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Vishnu - der Erhalter

Die Gottheit, welche die hinduistische Trimurti vervollständigt ist Vishnu.
Des Weiteren gehören dazu:
Shiva – als der "Zerstörer"
Brahma – als der "Schöpfer"

Von der äußerlichen Erscheinung her wird Vishnu als "strahlend jugendlich" dargestellt.
Er ist in königliche Gewänder gekleidet und trägt eine hohe Tiara (Kiritamukuta).
Die weiße Brahmanenschnur hängt ihm über die linke Schulter und seine Brust zieren die
Juwelen Srivatsa und / oder Kaustubha.
Eine Kette aus fünf verschiedenen Edelsteinen, die mit den fünf Elementen in Verbindung stehen,
reicht bis zu seinen Knien.

Der Name "Vishnu" kommt aus dem Sanskrit und bedeutet "der Alldurchdringende".
Von Lord Vishnu ist bereits in den Veden die Rede.
Seine weibliche Seite (Shakti) ist die Göttin Lakshmi, die auch seine Gattin ist.
Vishnu ist auch als Narayana bekannt.

Vishnu ist der Erhalter.
Er erhält das Dharma, das ist die die kosmische Ordnung, die das ganze Universum bedingt.

Shiva "zerstört" um einen Neuanfang zu ermöglichen.
Brahma wird als der "Schöpfergott" verehrt.

Vishnu hält vier Insignien in seinen Armen:
- den Diskus (Chakra), den er während einer Schlacht auf seine Feinde schleudert
- das Schneckenhorn (Sankha), auf dem er zu verschiedenen Anlässen bläst
- den Lotus (Padma) als Symbol der Reinheit und Weisheit
- die Keule (Gada) mit der er die Asuras (Titanen, Dämonen, Gegenspieler der Götter) bekämpft.

Wie die anderen Götter auch hat Vishnu ebenfalls ein Reittier – den Garuda – ein Vogel,
der halb Mensch und halb Adler ist.
 
 
Gardua Darstellung in Changu Narayan   Vishnu reitet auf Garuda (Patan)
     
  Ein Ort an dem Vishnu im Besonderen verehrt wird, ist
Budhanilkantha, unweit von Kathmandu.

jetzt zu den Erklärungen über Budhanilkantha wechseln
Der schlafende Vishnu in Budhanilkantha    

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Die wichtigsten Inkarnationen Vishnus

Immer wenn das Dharma – im Sinne einer kosmischen und menschlichen Ordnung – "ins Wanken gerät",
inkarniert sich Vishnu um die "Weltordnung" wieder "her zu richten".

Diese Inkarnationen werden als Avatare bezeichnet.
Dasavartas – die zehn Avatare
- Matsya – Fisch – der eine Arche durch die Fluten zog (!)
- Kurma – Schildkröte
- Varaha – Rieseneber
- Narasimha – Vishnu als Mann mit einem Löwenkopf
- Vamana – Zwerg
- Parashurama – Rama mit der Axt, Vishnu in Menschengestalt
- Rama – Held des Ramayana – epos
- Krishna – Verkünder der Bhagavad Gita
- Buddha – auch Balarama, der Bruder Krishnas
- Kalki – die zukünftige Inkarnation Vishnus als Reiter
 
    Vishnus Inkarnation als Kurma

Im Goldenen Zeitalter = Krita Yuga inkarnierte sich Vishnu viermal
(Fisch, Schildkröte, Eber und Mann mit Löwenkopf).

Im Silbernen Zeitalter = Treta Yuga erschien Vishnu dreimal,
nämlich als Zwerg und als Held Parashurama und als Held Rama.

Das kupferne Zeitalter = Dvapara Yuga sah eine Inkarnation Vishnus –
als der Hirtengott Krishna und das gegenwärtige Zeitalter = eisernes Zeitalter
Kali Yuga erlebte Vishnu zu Beginn als Buddha.
Am Ende des Kali Yuga wird Vishnu als der apokalyptische Reiter Kalki erscheinen*.

Rama (Prinz von Ayodhya und Held des Ramayana – Epos) und Krishna sind die bekanntesten Avatare Vishnus.

In den Veden wie vor allen Dingen auch im Bhagavatpurana, auch Shrimad Bhagavatam genannt,
werden die Avatare Vishnus ausführlich beschrieben.
[Das Shrimad Bagavatam besteht aus 12 Skandhas (Büchern) mit 18.000 Versen (Shlokas).
Autor ist Vyasadeva, der die Bücher „als reife Frucht am Baum des Wissen“ bezeichnete.]


*Über Vishnus zehnten Avatar Kalki wird berichtet, dass er am Ende der Zeiten
(also nach hinduistischer Vorstellung am Ende des Kali-Yuga) erscheint um "die Welt zu reinigen".
Hier ist eine Parallelität zum christlichen Glauben zu erkennen.
Die Vaishnavas (das sind die Anhänger Vishnus) kennen (seit dem 20. Jahrhundert) den Inhalt der Bibel und verehren ebenfalls Jesus Christus, da auch er "am Ende der Zeiten kommt um die Welt zu reinigen".

Die Gottheit Harihara vereint die Göttlichkeit Vishnus und Shivas in einer Person.

Ebenso wie Shiva, besitzt Vishnu – als einer der drei großen Götter des Hinduismus –
die Fähigkeit alle drei göttlichen Aspekte (Schöpfung, Erhalten, Zerstören) in sich zu vereinigen.

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Vishnu Darstellungen in Kathmandu...   ...und in Budhanilkantha

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