt uns durch Rhododendron - Wald und bereits 45 Minuten später erreichen wir das
erst kürzlich neu gebaute"Chuprung Guesthouse". Während ich meinen Tee trinke komme ich mit einem Mann ins Gespräch (wir rauchen eine zusammen) und er will wissen, wie alt ich bin.
Ich sag's ihm und erfahre, dass er "erst" 46 Jahre ist.
 

 

Eine halbe Stunde bevor wir das Low Camp erreichen, fängt es an zu graupeln. Als wir die Lodges (very, very basic) erreichen, bietet uns der Wettergott alles was er so an Scheußlichkeiten hat: Schnee, Graupel, Regen.

 

Gegen 16 Uhr geht es dann richtig los!
Alles ist dunkelgrau und es schneit und schneit. Heftige Gewitter begleiten den Schlamassel. Alle Trekker, die Guides und Porter drängen sich im einzigen "Dining Room". Auch hier brennt auf dem Boden ein offenes Feuer.
 
       

Um dem Erstickungstod zu entgehen, muss ich alle 10 - 15 Minuten den Raum verlassen um draußen frische Luft zu schnappen.

Nichts desto trotz - auch diese "Situation" hat was - man muss es nur genießen können.

   
       

Am Abend beschließe ich zusammen mit Govinda, dass wir am nächsten Morgen nach Sidhing absteigen. Klaus und Marian haben mehr Zeit als ich und werden wohl noch zum High Camp aufsteigen. Ich für meinen Teil möchte ein paar Tage für mich alleine sein. Das Gewitter tobt immer noch und wie das dann so ist, liege ich bereits um halb Acht im Schlafsack. Wir sind echt im Stress - Marian und ich teilen uns ein Zimmer, denn von irgendwoher zieht massiv Rauch und Qualm in unser Zimmer. Es nutzt wenig bis gar nichts, dass wir das Fenster und die Tür aufmachen - auch der Durchzug kann die Qualmschwaden nicht aus unserem Zimmer vertreiben. Wir können unmöglich so die Nacht verbringen - eine Rauchvergiftung ist vorprogrammiert. Was tun? Ich suche nach Govinda, finde ihn auch und nach einem kurzen Gespräch mit einigen Portern, die uns gegenüber wohnen (sie haben ein recht großes Feuer an) hört die Qualmerei auf.

Es ist noch nicht so ganz spät, als unsere Zimmertür nochmals aufgeht; ein Hund mogelt sich herein und nach kurzem Zögern hüpft der auf Marians Bett und kuschelt sich da ein. Wir gewähren im Asyl - wo soll der armer Kerl auch sonst hin? Draußen ist es bitterkalt - in unserem Zimmer auch - aber zumindest weht hier kein kalter Wind. Am Morgen messe ich in unserem Raum minus 8 Grad.

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16.03.
Der View Point oberhalb vom Low Camp 3.200m -  Abstieg nach Sidhing 1.945m
Herrlichstes Wetter erwartet uns am nächsten Morgen!
Ca. 200 HM kraxeln wir den Berg hinauf und stehen schließlich auf einem kleinen Bergrücken, der einen wunderbaren View-Point bietet. Klaus und Marian gehen von hier aus weiter - ich werde - wie am Vorabend beschlossen mit Govinda nach Sidhing absteigen. Ich muss mal ein paar Tage für mich sein...

 

 
Viel Schnee im Low Camp   Morgens grüßt der Machhapuchre
 
Blicke vom View Point: Machhapuchre...   ...die Annapurna South und der Hinchuli
 

Zu dritt machen wir uns auf den Weg nach Sidhing. Govinda, Sange und ich. Es sind, wenn ich den Weg vom View Point an rechne, immerhin ca. 1.250 HM die wir absteigen müssen.

Es gibt keinen Weg. Mehr oder weniger in der direkten Linie gehen wir den steilen Abstieg an. Die ersten 500 HM liegt noch Schnee, danach wird es - bedingt durch Schneematsch - noch glatter. Dieser Abstieg hat es wirklich in sich und ich bin froh, als wir am Nachmittag das kleine Örtchen Sidhing erreichen.

Bye, bye Low Camp

 

Hier finden wir eine schöne Lodge, mit zwei neu gebauten Gästezimmern.

     

Ich sitze auf der Terrasse des Hauses und genieße frisches Popcorn und eine Tasse Ingwer Tee, als mit einemmal die Kinder der Lodgebesitzer ganz hektisch werden. Als dem Wald gegenüber hört man tatsächlich Wolfsgeheul und mit einiger Anstrengung können wir dann auch zwei oder drei der Tiere sehen.

     
 

Wirklich schön ist es hier!

Schaue ich hinter das Haus, sehe ich noch einmal den den Mt. Fishtail.

Schaue ich in die andere Richtung kann ich schon das Pokhara Tal erahnen, welches hinter dem rechten Bergrücken beginnt.
Unten im Tal fließt der Mardi Khola.

Ich habe noch so viel Eindrücke zu verarbeiten, dass ich mir kaum vorstellen kann, morgen schon wieder in Pokhara zu sein.


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17.03. von Sidhing über Lumre nach Pokhara
Über gute Wege und durch die Reisterrassen laufe ich in ca. 2,5 Stunden nach Lumre. Von hier aus fährt ein Local Bus nach Pokhara. Zumindest tut er dass wenn nicht gerade Monsun ist. Die "Straße" führt nämlich durch Flussfurten und ebenso durch jede Menge Schlaglöcher. Hat der Fluss zuviel Wasser, ist Lumre nicht per Auto / Bus zu erreichen. Natürlich dröhnt die typische nepali - Pop Music laut im Bus und nach und nach wird es immer voller im Gefährt. Eine typische Local Bus Fahrt eben. Irgendwann ist die "Bandscheibenteststrecke" aber dann doch zu Ende und die letzen Kilometer der Fahrt geht es über eine asphaltierte Straße.
Wir sind am Busbahnhof in Pokhara. Kurze Zeit später bin ich wieder im "Lake View Resort". Jetzt sind volle zwei Tage relaxen angesagt. Am 20.03. fliege ich zurück nach Kathmandu.

Sange fährt heute noch mit dem Bus nach Kathmandu zurück und nimmt mein Trekkinggepäck mit. Danke sehr!
Während ich im Gartenlokal des Resorts sitze, bezieht es sich wieder. Sollte sich das Wetter doch noch mal ändern? Klaus und Marian sind ja noch in den Bergen unterwegs. Hoffentlich ist ihnen der Wettergott gut gesonnen.

Govinda kommt mit dem LapTop unter dem Arm angetrabt und nach einer ausgiebigen Dusche melde ich mich mal wieder zuhause. Dort ist alles im grünen Bereich - wie mir meine bessere Hälfte in einer Mail schreibt.

Zum Dinner lade ich Govinda ein, wir sind wie häufig "d`accord" und bestellen beide Hähnchenschnitzel mit Nudeln und Gemüse. Das erste Stück Fleisch seit fast 14 Tage. Während wir essen, trudelt auch die Musik- und Tanzgruppe ein,
die jeden Abend eine Vorstellung im Lake View Resort gibt.

Das Resort, unmittelbar am Phewa-See gelegen (nur durch eine Straße davon getrennt) kann ich wärmstens empfehlen! Sehr nette Leute, großzügige und gut gepflegte Anlage, schöne Zimmer.

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18.03. Pokhara - Gupteshwori Mahadev Cave - Devis Falls und das International Mountain Museum

Morgens ist der Himmel über Pokhara immer noch zugezogen und weiterhin grau. Während ich meine Tagesnotizen von gestern durchsehe, macht die Sonne einen ersten zaghaften Versuch die Wolkendecke zu durchdringen.
Hoffentlich wird es was.

Govinda und ich besuchen heute die Gupteshwori Mahadev Cave. Angeblich wurde diese "Laune der Natur" vor 500 Jahren entdeckt. Innerhalb dieser Höhle liegt ein kleiner Shiva-Schrein.  Ca. 10 - 15 Minuten dauert der Rundgang durch die Höhlenanlage. Die Wege sind beleuchtet, nur glatt ist es manchmal. Besser man hat festes Schuhwerk an. Der Schrein selbst darf nicht fotografiert werden.

Von innerhalb der Höhle hat man einen Blick auf den "Devis-Wasserfall".
 

Frau Devis war eine Schweizerin, die 1961 im Phewa-See badete und in den Sog des Wasserfalls geriet.
Sie wurde nie gefunden. Seit dem heißt der Wasserfall "Devis-Falls".

 

   
       
   
       
   
       

Nach dem Besuch der Höhle fahren wir zum "International Mountain Museum".

Die Anlage ist wirklich sehr schön und auf jeden Fall einen Besuch wert! Vor dem Museum steht eine große Kletterwand, die Maurice Herzog, einem der Erstbesteiger der Annapurna I gewidmet ist.
[
siehe auch: Der Himalaya - die 14. Achttausender]
Leider darf man im Museum selbst nicht fotografieren, trotzdem, einige Bilder gibt es!

   


Am Nachmittag ruft Govinda in Kathmandu an und wir erfahren, dass Sange (er ist ja gestern mit dem Bus zurück gefahren) wohlbehalten in der Hauptstadt angekommen ist. Govinda weiß noch was Neues:
Unser Flug nach Kathmandu (20.3.) ist von 10 Uhr auf 08.30 Uhr vor verlegt worden. Soll mir recht sein.

Im Tagesverlauf hat die Sonne dann doch noch den Durchbruch geschafft. Es ist zwar kein stahlblauer Himmel und die Berge kann ich auch nicht sehen, aber immerhin...sie scheint...die Sonne.


19.03. Pokhara
Noch vor dem Frühstück ruft Raju aus Kathmandu an und will wissen wo ich stecke. Ich sage ihm, dass ich morgen früh zurück nach Kathmandu fliege und mich dann bei ihm melden werde.

Während wir beim Frühstück sitzen, ruft Govinda Ganesh an. Alle vier (Pushpa, Ganesh, Klaus & Marian) sind gestern, nach dem anstrengenden Abstieg vom Highcamp, wohlbehalten in Sidhing angekommen. Sie werden heute nach Lumre absteigen. Klaus und Pushpa werden von dort aus noch für ein paar Tage auf einem Homestay-Trek unterwegs sein; Ganesh und Marian werden (wenn sie nicht zulange rumtrödeln) gegen 10.30 Uhr den Local Bus von Lumre nach Pokhara erwischen. Sie sollten dann ca. zwei Stunden später, also zur besten Lunchtime, im Lake View Resort sein.

Ich bin mal gespannt, was Marian, der zum ersten Mal in Nepal ist, zu erzählen hat.
 

 

Wir für unseren Teil machen uns auf den Weg zum Bindabashini Tempel.

Diese Anlage ist sehr sauber, schön auf einer kleiner Anhöhe gelegen und ein wirklich friedvoller Ort. Natürlich gibt es vor dem Tempel die üblichen Devotionalien und auch Obst zu kaufen. 1 KG Suntaala (Mandarinen) für 90 Rupies. Nicht schlecht!

Nach dem Tempelbesuch wollen wir dem Local Market noch einen Besuch abstatten: vorher möchte Govinda aber noch einen Verwandten besuchen. Es sei ihm gegönnt; der Taxifahrer und ich vertreiben uns die "nepali 10 Minuten" mit einer Zigarette.

     


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20.- 22.03. Schöne Tage in Sitapaila

20.03.
Die Maschine der Yeti-Airlines hebt am Morgen pünktlich in Pokhara ab und bereits 25 Minuten später landen wir in Kathmandu. Wie ja fast normal in der Hauptstadt ist das Verkehrschaos mal wieder perfekt. Der Flug dauert eine knappe halbe Stunde; vom Domestic-Airport in Office brauchen wir fast 1,5 Stunden.

Govinda muss unbedingt zur Bank! "Dauert nur eine Stunde Dai", sagt er mir. Letztendlich ist er dann vier Stunden unterwegs. Die Zeit nutze ich um einige Einkäufe in Thamel zu erledigen. Leider ist mal wieder "loadshedding - time"; das heißt, kein Power für den LapTop. Aber zum Glück sind Prasanta und Hari im Büro. Zeit zum Quatschen also.

Als Govinda dann endlich zurück kommt ist flugs ein Taxi bestellt und eine halbe Stunde später sind wir zuhause in Sitapaila. Am Abend bereitet Radhika, Govindas Frau für uns ein superleckeres Dhaal Bhat Essen!

21.03.
Frühmorgendliche Überraschung! Es gibt nicht nur keinen Strom - nein - aus den Wasserhähnen fließt auch kein Wasser?! Was ist los? Nach kurzem check der Wasseranlage (HillTop) ist klar, dass die Pumpe wohl einen Wackelkontakt hat. Doch noch ein wenig "Rumgefummele" ist der Schaden behoben - das Wasser fließt wieder!

Heute sollen Marian und Ganesh auch in Kathmandu eintreffen. Die beiden sind am 20.03. von Pokhara nach Bandipur gefahren, hatten dort eine Übernachtung und sind nun auf dem Weg nach Kathmandu.
Am Nachmittag sind die beiden Freunde dann vor Ort.
 

 

Den Vormittag nutze ich um endlich Raju in Thamel zu treffen.

Im "New Orleans" treffen wir uns auf einen Kaffee. Raju ist schon seit zwei Monaten hier und fliegt Anfang April zurück nach Deutschland.

Er wohnt ja auch in Essen und wir verabreden, uns in unserer Heimatstadt wieder zu treffen.
Diesmal aber wirklich!



Zurück in Sitapaila dauert es nicht lange und Marian und Ganesh treffen ein. Wir tauschen unsere Erlebnisse der letzten Tage aus und fahren anschließend noch mal zurück nach Thamel um den endgültigen Abschluss der diesjährigen Tour im "Delimas Garden" zu feiern.
 

Govinda kommt auf die Idee mit dem "Taxi Bus" nach Thamel zu fahren. Oh weia! Zunächst ist es ja ganz gemütlich in dem Toyota Hiace. Doch nach und nach steigen immer mehr Leute zu und last but not least zähle ich 22 (!!!) Personen in dem Auto! (Sitzplätze sind für 13 Leute vorhanden!) Mir wird Angst und Bang - zumal der Fahrer wie ein Berserker durch die engen Gassen rumpelt. Doch keine so Gute Idee Govinda!!

22.03.
Heute, an meinem "vollen letzen Tag" in Nepal, lerne ich endlich auch Krishna, ein Bruder von Govinda kennen. Er war sieben Jahre in Süd-Korea und arbeitet nun auch als Guide für HIMATREK. Er sprich sehr gut koreanisch und kann sich eben deshalb auch perfekt um Kunden aus diesem Land kümmern. Vor kurzem hat er geheiratet.

Radhika lässt es sich nicht nehmen und wäscht (ein letztes Mal und vielen lieben Dank dafür!) meine Wäsche.
Bis morgen früh wird sie wohl trocken sein.

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23.03. Kathmandu - Bahrain
Mit "one eye weeping and one eye laughing" nehme ich am späten Nachmittag Abschied von Govinda und Prasanta.
Im Flughafen läuft alles perfekt - die Maschine nach Bahrain ist pünktlich. Da ist auch gut so, denn meine Umsteigezeit beträgt lediglich zwei Stunden. Im Emirat ist also gerade mal Zeit einen Kaffee zu trinken und eine Mail an Klaus, Govinda und meine Frau zu schreiben und schon stehe ich in der Schlange am Check-In Schalter.

24.03. Back home
In Frankfurt gelandet, brauche ich nur knapp 10 Minuten auf mein Gepäck zu warten.
Auch die Pick-Up Nummer für mein Rail&Fly Rückfahrt Ticket wird vom Automaten anstandslos akzeptiert; kurze Zeit später sitze ich im ICE und freue mich auf zuhause.

Einen kleineren Schönheitsfehler hatte die Rückreise denn dann doch noch!
In Duisburg muss ich umsteigen - der Zug nach Essen hatte 15 Minuten Verspätung!

Ich hab's überlebt!

 

Die nächste Reise nach Nepal ist für das Frühjahr 2013 geplant.
Das wird etwas Besonderes, denn dann wird mich meine älteste Tochter Inga begleiten!

Ich freue mich schon drauf!

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